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Laufend
Interessantes und Ratschläge rund um den Hund 16.07.2011 Wir haben den Test leider beenden
müssen, weil unsere Hunde ein Mittel gegen Flöhe benötigten. Wir werden aber einen Stein suchen,
um auch hier die Heilsteinmethode anwenden zu können Haben Sie schon etwas darüber gehört, was gegen Flöhe helfen kann? Schreiben Sie es uns. Heilsteine gegen Zeckenbefall bei Hunden???
Stand der Auswertung 16.07.2011
15.01.2011
09.07.2010 Die Nord- und Ostsee hat diverse Hundestrände anzubieten
Hier eine Übersicht:
http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/strandurlaub/hundestrand-ostsee
Aus dem Jahr 2009
Hilfe für den Hund am Silvestertag – „Alle Jahre wieder...“ kommt leider nicht nur das Christkind, sondern pünktlich eine Woche später auch die große Knallerei. Weihnachten gilt als stilles und besinnliches Fest, an dem es gar nicht ruhig genug sein kann, selbst unser altes deutsches Liedgut preist die „Stille Nacht, heilige Nacht...“ , aber nur sieben Tage später scheint die Menschheit regelmäßig verrückt zu werden. Es kann gar nicht laut und grell genug werden – ganz gleich, einen wie hohen Preis wir dafür zahlen. Ebenfalls fragt sich alle Jahre wieder der gesunde Menschenverstand, wie es sein kann, dass angesichts (ver) hungernder Menschen und Tiere, einer kriselnden Weltwirtschaft und scheinbar nicht lösbarer Umwelt-probleme, die uns irgendwann alle miteinander mit einem ganz großen Knall ins Jenseits befördern könnten, überhaupt ein Mensch so verrückt sein kann, Geld für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk auszugeben?! Ja wissen die Leut` denn wirklich nichts besseres damit anzufangen? Für die ganz Ideenlosen wüsste ich da ein paar Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die um jeden Cent dankbar wären. Auch das Frauenhaus, die Welthungerhilfe und Aktion Mensch hätten sicher einen besseren Verwendungszweck für die Milliarden, die da alljährlich in die Luft gepulvert werden. Und nun möge mir bloß keiner mit der Tradition kommen! Ach, so vieles wird unter dem Deckmäntelchen der Tradition fortgeführt, so vieles, das man lieber bleiben lassen sollte: Der Stierkampf, die Treibjagd, Pferderennen oder auch die Unterdrückung der Frau, die nach wie vor in vielen Ländern dieser Erde zur guten (?) alten Tradition gehört. Na ja, manchmal ist die Tradition halt auch mehr alt als gut und gehört einfach abgeschafft. Es lohnt, darüber nachzudenken. Als Tierhalterin habe ich mir die Knallerei schon als Jugendliche abgewöhnt. Zu sehr taten mir die Hunde (und Katzen!) leid, wenn sie sich zitternd unter der Eckbank verkrochen und tagelang nicht mehr aus dem Haus trauten. Ich dachte an die Wildtiere, die ebenfalls voller Angst und Schrecken flüchten und Schutz suchen vor einer nicht benennbaren und nicht verstehbaren Gefahr. In meiner Hundeschule mehren sich jetzt wieder die Anrufe der Verzweifelten, die fragen, ob ich Tipps hätte, wie man mit dem geliebten Vierbeiner die Jahreswende halbwegs schadlos übersteht. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich mich da auskenne. Oh ja, da kenne ich mich sogar sehr gut aus, denn drei meiner sieben Hunde haben schreckliche Angst und zwei fürchten sich zumindest etwas. Mit den folgenden, jahrelang im Ernstfall erprobten Tipps kommen wir ganz gut über die Runden: Die einfachste Lösung zuerst: Hauen Sie mit Ihrem Hund einfach für ein paar Tage ab. Buchen Sie eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Das müssen Sie allerdings rechtzeitig tun, denn einsame Berghütten gibt` s bei weitem nicht so viele wie genervte Hundehalter, die diese zur Jahreswende händeringend suchen. Reisen Sie schon ein paar Tage vor Silvester ab und bleiben Sie auch etwas länger, denn wie wir alle wissen, beginnt die Knallerei schon Tage vor dem ganz großen Spektakel und zieht sich auch noch bis zum zweiten oder dritten Januar hin. Wenn diese Lösung nicht möglich ist, wäre mein wichtigster Tipp, dass Sie Ihrem Hund so viel Ruhe wie möglich vermitteln und durch Idolfunktion vorleben, dass Ihnen der ganze Rummel gar nichts ausmacht. Für mich ist dies zugegeben der schwierigste Part, denn tatsächlich könnte ich jedem, der da draußen rumknallt, ebenfalls eine knallen – kleine Kinder, die noch nicht wissen, was sie tun, ausgenommen. Durch die Stimmungsübertragung beeinflussen wir unsere Hunde ganz enorm, je gelassener Sie also sind, desto eher kann Ihr Hund sich zumindest etwas beruhigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Hund keine Angst mehr hat, nur weil Sie keine haben, denn ganz so einfach läuft es nicht. Es ist etwa wie bei einem bevorstehendem Besuch beim Zahnarzt, der Ihnen große Angst macht: Ein Partner, der Ihnen Mut zuspricht und Gelassenheit ausstrahlt, hilft zumindest etwas – einer der glaubt, man brauche doch keine Angst haben, weil er/ sie ja schließlich auch keine Angst hat, hilft überhaupt nicht, sondern nervt einfach nur. Tipp Nummer zwei steht in direktem Zusammenhang mit Tipp Nummer eins: Haben Sie Zeit für Ihren Hund, stehen Sie ihm durch Anwesenheit zur Verfügung und ermöglichen Sie ihm das Kontaktliegen, wenn er es wünscht. Hierbei müssen Sie aber sehr präzise arbeiten, damit es nicht zu einer so genannten unbewussten Bestätigung kommt. Keinesfalls heißt dies nämlich, dass Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen, herumtragen oder auf den Schoß setzen sollen, während Sie ihn streicheln und in endlosen Litaneien bedauern, denn dieses Verhalten würde die Angst Ihres Hundes nur verstärken. Allerdings sollten Sie andererseits auch keinesfalls – wie von manchen Trainern empfohlen – Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat. Dieser Tipp, der die oben genannte „unbewusste Bestätigung“ verhindern soll, ist weit über das Ziel hinaus geschossen, denn wenn Sie Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat, was vermitteln Sie ihm dann?! Dass Ihnen seine Angst vollständig egal ist und er sich an jemand anderen wenden muss, wenn er Unterstützung und Schutz braucht – und das ist für eine gute Bindung und ein angestrebtes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter das reinste Gift! Deshalb haben wir seit Jahren ein Ritual eingeführt, das bestens funktioniert: Unser Wohnzimmer wird zu einer Liegelandschaft umgebaut. Zugegeben, bei nur einem Hund oder zweien ist das nicht nötig, es reicht ein bequemes Sofa, aber wir haben ja sieben... Einer von uns hält sich die meiste Zeit über auf der „Liegewiese“ auf, meistens lesen wir oder telefonieren mit Freunden. Die Hunde kommen ganz von selbst und suchen den Körperkontakt, wenn die Knallerei losgeht. Sie legen sich mit hin, dürfen sich ankuscheln und unsere Nähe spüren. Einem von ihnen hilft es besonders, wenn wir ihn mit einer Decke so zudecken, dass nur noch sein Kopf rausschaut – er fühlt sich so eingehöhlt sicherer. Wenn die, die besonders große Angst haben, anfangen zu hecheln oder uns anzupföteln, reagieren wir darauf nur geringfügig und sagen einfach nur kurz „Ist schon o. k.“ oder ähnliches und strahlen weiterhin heitere Gelassenheit aus. Um diese Stimmung zu erzeugen, helfen übrigens Bücher des Dalai Lama ausgesprochen gut! J Zusätzlich läuft bei uns der Fernseher in einer Lautstärke, die gut erträglich ist, aber doch den Lärm von draußen zumindest teilweise abmildert. Diese Geräuschkulisse kann die Knallerei natürlich nicht übertönen, dann würden uns – und besonders unseren Hunden, deren Gehör viel feiner ist – ja die Ohren weh tun. Aber sie verhindert eine allzu starke Fokussierung auf die Knallgeräusche. Der besondere Tipp: Auf 3 SAT laufen jedes Jahr ab 11.00 Uhr vormittags bis weit nach Mitternacht Mitschnitte von tollen Live-Konzerten der vergangenen Jahre. Echte Sahnestücke der Musikgeschichte, von Phil Collins über U2, Michael Jackson, Pink oder Tina Turner, es ist für so ziemlich jeden Musikgeschmack etwas dabei. Sehr hilfreich ist auch eine CD, die es als Beigabe zu dem Buch „Mit den Ohren eines Hundes“ (sehr zu empfehlen!) gibt. Die auf ihr zu hörende Musik wurde nach jahrelangen Forschungen auf dem Gebiet der Psycho-Akustik arrangiert und ist speziell auf das akustische Wahrnehmungsvermögen von Hunden abgestimmt. Sie wirkt beruhigend und wird bereits erfolgreich in Tierheimen, Hundepensionen und Tierkliniken eingesetzt. Sobald es am Nachmittag auch nur ansatzweise dämmrig wird, machen wir überall im Haus das Licht an, um die von draußen kommenden Lichtreflexe zu mildern. Sollten Sie Gardinen oder Rollos haben, sollten Sie diese schließen. Manchmal hört man den Tipp, mit dem Hund am besten in den Keller zu gehen, im Idealfall in einen Keller ohne Fenster. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie das nicht ausschließlich zu Silvester tun – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund bereits das Heruntergehen in den Keller fürchtet, weil es für ihn in direktem gedanklichen Zusammenhang mit der Knallerei steht. Sollten Sie aber eine Art eingerichteten Hobbyraum haben, den Sie regelmäßig nutzen, kann es tatsächlich hilfreich sein, Silvester dort unten zu verbringen, bis gegen 2.00 oder 3.00 Uhr nachts zumindest die schlimmste Knallerei vorbei ist. Die Gassi- Runden reduzieren wir auf kurze Gänge in der Nähe des Hauses, damit die ängstlichen Hunde das Gefühl haben, jederzeit auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause zu können. Ist „die Fluchtburg“ in kürzester Zeit erreichbar, fühlt sich so mancher Hund zumindest etwas besser. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie das Rausgehen auch auf diesen beschränken. Wir gehen am 31. Dezember immer eine ganz lange Runde sehr früh am Morgen, so gegen 6.00 Uhr – da ist es noch weitgehend ruhig. Danach bleiben wir mit den ängstlichen Hunden auf unserem Grundstück. Wenn Sie einen Hund haben, der in Panikattacken verfällt, wenn er es – selbst in größerer Entfernung – knallen hört, dann führen Sie ihn an den Tagen rund um Silvester mit doppelter Leinensicherung und bleiben Sie in der Nähe Ihres Hauses oder Ihres offen stehenden (!) Autos, denn für diese Hunde ist das Erreichen „der Fluchtburg“ eine Frage des Überlebens. Von der häufig empfohlenen Gabe von Medikamenten möchte ich dringend abraten! Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jedes Psychopharmaka eine so genannte Umschlagwirkung zeigen kann. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Hund nicht beruhigt, sondern ganz im Gegenteil, jetzt erst richtig hoch gefahren wird. Der Kreislauf wird aktiviert, der Puls rast wie verrückt, der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe und der so gestresste Organismus nimmt die Außenreize durch die Adrenalin Ausschüttung noch stärker wahr. Vor ein paar Jahren wurde ich am Silvesterabend von einer völlig verzweifelten Hundehalterin angerufen, bei deren Eurasierer- Rüden genau das passiert war. Der Hund drehte völlig durch, speichelte, raste fieberhaft nach Unterschlupf suchend durch das Haus und war kaum noch ansprechbar. Die Tierärztin, die das Mittel verschrieben hatte, empfahl am Telefon, den Hund in die Praxis zu bringen, was vollkommen ausgeschlossen war für die Halterin, weil er sich nicht einmal mehr anfassen ließ, ohne deutlich drohend zu fletschen – was er übrigens sonst nie tat! Als ich nach halbstündiger Fahrt dort ankam, war der Hund bereits so durchgedreht, dass ich einen Kreislaufkollaps befürchtete. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auf den Hund zu stürzen, ihn – halb im Würgegriff – ins Auto zu zerren und in die Klinik meines Vertrauens zu bringen. Dort wurde er in Narkose gelegt, um ihn erst einmal ruhig zu stellen. Dann wurde er an den Tropf gehängt, um die Wirkstoffe in seinem Körper möglichst schnell auszuschwemmen. Es dauerte mehr als 14 Tage, ehe dieser Hund sich halbwegs erholt hatte und sein Frauchen und mich wieder vertrauensvoll an sich heran ließ. Er war damals fünf Jahre alt und ich kannte ihn seit seiner Welpenzeit. Er hatte uneingeschränktes Vertrauen zu mir und seiner Halterin bis zu diesem Abend gehabt... In einem anderen Jahr rief mich am 05. Januar eine Dame an, deren Hund sich seit Silvester völlig verändert hatte. Er zitterte, sobald er nur angesprochen wurde und reagierte extrem auf jegliche Außenreize, die mit Geräuschen oder Licht zu tun hatten. Er flüchtete zum Beispiel in Panik unter den Küchentisch, als vor dem Haus die Straßenlaterne anging. Beim Beratungsgespräch stellte sich dann heraus, dass auch dieser Hund auf Anraten eines befragten Tierarztes Medikamente verschrieben bekommen hatte. Er wählte ein Mittel aus, dass hauptsächlich auf der Basis eines Muskelrelaxans wirkte, das Bewusstsein aber kaum beeinflusste. Im Klartext bedeutete dies, dass dieser arme Hund, der schon immer große Angst vor Silvester hatte, alles um sich herum mitbekam, aber unfähig war, sich zu bewegen. Gefangen im eigenen Körper konnte er weder hecheln, noch herumlaufen oder sich verkriechen, so wie er es sonst immer getan hatte. Die Folgen waren fatal – dieser Hund erlitt ein Trauma, von dem er sich nie mehr richtig erholte. Er hatte für den Rest seines Lebens Probleme und die Halterin verfluchtete den Tag, an dem er das „Beruhigungsmittel“ bekommen hatte. Ich könnte noch einige solcher Beispiele nennen, die ich im Laufe der Jahre miterlebt habe. Es waren weit mehr als nur diese beiden und aus diesem Grund würde ich die Gabe von Medikamenten nicht empfehlen. Ich kenne keinen einzigen Hund, der sich nicht über kurz oder lang wieder erholt hätte nach der Knallerei – aber einige, die durch Medikamentengabe traumatisiert wurden. Selbst-verständlich gibt es auch Hunde, die die Medikamentengabe gut vertragen – nur weiß man vorher nicht, ob es so sein wird und mir ist das Risiko für die mir anvertrauten Tiere definitiv zu groß, falls es nicht so sein sollte. Hingegen macht eine Kollegin von mir recht gute Erfahrungen mit der Gabe von Bach-Blüten. Suchen Sie sich einen seriösen Therapeuten, der eine individuelle Mischung für Ihren Hund zusammenstellt. Die im Handel erhältlichen, fertigen Mischung möchte ich Ihnen nicht empfehlen, da sie der eigentlichen Lehre Bach` s und seinem Verständnis über die Wirkung der Blütenmittel nicht entsprechen. Eine Umschlagwirkung ist hier nicht bekannt, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann, ähnlich wie wir sie aus der Homöopathie kennen. Sollte diese gerade an Silvester auftreten, wäre das natürlich fatal. Deshalb ist eine vorherige Gabe zum Ausprobieren empfohlen. Einigen Hunden hilft auch der D. A. P.- Stecker recht gut, der im Fachhandel erhältlich ist. D.A.P. ist die Abkürzung für Dog Appeasing Pheromone. Diese Pheromone sind Duftstoffe, die eine Mutterhündin während der Laktationsphase zwischen der Milchleiste absondert und die beruhigend auf die Welpen wirken. Man fand heraus, dass diese Wirkung auch noch bei erwachsenen Hunden eintritt und schließlich gelang es, diese Pheromone zu synthetisieren. Steckt man nun diesen Stecker in die Steckdose, wird der Geruch der Pheromone ausgeströmt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie dem Hund die Gelegenheit geben, den Raum zu verlassen, wenn er das wünscht, denn nicht alle Hunde mögen diesen Geruch und nicht auf alle wirkt er beruhigend! Beobachten Sie Ihren Hund, ob er sich freiwillig in die Nähe des Steckers begibt und tatsächlich ruhiger wird oder ob ihm dieser Geruch völlig egal zu sein scheint oder er sogar den Raum verlässt. Auch hier ist es sinnvoll, nicht erst am Silvesterabend auszuprobieren, welche Reaktionen Ihr Hund zeigt, fangen Sie ruhig schon ein bis zwei Wochen vorher damit an. Auf gar keinen Fall sollten Sie die ebenfalls erhältlichen D. A. P.- Halsbänder verwenden, denn einmal angelegt kann der Hund sich eben nicht mehr frei entscheiden, ob er den Geruch sucht oder meidet, sondern ist ihm ausgeliefert. Interessant ist, dass der Hersteller anfangs, als es nur die Stecker gab, selbst ausdrücklich darauf hinwies, wie wichtig es ist, dem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen zu geben. Trotzdem hat er dann die Halsbänder und auch noch ein Spray auf den Markt gebracht. Man macht sich so seine Gedanken, was hinter diesem Sinneswandel steckt... Für viele Menschen ist übrigens unklar, warum Hunde gerade vor Silvester so große Angst haben. Manchmal sogar solche, die zum Beispiel keine Probleme mit Schüssen oder Gewitter haben. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch die Knallerei gleich mehrere Sinne deutlich überstrapaziert werden: Der Gehörsinn durch den Lärm, der Gesichtssinn (die Augen) durch die ungewohnten und in großer Anzahl auftretenden Lichtreflexe und der Geruchssinn durch den Gestank, den die Böller verursachen und der ebenfalls ungewohnt ist für den Hund. Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund (oder Ihren Hunden) eine möglichst ereignislose Silvesternacht und hoffe, dass die hier zusammengefassten Tipps helfen, mit möglichst viel Ruhe und Frieden ins neue Jahr zu kommen!
