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Laufend
Interessantes und Ratschläge rund um den Hund 15.06.09
Hunde kennen keine Schuldgefühle
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TASSO-Newsletter
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Hunde allein im Auto: |
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Man hört sie zum Anfang eines jeden Sommers immer wieder aufs Neue - die Horrormeldungen von im Auto eingeschlossenen und dann bei Hitze qualvoll umgekommenen Hunden wie erst jüngst wieder ein Fall im Europapark zeigte. Ein Mann hat seine 3 Hunde den ganzen Tag im verschlossenen Auto zurückgelassen, die man später tot und zusammengekrümmt fand. „Wann wird auch der letzte Tierhalter endlich verstehen, dass ein Hund die Wärme nicht wie wir Menschen durch Schwitzen ausgleichen kann!“, so Dennis Schiffer von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Ab zirka 20 Grad Celsius Außentemperatur reichen schon wenige Minuten in einem verschlossenen Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen, da sich das Auto auf bis zu 50 Grad Celsius aufheizt. Hunde und Katzen schwitzen nicht. Sie regulieren den Wärmeaustausch durch Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an, die Tiere kochen im wahrsten Sinne des Wortes innerlich. Zellen und Organe gehen kaputt. Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen. Erste Anzeichen dieser Überhitzung: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann. Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen? · Verständigen Sie sofort die Polizei · Helfen Sie umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss. |
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Ein Tierarzt
berichtet zur Gefahr durch Gülle
(
Gefahrenbericht siehe unten )
Die Gefahr für Hunde an Botulismus durch die Aufnahme von güllegedüngtem Gras zu erkranken ist sehr gering! Es treten nur sehr selten derartige Vergiftungen bei Hunden auf, diese sind dann fast immer auf den Kontakt zu toten Wasservögeln, oder auf kontaminiertes Futter zurückzuführen. Ich habe in meiner über 20-jährigen tierärztlichen Tätigkeit, in Kliniken und in eigener Praxis, noch keinen Hund mit nachgewiesenem Botulismus gesehen.
Das Gift, welches diese Bakterien (Chlostridium botulinum) bilden, entsteht nur unter Luftabschluss (anaerob) bei Wärme, daher sind stehende, überdüngte Gewässer in heißen Sommern die Hauptgefahrenquelle für Wassergeflügel und Hunde, die mit toten Wasservögeln in Berührung kommen.
Das sich in Gülle Botulinusgifte bilden ist sicherlich nicht völlig auszuschließen, aber die Gefahr ist um ein Vielfaches geringer als bei verdorbener Silage, an der Wiederkäuer wie Rinder und Schafe sterben können; und natürlich auch Hunde, sofern sie etwas von dieser Silage fressen.
Ich sehe daher die Gefährdung unserer Hunde, die von gedüngten Feldern ausgeht als sehr gering an. Außerdem ist ja aufgrund der derzeitigen Anleinpflicht, ein Rumtollen auf den Feldern für unsere Hunde im Moment ja stark eingeschränkt...
Zu dem Beitrag über die homöophatischen Lobhudeleien möchte ich mich lieber enthalten, nur so viel: es wäre schon etwas Wunderbares, wenn man gegen eines der stärksten Gifte, die wir auf Erden kennen, nur ab und zu ein paar richtige Kügelchen nehmen müsste. Außerdem ist der Satz: "Sie hätten nicht eingeschläfert werden müssen, wenn sie homöopatisch behandelt worden wären!"
nicht dazu geeignet den Graben zwischen Schulmedizin und Homöopathie, welche sich meiner Meinung nach oft sehr gut ergänzen könnten, schmaler zu machen.
Ich würde Ihnen daher empfehlen, diesen "Bericht" nicht auf der Homepage zu belassen. Es sei denn, Sie kennen die Dame und sind von ihrer Seriosität überzeugt. Mir ist es mehr als nur eine Spur zu dick aufgetragen und zu sehr schwarz-weiß gemalt.
Tierarzt Stefan Augsburg, Meckelfeld
02.05.09
Gefahr durch Gülle?
Dies hab ich aus einem Forum mit der Bitte um Weiterleitung:
Wir mussten Freitag letzter Woche unseren Shadow in die Tierklinik bringen
weil er nicht mehr richtig laufen konnte. Zunächst sah alles so aus als ob
er sich entweder einen Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall zugezogen
hätte als er beim Treppenlaufen gestolpert ist.
Einen Tag später waren die Beschwerden so schlimm das er selbst mit Hilfe
nicht mehr stehen oder gar laufen konnte. Seit Samstag ist er deshalb
stationär in der Tierklinik. Da die Beschwerden nicht richtig zu den
Untersuchungsergebnissen passten wurde dann anstatt ein Bandscheibenvorfall
eine Nervenwurzelentzündung vermutet und behandelt.
Am Montag traten bei Ruby plötzlich genau die gleichen Symptome auf und auch
sie konnte innerhalb eines 1/2 Tages nicht mehr selbstständig stehen oder
laufen.
Ruby liegt nun ebenfalls in der Tierklinik und die weiteren Untersuchungen
lassen eigentlich keine andere Diagnose als Botulismus zu.
Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung mit einem der giftigsten
Stoffe die es gibt. Dieses Gift kann sich in Tierkadavern (toten Vögeln oder
Mäusen) bilden, kommt sehr oft in Silagen vor und kann auch in Gülle
enthalten sein. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Nervengift, das die
Verbindung zwischen Nerven und der Muskulatur unterbricht.
Das ist vermutlich bei uns die Quelle der Vergiftung. In den letzten 2
Wochen wurden bei uns immer wieder Felder und Wiesen mit Gülle besprüht. Wir
haben zwar immer versucht die Hunde davor fern zu halten aber du weißt ja
selber das das nicht klappt. Wir haben uns bis jetzt aber auch nicht
wirklich Sorgen um die Gesundheit gemacht.
Ich will jetzt keine Panik verbreiten doch bitte warne alle Hundebesitzer
die du kennst vor den Gefahren die eine solche Wiese haben kann. Such
einfach mal im Internet nach Botulismus da wirst du einiges finden.
Gegen das Gift gibt es kein Gegengift oder ein Medikament mit der es
unschädlich gemacht werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig als zu
warten bis der Körper das Gift selbstständig wieder abgebaut hat. Dies kann
je nach Giftmenge die aufgenommen wurde Tage, Wochen oder sogar Monate
dauern.
Sollte sich das Gift Nervenbahnen erreichen die zum Herz, zur Lunge oder
sonstigen lebenswichtigen Organen führen gibt es keine Hoffnung mehr. Doch
selbst wenn dieser Fall nicht eintrifft, kann es sein das neurologische
Schäden entstehen die nicht mehr behoben werden können.
Bei unseren beiden ist der aktuelle Stand das Shadow kaum noch ansprechbar
ist, er hat vergangene Nacht über 40 Fieber gehabt und kann sich
selbstständig nicht einmal mehr anders hinlegen.
Ruby geht es im Moment noch etwas besser wobei keiner weiß ob sie den
Verlauf nur mit 2 Tagen unterschied durchmacht oder ob sie Glück hatte und
sich nicht ganz so stark vergiftet hat. Doch auch sie ist quasi ab dem Hals
gelähmt. Sie kann zwar die Gliedmassen bewegen doch sie hat kein bisschen
Kraft mehr in den Beinen. Das schlimmste an dieser Sache ist das sie im Kopf
noch voll da ist und dich mit großen Augen um Hilfe anfleht.
Die Heilungsaussichten sind zumindest für Shadow im Moment eher schlecht und
wir müssen wohl Ende der Woche eine Entscheidung treffen, sofern sich sein
Zustand nicht bis dahin gebessert hat. Sollte sich Rubys Zustand heute oder
morgen ebenfalls noch verschlechtern, so werde ich sie vermutlich ebenfalls
noch diese Woche erlösen um ihr das Schlimmste zu
ersparen.
Ich weiß von einem Schäfer, der hat an einem Tag (!!)
mehrere Dutzend Schafe verloren daran.
Ursache waren tote Mäuse in der Silage, er hatte wohl beim Mähen
mehrere Mäuse mit "erwischt" gehabt die dann mit eingewickelt wurden in den
Rundballen und durch Verwesung wurde "Clostridium Botulinum" gebildet, mit
letalem Ausgang...
Anmerkung
von mir:
Inzwischen mussten beide Hunde eingeschläfert werden.
28.02.2009
Ab Anfang März droht wieder Zecken-Gefahr: Auch Hunde
schützen
(dpa) 27.02.2009
Bonn. Wer sich viel im Freien
aufhält, sollte sich ab Anfang März wieder vor Zecken schützen.