Clarissa v. Reinhardt P. S.: Als Autorin erlaube ich ausdrücklich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o. g. Quelle weiträumig zu verbreiten. Wenn Sie ihn erhalten haben, freue ich mich, wenn Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter schicken, ihn in Foren oder auch gern auf Ihre eigene Homepage stellen. Sie dürfen ihn auch ausdrucken, kopieren und verteilen. Desto mehr Menschen er erreicht, desto mehr Tieren kann hoffentlich geholfen werden. :-)
15.06.09
Hunde kennen keine Schuldgefühle
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Hunde allein im Auto: |
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Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen? · Verständigen Sie sofort die Polizei · Helfen Sie umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss. |
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Ein Tierarzt berichtet zur Gefahr durch Gülle
( Gefahrenbericht siehe unten )
Die Gefahr für Hunde an Botulismus durch die Aufnahme von güllegedüngtem Gras zu erkranken ist sehr gering! Es treten nur sehr selten derartige Vergiftungen bei Hunden auf, diese sind dann fast immer auf den Kontakt zu toten Wasservögeln, oder auf kontaminiertes Futter zurückzuführen. Ich habe in meiner über 20-jährigen tierärztlichen Tätigkeit, in Kliniken und in eigener Praxis, noch keinen Hund mit nachgewiesenem Botulismus gesehen.
Das Gift, welches diese Bakterien (Chlostridium botulinum) bilden, entsteht nur unter Luftabschluss (anaerob) bei Wärme, daher sind stehende, überdüngte Gewässer in heißen Sommern die Hauptgefahrenquelle für Wassergeflügel und Hunde, die mit toten Wasservögeln in Berührung kommen.
Das sich in Gülle Botulinusgifte bilden ist sicherlich nicht völlig auszuschließen, aber die Gefahr ist um ein Vielfaches geringer als bei verdorbener Silage, an der Wiederkäuer wie Rinder und Schafe sterben können; und natürlich auch Hunde, sofern sie etwas von dieser Silage fressen.
Ich sehe daher die Gefährdung unserer Hunde, die von gedüngten Feldern ausgeht als sehr gering an. Außerdem ist ja aufgrund der derzeitigen Anleinpflicht, ein Rumtollen auf den Feldern für unsere Hunde im Moment ja stark eingeschränkt...
Zu dem Beitrag über die homöophatischen Lobhudeleien möchte ich mich lieber enthalten, nur so viel: es wäre schon etwas Wunderbares, wenn man gegen eines der stärksten Gifte, die wir auf Erden kennen, nur ab und zu ein paar richtige Kügelchen nehmen müsste. Außerdem ist der Satz: "Sie hätten nicht eingeschläfert werden müssen, wenn sie homöopatisch behandelt worden wären!"
nicht dazu geeignet den Graben zwischen Schulmedizin und Homöopathie, welche sich meiner Meinung nach oft sehr gut ergänzen könnten, schmaler zu machen.
Ich würde Ihnen daher empfehlen, diesen "Bericht" nicht auf der Homepage zu belassen. Es sei denn, Sie kennen die Dame und sind von ihrer Seriosität überzeugt. Mir ist es mehr als nur eine Spur zu dick aufgetragen und zu sehr schwarz-weiß gemalt.
Tierarzt Stefan Augsburg, Meckelfeld
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02.05.09
Gefahr durch Gülle?
Dies hab ich aus einem Forum mit der Bitte um Weiterleitung:
Wir mussten Freitag letzter Woche unseren Shadow in die Tierklinik bringen
weil er nicht mehr richtig laufen konnte. Zunächst sah alles so aus als ob
er sich entweder einen Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall zugezogen
hätte als er beim Treppenlaufen gestolpert ist.
Einen Tag später waren die Beschwerden so schlimm das er selbst mit Hilfe
nicht mehr stehen oder gar laufen konnte. Seit Samstag ist er deshalb
stationär in der Tierklinik. Da die Beschwerden nicht richtig zu den
Untersuchungsergebnissen passten wurde dann anstatt ein Bandscheibenvorfall
eine Nervenwurzelentzündung vermutet und behandelt.
Am Montag traten bei Ruby plötzlich genau die gleichen Symptome auf und auch
sie konnte innerhalb eines 1/2 Tages nicht mehr selbstständig stehen oder
laufen.
Ruby liegt nun ebenfalls in der Tierklinik und die weiteren Untersuchungen
lassen eigentlich keine andere Diagnose als Botulismus zu.
Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung mit einem der giftigsten
Stoffe die es gibt. Dieses Gift kann sich in Tierkadavern (toten Vögeln oder
Mäusen) bilden, kommt sehr oft in Silagen vor und kann auch in Gülle
enthalten sein. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Nervengift, das die
Verbindung zwischen Nerven und der Muskulatur unterbricht.
Das ist vermutlich bei uns die Quelle der Vergiftung. In den letzten 2
Wochen wurden bei uns immer wieder Felder und Wiesen mit Gülle besprüht. Wir
haben zwar immer versucht die Hunde davor fern zu halten aber du weißt ja
selber das das nicht klappt. Wir haben uns bis jetzt aber auch nicht
wirklich Sorgen um die Gesundheit gemacht.
Ich will jetzt keine Panik verbreiten doch bitte warne alle Hundebesitzer
die du kennst vor den Gefahren die eine solche Wiese haben kann. Such
einfach mal im Internet nach Botulismus da wirst du einiges finden.
Gegen das Gift gibt es kein Gegengift oder ein Medikament mit der es
unschädlich gemacht werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig als zu
warten bis der Körper das Gift selbstständig wieder abgebaut hat. Dies kann
je nach Giftmenge die aufgenommen wurde Tage, Wochen oder sogar Monate
dauern.
Sollte sich das Gift Nervenbahnen erreichen die zum Herz, zur Lunge oder
sonstigen lebenswichtigen Organen führen gibt es keine Hoffnung mehr. Doch
selbst wenn dieser Fall nicht eintrifft, kann es sein das neurologische
Schäden entstehen die nicht mehr behoben werden können.
Bei unseren beiden ist der aktuelle Stand das Shadow kaum noch ansprechbar
ist, er hat vergangene Nacht über 40 Fieber gehabt und kann sich
selbstständig nicht einmal mehr anders hinlegen.