Steigen die Temperaturen auf mehr als zehn Grad, werden die
Spinnentiere aktiv und haben Appetit auf Blut.
Darauf weist der Deutsche Jagdschutzverband in Bonn hin. Besonders
gefährdet seien Naturliebhaber, Jäger und Landwirte. Sie sollten
stets langärmelige Oberteile, lange Hosen und feste Schuhe tragen.
Dies sei der beste Schutz gegen die vier Millimeter großen Tiere,
die die Infektionskrankheit Borreliose und die Hirnhautentzündung
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beim Blutsaugen übertragen
können.
Zusätzlich sollte nach jedem langen Aufenthalt in der Natur der
Körper nach Zecken abgesucht werden. Sitzen bereits Parasiten in der
Haut fest, lassen sich diese am besten mit einer Zeckenkarte oder
-zange entfernen. Vom Einsatz von Klebstoff, Ölen oder Alkohol rät
der Verband ab. Entzündet sich der Zeckenbiss, muss unbedingt ein
Arzt aufgesucht werden.
Auch Hunde können vor Zeckenbissen geschützt werden. Spezielle
Präparate wehren nicht nur die Insekten ab, sondern töten den
Angaben zufolge auch Erreger ab. Auf das Fell aufgetragen sind die
Präparate, die auch die Zeckenart Holzbock abschrecken, vier bis
sechs Wochen wirksam.
http://www.an-online.de/news/gesundheit-detail-an/823292?_link=
19.01.2009

Wir danken der Hunde- Lobby e.V. Hamburg für diesen Bericht
18.01.09
Tiere im UrlaubSo gehen Sie mit Hund und Katze auf Flugreisen9. Januar 2009, 12:22 Uhr Hunde und Katzen gehören zur Familie wie die Kinder – doch was tun, wenn es in den Urlaub geht? Auf Flugreisen zu verzichten, ist eine Möglichkeit. Doch Tiere sind an Bord von deutschen Fluggesellschaften meist willkommen – doch für Hund und Herrchen gelten zahlreiche Reisebestimmungen.
Was dem einen die
Kinderkarre ist dem anderen die Tier-Transportbox: Immer mehr
Menschen nehmen ihre treuen Vierbeiner mit in den Urlaub und
manchmal zwitschert es sogar aus den Transportkästen, die
täglich in die Frachträume der Flugzeuge geladen werden. 75.446
Tiere sind im vergangenen Jahr mit der Air Berlin-Gruppe
geflogen, TUIfly hat im selben Jahr rund 22.000 Tiere befördert.
Wohl nicht umsonst steht auf der Homepage von TUIfly: „Hunde und
Katzen sind an Bord unserer Maschinen gern gesehen.“ Doch damit
dem auch tatsächlich so ist, müssen die Besitzer von Bello und
Mimi einige Regeln für die Beförderung von Tieren beachten.
Schwergewichte nicht ins Körbchen
Billigflug-Mitbewerber Germanwings bietet ebenfalls einen Transportservice für Tiere an - schwere Exemplare müssen jedoch zu Hause bleiben: „Hunde und Katzen, die inklusive des Transportbehälters mehr als 8 kg wiegen, können von uns leider nicht befördert werden", heißt es auf der Germanwings-Homepage. Damit die tierische Reisebegleitung überhaupt eine Chance hat, ins Flugzeug zu gelangen, müssen die Vierbeiner bei allen Fluggesellschaften vorher angemeldet werden. Bei Air Berlin ist dies bis 48 Stunden vor Abflug möglich, die Lufthansa fordert eine Voranmeldung von mindestens 24 Stunden. Kurzfristig ist die Sonderreservierung für das Tier bei Condor möglich: Die Airline nimmt Anmeldungen bis acht Stunden vor Abflug entgegen.