Ruby geht es im Moment noch etwas besser wobei keiner weiß ob sie den
Verlauf nur mit 2 Tagen unterschied durchmacht oder ob sie Glück hatte und
sich nicht ganz so stark vergiftet hat. Doch auch sie ist quasi ab dem Hals
gelähmt. Sie kann zwar die Gliedmassen bewegen doch sie hat kein bisschen
Kraft mehr in den Beinen. Das schlimmste an dieser Sache ist das sie im Kopf
noch voll da ist und dich mit großen Augen um Hilfe anfleht.
Die Heilungsaussichten sind zumindest für Shadow im Moment eher schlecht und
wir müssen wohl Ende der Woche eine Entscheidung treffen, sofern sich sein
Zustand nicht bis dahin gebessert hat. Sollte sich Rubys Zustand heute oder
morgen ebenfalls noch verschlechtern, so werde ich sie vermutlich
ebenfalls noch diese Woche erlösen um ihr das Schlimmste zu
ersparen.
Ich weiß von einem Schäfer, der hat an einem Tag (!!) mehrere Dutzend Schafe
verloren daran.
Ursache waren tote Mäuse in der Silage, er hatte wohl beim Mähen
mehrere Mäuse mit "erwischt" gehabt die dann mit eingewickelt wurden in den
Rundballen und durch Verwesung wurde "Clostridium Botulinum" gebildet, mit
letalem Ausgang...
Anmerkung von mir: Inzwischen mussten beide Hunde eingeschläfert werden.
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28.02.2009
Ab Anfang März droht wieder Zecken-Gefahr: Auch Hunde
schützen
(dpa) 27.02.2009
Bonn. Wer sich viel im Freien
aufhält, sollte sich ab Anfang März wieder vor Zecken schützen.
Steigen die Temperaturen auf mehr als zehn Grad, werden die
Spinnentiere aktiv und haben Appetit auf Blut.
Darauf weist der Deutsche Jagdschutzverband in Bonn hin. Besonders
gefährdet seien Naturliebhaber, Jäger und Landwirte. Sie sollten
stets langärmelige Oberteile, lange Hosen und feste Schuhe tragen.
Dies sei der beste Schutz gegen die vier Millimeter großen Tiere,
die die Infektionskrankheit Borreliose und die Hirnhautentzündung
Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) beim Blutsaugen übertragen
können.
Zusätzlich sollte nach jedem langen Aufenthalt in der Natur der
Körper nach Zecken abgesucht werden. Sitzen bereits Parasiten in der
Haut fest, lassen sich diese am besten mit einer Zeckenkarte oder
-zange entfernen. Vom Einsatz von Klebstoff, Ölen oder Alkohol rät
der Verband ab. Entzündet sich der Zeckenbiss, muss unbedingt ein
Arzt aufgesucht werden.
Auch Hunde können vor Zeckenbissen geschützt werden. Spezielle
Präparate wehren nicht nur die Insekten ab, sondern töten den
Angaben zufolge auch Erreger ab. Auf das Fell aufgetragen sind die
Präparate, die auch die Zeckenart Holzbock abschrecken, vier bis
sechs Wochen wirksam.
http://www.an-online.de/news/gesundheit-detail-an/823292?_link=
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19.01.2009

Wir danken der Hunde- Lobby e.V. Hamburg für diesen Bericht
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18.01.09
Hunde und Katzen gehören zur Familie wie die Kinder – doch was tun, wenn es in den Urlaub geht? Auf Flugreisen zu verzichten, ist eine Möglichkeit. Doch Tiere sind an Bord von deutschen Fluggesellschaften meist willkommen – doch für Hund und Herrchen gelten zahlreiche Reisebestimmungen.
Was dem einen die
Kinderkarre ist dem anderen die Tier-Transportbox: Immer mehr
Menschen nehmen ihre treuen Vierbeiner mit in den Urlaub und
manchmal zwitschert es sogar aus den Transportkästen, die
täglich in die Frachträume der Flugzeuge geladen werden. 75.446
Tiere sind im vergangenen Jahr mit der Air Berlin-Gruppe
geflogen, TUIfly hat im selben Jahr rund 22.000 Tiere befördert.
Wohl nicht umsonst steht auf der Homepage von TUIfly: „Hunde und
Katzen sind an Bord unserer Maschinen gern gesehen.“ Doch damit
dem auch tatsächlich so ist, müssen die Besitzer von Bello und
Mimi einige Regeln für die Beförderung von Tieren beachten.
Für den Transport des tierischen Freundes während des
Urlaubsfluges gibt es bei den meisten Airlines zwei
Möglichkeiten: Die Mitnahme in der Kabine oder im Frachtraum.
Bei Air Berlin – und vielen anderen Gesellschaften - können
Hunde und Katzen ihren Halter in die Flugzeugkabine begleiten,
wenn sie in einer geeigneten Transportbox untergebracht sind,
deren Maße 55 mal 40 mal 20 Zentimeter nicht überschreiten. In
dem Behälter muss das Tier ausreichend Luft bekommen, denn raus
darf Herrchens Liebling während des gesamten Fluges nicht.
Selbst der Kopf darf nicht aus der Box herausschauen. Und
während der Besitzer bequem in seinem Sessel die Zeitung liest,
muss Bello zu seinen Füßen bleiben. Bei Air Berlin
beispielsweise heißt es in den Beförderungsbedingungen: „Der
Behälter darf zu keiner Zeit, auch nicht bei Kauf eines
Extrasitzes, auf den Sitzplatz gestellt werden.“
Schwergewichte nicht ins Körbchen
Wer sein Tier mit in die Kabine nehmen will, muss vor allem eine Regel beachten: Box und Tier dürfen nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen. Darauf weist TUIfly- Sprecher Jan Hillrichs hin. Wird dieser Wert überschritten, werden Tiere bei den meisten Fluggesellschaften zwangsweise im klimatisierten Frachtraum befördert. Für den Transport im Gepäckraum müssen Passagiere eine eigene sichere und stabile Transportbox mitbringen, in der das Tier ausreichend Platz findet, um sich zu drehen und in der es warm gehalten wird. Pro Transportbox ist zudem nur ein Tier zugelassen. „In den Boxen für Tiere im Frachtraum muss ein Wasser- oder Futterbehälter vorhanden sein, der von außen befüllt werden kann", erläutert Air- Berlin- Sprecherin Nadine Bernhardt.
Billigflug-Mitbewerber Germanwings bietet ebenfalls einen Transportservice für Tiere an - schwere Exemplare müssen jedoch zu Hause bleiben: „Hunde und Katzen, die inklusive des Transportbehälters mehr als 8 kg wiegen, können von uns leider nicht befördert werden", heißt es auf der Germanwings-Homepage. Damit die tierische Reisebegleitung überhaupt eine Chance hat, ins Flugzeug zu gelangen, müssen die Vierbeiner bei allen Fluggesellschaften vorher angemeldet werden. Bei Air Berlin ist dies bis 48 Stunden vor Abflug möglich, die Lufthansa fordert eine Voranmeldung von mindestens 24 Stunden. Kurzfristig ist die Sonderreservierung für das Tier bei Condor möglich: Die Airline nimmt Anmeldungen bis acht Stunden vor Abflug entgegen.
Tierische Reisebegleiter kosten extra
Neben der Suche nach einem geeigneten Behältnis kommen zudem Extrakosten auf die Tierhalter zu: TUIfly berechnet pro Strecke und Tier eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro auf internationalen Flügen und 29,75 Euro innerhalb Deutschlands, wenn der tierische Passagier in der Kabine mitreist. Im Frachtraum werden 30 Euro (international) und 35,70 Euro (national) fällig. Bei Air Berlin kostet ein Tier in der Kabine pro Flugstrecke 20 Euro und in der Box im Frachtraum 30 Euro auf Kurz- und Mittelstrecken. Ab einer Flugstrecke von 3000 Meilen muss Herrchen 60 Euro zahlen. Aus dem Rahmen fällt das Preismodell der Lufthansa: Innerhalb der Freigepäckgrenze sind Tiere im Handgepäck auf innerdeutschen Flügen kostenfrei. Auf internationalen Flügen gilt die Gewichtsklausel: Der tierische Fluggast kostet sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum zehn Euro pro Kilogramm Gewicht - und dazu zählt auch der Transportbehälter. Die Kranichlinie bietet darüber hinaus einen tierfreundlichen Extra-Service: An den Check-in-Schaltern der Gesellschaft gibt es eine so genannte „Pet Box“ gratis.
Reisende mit Tieren sollten
zudem einige Ratschläge befolgen: „Gewöhnen Sie Ihr Tier
unbedingt rechtzeitig vor der Reise an die Box“, empfiehlt die
Hamburger Tierphysiotherapeutin Johanna Klepert. „Sie können ihm
dort sein Essen geben, seine Lieblingsdecke hineinlegen oder es
dort schlafen lassen.“ Juristische Details können die
Reisefreude zudem trüben, wenn Touristen sie nicht beachten: Ein
Tierpass ist Pflicht. Wer mit Hund oder Katze ins Ausland reisen
möchte, benötigt für die Vierbeiner das blaue EU-Dokument. Wegen
der strengen gesetzlichen Vorschriften ist es nicht möglich,
Tiere nach Großbritannien, Irland oder Schweden zu
transportieren", warnt TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs. „Für
Nagetiere gelten besondere Vorschriften und Reptilien aller Art
sind vom Transport ganz ausgeschlossen", ergänzt
Air-Berlin-Sprecherin Bernhardt. „Kranke oder verletzte Tiere
sowie Hunde und Katzen, die voraussichtlich während der
Beförderung gebären oder die vor weniger als 48 Stunden geworfen
haben, sind von der Beförderung ausgeschlossen“, erläutert
Condor-Sprecherin Nina Kreke.
http://www.welt.de/finanzen/nutzwert/article2974227/So-gehen-Sie-mit-Hund-und-Katze-auf-Flugreisen.html
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Stattdessen sollte der Halter den Hund leise rufen und langsam von der Eisfläche weggehen. Dabei sollte aber der Vierbeiner stets im Auge behalten werden. Wenn das Tier einbricht, sollte der Halter vor einer Rettungsaktion die eigene Gefährdung abwägen. Wenn das Eis stabil genug erscheint, könne sich der Halter flach aufs Eis legen und den Hund so zu bergen versuchen, sagt Umlauf. Die Pressesprecherin des Deutschen Feuerwehrverbands in Berlin Silvia Darmstädter rät dagegen, bei einem solchen Unfall immer die Feuerwehr zu alarmieren.
Um zu verhindern, dass Hunde überhaupt auf unsichere Eisflächen entwischen, sollten sie in der Nähe zugefrorener Gewässer nahe bei sich geführt werden, sagt Katrin Umlauf vom Tierschutzbund. Weniger gehorsame Tiere seien dort stets anzuleinen.
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Hunde sind "relativ kälteresistent", sagt Dr. Peter Kintzel (Kreis-Veterinäramt). Sofern der Halter die Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung einhalte, seien Hunde durch die Temperaturen nicht gefährdet. Bei Hunden, die dauerhaft draußen gehalten werden, gehört dazu unter anderem lange Leine oder großer Zwinger - für genügend Auslauf. "Zudem braucht der Hund eine Hütte mit wärmeisolierter Liegefläche und Öffnung, die gerade so groß ist, dass der Hund durchpasst", sagt Kintzel. Bei extremen Temperaturen sei ein Vorhang vor der Öffnung sinnvoll, damit der Hund die Hütte durch seine Körperwärme aufwärmen kann.
Schneegastritis ist eine Erkrankung bei Hunden, die speziell im Winter auftritt - wie auch Rachenentzündungen. Letztere kommt daher, dass der hechelnde Hund feinen Schneestaub inhaliert. Hinter ersterer versteckt sich eine Magenschleimhautentzündung, die Schnee fressende Hunde befallen kann.
Unterwolle ist das, was Hund und Katze jetzt zupass kommt. Gemeint ist eine Art Unterfell, das aus deutlich feinerem, dafür dichterem Haar besteht - Wärmeisolation pur. Wie sich Katzenhalter überhaupt auf die Empfindsamkeit ihrer Tiere verlassen können: "Katzen sind da sehr vernünftig", sagt Tierarzt Dr. Ulrich Göggerle (Meckenbeuren). Nur wenn sie im kalt-feuchten Raum eingesperrt seien, drohe winterliche Gefahr, "ansonsten regulieren sie das selber".