Tierische Reisebegleiter kosten extraNeben der Suche nach einem geeigneten Behältnis kommen zudem Extrakosten auf die Tierhalter zu: TUIfly berechnet pro Strecke und Tier eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro auf internationalen Flügen und 29,75 Euro innerhalb Deutschlands, wenn der tierische Passagier in der Kabine mitreist. Im Frachtraum werden 30 Euro (international) und 35,70 Euro (national) fällig. Bei Air Berlin kostet ein Tier in der Kabine pro Flugstrecke 20 Euro und in der Box im Frachtraum 30 Euro auf Kurz- und Mittelstrecken. Ab einer Flugstrecke von 3000 Meilen muss Herrchen 60 Euro zahlen. Aus dem Rahmen fällt das Preismodell der Lufthansa: Innerhalb der Freigepäckgrenze sind Tiere im Handgepäck auf innerdeutschen Flügen kostenfrei. Auf internationalen Flügen gilt die Gewichtsklausel: Der tierische Fluggast kostet sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum zehn Euro pro Kilogramm Gewicht - und dazu zählt auch der Transportbehälter. Die Kranichlinie bietet darüber hinaus einen tierfreundlichen Extra-Service: An den Check-in-Schaltern der Gesellschaft gibt es eine so genannte „Pet Box“ gratis.
Hunde und Katzen sollten vorbereitet werden
Reisende mit Tieren
sollten zudem einige Ratschläge befolgen: „Gewöhnen Sie Ihr Tier
unbedingt rechtzeitig vor der Reise an die Box“, empfiehlt die
Hamburger Tierphysiotherapeutin Johanna Klepert. „Sie können ihm
dort sein Essen geben, seine Lieblingsdecke hineinlegen oder es
dort schlafen lassen.“ Juristische Details können die
Reisefreude zudem trüben, wenn Touristen sie nicht beachten: Ein
Tierpass ist Pflicht. Wer mit Hund oder Katze ins Ausland reisen
möchte, benötigt für die Vierbeiner das blaue EU-Dokument. Wegen
der strengen gesetzlichen Vorschriften ist es nicht möglich,
Tiere nach Großbritannien, Irland oder Schweden zu
transportieren", warnt TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs. „Für
Nagetiere gelten besondere Vorschriften und Reptilien aller Art
sind vom Transport ganz ausgeschlossen", ergänzt
Air-Berlin-Sprecherin Bernhardt. „Kranke oder verletzte Tiere
sowie Hunde und Katzen, die voraussichtlich während der
Beförderung gebären oder die vor weniger als 48 Stunden geworfen
haben, sind von der Beförderung ausgeschlossen“, erläutert
Condor-Sprecherin Nina Kreke. |
Aufs Eis entwischtem Hund nicht folgenBonn/Berlin (dpa/tmn) - Wenn ihr Hund auf eine unsichere Eisfläche gelaufen ist, sollten Halter vor allem Ruhe bewahren. Am schlechtesten sei, dem Tier in Panik hinterherzulaufen, sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.Stattdessen sollte der Halter den Hund leise rufen und langsam von der Eisfläche weggehen. Dabei sollte aber der Vierbeiner stets im Auge behalten werden. Wenn das Tier einbricht, sollte der Halter vor einer Rettungsaktion die eigene Gefährdung abwägen. Wenn das Eis stabil genug erscheint, könne sich der Halter flach aufs Eis legen und den Hund so zu bergen versuchen, sagt Umlauf. Die Pressesprecherin des Deutschen Feuerwehrverbands in Berlin Silvia Darmstädter rät dagegen, bei einem solchen Unfall immer die Feuerwehr zu alarmieren. Um zu verhindern, dass Hunde überhaupt auf unsichere Eisflächen entwischen, sollten sie in der Nähe zugefrorener Gewässer nahe bei sich geführt werden, sagt Katrin Umlauf vom Tierschutzbund. Weniger gehorsame Tiere seien dort stets anzuleinen.
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Hunde sind "relativ kälteresistent", sagt Dr. Peter Kintzel (Kreis-Veterinäramt). Sofern der Halter die Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung einhalte, seien Hunde durch die Temperaturen nicht gefährdet. Bei Hunden, die dauerhaft draußen gehalten werden, gehört dazu unter anderem lange Leine oder großer Zwinger - für genügend Auslauf. "Zudem braucht der Hund eine Hütte mit wärmeisolierter Liegefläche und Öffnung, die gerade so groß ist, dass der Hund durchpasst", sagt Kintzel. Bei extremen Temperaturen sei ein Vorhang vor der Öffnung sinnvoll, damit der Hund die Hütte durch seine Körperwärme aufwärmen kann.
Schneegastritis ist eine Erkrankung bei Hunden, die speziell im Winter auftritt - wie auch Rachenentzündungen. Letztere kommt daher, dass der hechelnde Hund feinen Schneestaub inhaliert. Hinter ersterer versteckt sich eine Magenschleimhautentzündung, die Schnee fressende Hunde befallen kann.