Windhunde haben es derzeit schwer: Wie alle kurzhaarigen Rassen leiden sie besonders unter der Kälte, zudem helfen ihnen keine Fettpolster. Besonders gefährdet sind Extremitäten. Wenn es denn Erfrierungen gibt (an Krusten zu erkennen), sollten diese Stellen langsam erwärmt werden, rät Ulrich Göggerle, da sonst das Gewebe Schaden nehmen kann. Wie seine Kollegin Dr. Karin Stechmann (ebenfalls Meckenbeuren) bestätigt, sind Erfrierungen äußerst selten: Selbst in Skandinavien kommen die Hunde gut drum herum.
Dem einen hilft "Frostschutz", dem anderen heftiges Zittern
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Aus dem Jahr 2008
Tiermedizin lässt Hunde fast unsterblich werden
Veterinärmedizin
Von Tinka Wolf 24. November 2008
Haustiere erreichen jetzt ein fast biblisches Alter. Schlechter sehen und
hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem Körbchen klettern – das
sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte Tiere sich plagen. Die
Veterinärmedizin kann inzwischen aber viel mehr tun als nur Pfötchen
verbinden.
Sheila wollte einfach nicht sterben. Die Mischlingshündin bewies in ihren
letzten Jahren einen unermüdlichen Lebenswillen. Mit etwa zwölf Jahren wäre
sie fast an einer vereiterten Gebärmutter gestorben, doch eine Operation
konnte sie retten. Mit vierzehn hatte sie eine Art Schlaganfall. Später
wurde sie ziemlich taub und beinahe blind, außerdem inkontinent und ganz
weiß um die Nase. Zum Schluss musste man sie zum Pinkeln vor die Tür tragen,
weil sie die Treppen nicht mehr schaffte. Schließlich entschloss ihr
Herrchen sich, das Tier zu erlösen - da war Sheila fast siebzehn Jahre alt.
Für einen Hund ihrer Größe ist das ein biblisches Alter: Etwa 120
Menschenjahre, grob umgerechnet. Doch Sheila liegt im Trend: Es sei
statistisch gut belegt, dass Haustiere immer älter werden, sagt Wilfried
Kraft, emeritierter Professor und ehemaliger Leiter der medizinischen
Kleintierklinik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat diesen
Trend dokumentiert: "1983 lag das Durchschnittsalter der Katzen, die bei uns
vorgestellt wurden, bei 3,8 Jahren", sagt der Tierarzt. "Im Jahr 1995 waren
es bereits 7,5 Jahre." Im Jahr 1967 sei nicht einmal ein Fünftel aller
Katzen und Hunde in der Klinik älter als zehn gewesen, dreißig Jahre später
bereits gut die Hälfte.
Wie der Mensch haben auch seine Haustiere die verlängerte Lebensspanne der
medizinischen Versorgung zu verdanken. Und wie beim Menschen bringt auch bei
den Tieren das lange Leben Probleme mit sich - denn auch wenn das Altern
selbst noch keine Krankheit ist, tauchen kleine und größere Beschwerden mit
den Jahren doch immer häufiger auf.
Schlechter sehen und hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem
Körbchen klettern - das sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte
Tiere sich plagen. Die Liste der schweren altersbedingten Krankheiten bei
Katz' und Hund ist lang und liest sich in weiten Teilen wie eine Liste für
alte Menschen: Diabetes, Arthrose, Fettleibigkeit, Krebs. Katzen leiden
außerdem oft unter Verdickungen der Herzwände, unter Nieren- oder
Blasenproblemen oder unter chronischen Erkrankungen der Atemwege, des
Verdauungsapparates oder der Mundhöhle. Bei Hunden gibt es häufig Lähmungen,
chronische Nierenprobleme, Erkrankungen der Geschlechtsorgane. Herzinfarkte
dagegen, verkalkte Gefäße oder Alzheimer plagen unsere vierbeinigen Freunde
nicht.
Zum Glück für die Haustiere und ihre Besitzer hat die Veterinärmedizin in
den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Chemotherapien,
Computertomographen, künstliche Hüftgelenke - all das hat längst Einzug in
die Tierarztpraxen gehalten. "Wir laufen im Gleichschritt der Humanmedizin
hinterher", sagt Ingo Nolte, Direktor der Kleintierklinik an der
Tierärztlichen Hochschule Hannover. Vieles, betont er, hätten Tiermediziner
aber auch selbst entwickeln müssen, weil die Methoden der Humanmedizin nicht
auf ihre tierischen Patienten übertragbar seien.
Bandscheiben- OP – keine Seltenheit
Die Möglichkeiten, ein Tier zu narkotisieren, sind inzwischen so weit
verfeinert, dass Tierärzte es zum Beispiel wagen, am offenen Brustkorb zu
operieren. Dadurch können sie viele Krebsgeschwüre entfernen, vor denen sie
vor wenigen Jahrzehnten noch kapituliert hätten. Auch Operationen an den
Bandscheiben sind keine Seltenheit. Und die Diagnosemöglichkeiten haben sich
entscheidend verbessert - nicht nur dank Computertomografie. Ingo Nolte
nennt ein einfaches Beispiel: "Nicht jeder dicke Hund frisst zu viel. Manche
haben auch einfach eine Schilddrüsen-Unterfunktion, die wir früher aber kaum
diagnostizieren konnten."
Inzwischen spielen auch Chemotherapien eine wichtige Rolle in der
Tiermedizin. "Schließlich sind Tumore bei Hunden und Katzen die häufigste
Todesursache", meint Nolte. Im Gegensatz zur Humanmedizin habe aber die
Veterinärmedizin nicht das erklärte Ziel, die Lebensdauer ihrer
Krebspatienten zu verlängern. Vielmehr wolle man die Lebensqualität der
Tiere verbessern. Den Tierärzten reicht es, den Tumor zu stoppen - deshalb
sind Chemotherapien für Hunde und Katzen niedriger dosiert als für Menschen:
"Das, was wir an Nebenwirkungen kennen - Erbrechen, Haarausfall und so
weiter - tritt bei Tieren nicht auf", sagt Nolte.
Bessere Versorgung – hoher Preis
Gute medizinische Versorgung hat einen hohen Preis: Die Behandlung ihrer
vierbeinigen Lieblinge kostet Haustierbesitzer heute deutlich mehr als
früher. "Aber die Bereitschaft steigt auch, das zu bezahlen", sagt Ingo
Nolte. Ältere Tiere leben schließlich sehr lange in ihrer jeweiligen
Familie, und ihre Besitzer hängen sehr an ihnen. Und so wird eine Spirale in
Gang gesetzt, die der Mensch aus eigener Erfahrung kennt: Die Tiere werden
dank guter Versorgung immer älter, woraufhin sie neue Krankheiten
entwickeln, die aber immer besser behandelt werden können, sodass die Tiere
noch älter werden und wieder neue Krankheiten entwickeln.
Doch wann gilt ein Tier überhaupt als "alt"? Die Angaben schwanken bei
Hunden um eine Altersgrenze von sechs bis neun Jahren, bei Katzen von acht
bis zehn. Wilfried Kraft will die Definition für "alt" lieber etwas weiter
fassen: "Ein Tier ist alt, wenn es multimorbide wird", sagt er - also, wenn
es immer mehr Beschwerden anhäuft. Nach den Erfahrungen des Tiermediziners
ist das bei Hunden mit sechs bis neun Jahren der Fall, bei Katzen erst ab
ungefähr elf Jahren.
Je größer der Hund, desto kurzlebiger
Tatsächlich werden Katzen in der Regel älter als Hunde und können unter
Umständen mehr als 20 Jahre erreichen. Hunde knacken diese Altersgrenze eher
selten. Bei ihnen ist die Lebensdauer stark von ihrer Größe abhängig: Je
größer der Hund, desto früher stirbt er. Warum das so ist, ist bis heute
nicht ganz klar. "Die Größe beeinflusst die Widerstandsfähigkeit des
Hundes", sagt Kraft. "Das hat mit den Wachstumshormonen zu tun", sagt Nolte.
Genauer erklären kann das Phänomen keiner.
Weil die verschiedenen Hunderassen aber eine sehr weite Spanne von
Körpergrößen und -formen umfassen, gibt es bei ihnen auch deutliche
Unterschiede in der Lebensspanne. Während der eine Hund womöglich mit zehn
Jahren in der Blüte seiner Jahre steht, kann der andere in diesem Alter
bereits sehr alt sein. Die ganz großen Rassen, wie Doggen und Bernhardiner,
werden nur sehr selten viel mehr als zehn Jahre alt.
Manche Katzenrasse ist robuster
Bei Katzen sind die Unterschiede in der Lebensspanne nicht so gravierend:
Ihre Besitzer können auf gute 15 Jahre Zweisamkeit mit dem Hausgenossen
hoffen. Ingo Nolte und Wilfried Kraft sind sich allerdings einig, dass
manche Rassen robuster sind als andere. Perserkatzen gehören nicht dazu, sie
sterben im Schnitt ein wenig früher. Dafür sind Siamkatzen und andere
Orientalen für ihre Zähigkeit bekannt: Sie werden von allen Rassen am
ältesten.
Wenn es einmal so weit ist und das Haustier Alterserscheinungen zeigt,
empfehlen Tierärzte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen - zwei Mal im Jahr -
und außerdem ein gutes Seniorenfutter. Wilfried Kraft weist auch darauf hin,
dass man auch mit älteren Hunden ruhig viel spazieren gehen sollte, um sie
fit zu halten. Davon abgesehen, sind alte Tiere wie alte Menschen: Sie
werden gelegentlich etwas schrullig, schusselig oder gar starrsinnig. "Dann
kommt es zum Beispiel vor, dass ein Hund unmotiviert vor der Tür vor sich
hin bellt oder beim Gassi gehen das Pinkeln vergisst und das dann drinnen
nachholt", sagt Kraft.
Sheilas Besitzerin hat all das mit ihrer Hündin erlebt. "Alte Hunde sind
ausgesprochen zäh", sagt sie im Rückblick. "Sie stinken und brechen und sind
inkontinent. Aber man liebt sie trotzdem!"
24.11.2008
http://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article2772105/Tiermedizin-laesst-Hunde-fast-unsterblich-werden.html
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Verbreitung von Giardien nimmt zu
Tierärzte registrieren mit Besorgnis das vermehrte
Auftreten von Giardien
Quelle:
Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz mit weiteren
Berichten
Hamburg, 07.07.2008 – Tierärzte registrieren mit
Besorgnis das vermehrte Auftreten von Giardien. Die
hauptsächlich im Mittelmeerraum diagnostizierten
Darmparasiten treten immer häufiger auch in unseren Regionen
auf, oft eingeführt durch mitgebrachte Tiere. Fachleute
schätzen, dass mittlerweile jeder vierte Hund in Deutschland
infiziert ist.
Giardien sind einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm von
Hunden und Katzen einnisten, wo sie sich rasant vermehren.
Die Darmparasiten sind Erreger der Giardiose, einer
ernstzunehmenden Erkrankung, die vor allem Welpen und
Jungtiere gefährdet und zu gravierenden
Entwicklungsstörungen führen kann. „Giardien schädigen die
Dünndarmschleimhaut und verursachen scheinbar unbehandelbare
Durchfälle“, erklärt Martina Schnell, Heimtier-Referentin
von VIER PFOTEN. Durch den Kot gelangen sie ins Freie und
können hier monatelang überleben – bis sie vom nächsten Tier
aufgenommen und auf diese Weise weiter verbreitet werden.
Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Erwachsene
Tiere mit intaktem Immunsystem beherbergen Giardien oft ohne
erkennbare Krankheitssymptome und können auf diese Weise ihre
Umgebung unbemerkt infizieren. Besonders auf den begrenzten
Freilaufflächen für Hunde konzentrieren sich die gefährlichen
Parasiten.
Bei hartnäckigen Durchfällen sollte umgehend der Tierarzt
aufgesucht werden. Er kann den Parasitenbefall mit einer Reihe
von Kot-Untersuchungen feststellen und die Infektion mit
speziellen Medikamenten behandeln. Auf Grund der
Ansteckungsgefahr sollten alle weiteren Bewohner des Haushalts
auf Giardienbefall untersucht werden.
Wer sein Tier schützen will, dem rät VIER PFOTEN zu konsequenten
Hygienemaßnahmen. Martina Schnell empfiehlt: „Sie sollten
regelmäßig Hunde- und Katzenspielzeug sowie alle Futter- und
Wasserschüsseln heiß auswaschen und vor allem gut und gründlich
austrocknen. Auch Zwinger und Ausläufe sind möglichst trocken zu
legen.“ Bei Hunden ist besonders darauf zu achten, dass das Tier
unterwegs keinen Kot aufnimmt.
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