Unterwolle ist das, was Hund und Katze jetzt zupass kommt. Gemeint ist eine Art Unterfell, das aus deutlich feinerem, dafür dichterem Haar besteht - Wärmeisolation pur. Wie sich Katzenhalter überhaupt auf die Empfindsamkeit ihrer Tiere verlassen können: "Katzen sind da sehr vernünftig", sagt Tierarzt Dr. Ulrich Göggerle (Meckenbeuren). Nur wenn sie im kalt-feuchten Raum eingesperrt seien, drohe winterliche Gefahr, "ansonsten regulieren sie das selber". Windhunde haben es derzeit schwer: Wie alle kurzhaarigen Rassen leiden sie besonders unter der Kälte, zudem helfen ihnen keine Fettpolster. Besonders gefährdet sind Extremitäten. Wenn es denn Erfrierungen gibt (an Krusten zu erkennen), sollten diese Stellen langsam erwärmt werden, rät Ulrich Göggerle, da sonst das Gewebe Schaden nehmen kann. Wie seine Kollegin Dr. Karin Stechmann (ebenfalls Meckenbeuren) bestätigt, sind Erfrierungen äußerst selten: Selbst in Skandinavien kommen die Hunde gut drum herum. Dem einen hilft "Frostschutz", dem anderen heftiges Zittern
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Ordnungsamt: Leinenzwang für Hunde beachtenBarmstedt - Hunde sind in der Öffentlichkeit in bestimmten Fällen anzuleinen. Darauf macht das Ordnungsamt in Barmstedt die Hundehalter aufmerksam. So müssten diese ihre Viereiner beim Spaziergang im Wald und freiem Feld anleinen, um die dort lebenden Tiere zu schützen. Diese Regelung diene auch der Sicherheit des Hundes, da sonst ein Jäger ihn als wilderndes Tier ansehen und auf ihn schießen könnte. Darüber hinaus gelte die Pflicht zum Anleinen der Hunde bei Versammlungen und Volksfesten, in Gaststätten, Einkaufszentren und Fußgängerzonen, in öffentlich zugänglichen Grün- und Parkanlagen, in Treppenhäusern und Fluren von Mehrfamilienhäusern, auf Friedhöfen, Märkten und Sportplätzen sowie in Bahnen und Bussen und Naturschutzgebieten. Hundehalter seien aber auch verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu beseitigen, so Stadtsprecher Hinnerk Goos. In Barmstedt gebe es dafür eigens Hundekot-Behälter am neuen Weg, Auf der Ohe, am Ostufer, an der Schlickumbrücke, an der Schleuse, im Park und an der Moltkestraße. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, riskiere ein Bußgeld. bf
erschienen am 13. Januar 2009 |
Tiermedizin lässt Hunde fast unsterblich werden
Veterinärmedizin
Von Tinka Wolf 24. November 2008
Haustiere erreichen jetzt ein fast biblisches Alter. Schlechter sehen und
hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem Körbchen klettern – das
sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte Tiere sich plagen. Die
Veterinärmedizin kann inzwischen aber viel mehr tun als nur Pfötchen
verbinden.
Sheila wollte einfach nicht sterben. Die Mischlingshündin bewies in ihren
letzten Jahren einen unermüdlichen Lebenswillen. Mit etwa zwölf Jahren wäre
sie fast an einer vereiterten Gebärmutter gestorben, doch eine Operation
konnte sie retten. Mit vierzehn hatte sie eine Art Schlaganfall. Später
wurde sie ziemlich taub und beinahe blind, außerdem inkontinent und ganz
weiß um die Nase. Zum Schluss musste man sie zum Pinkeln vor die Tür tragen,
weil sie die Treppen nicht mehr schaffte. Schließlich entschloss ihr
Herrchen sich, das Tier zu erlösen - da war Sheila fast siebzehn Jahre alt.
Für einen Hund ihrer Größe ist das ein biblisches Alter: Etwa 120
Menschenjahre, grob umgerechnet. Doch Sheila liegt im Trend: Es sei
statistisch gut belegt, dass Haustiere immer älter werden, sagt Wilfried
Kraft, emeritierter Professor und ehemaliger Leiter der medizinischen
Kleintierklinik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat diesen
Trend dokumentiert: "1983 lag das Durchschnittsalter der Katzen, die bei uns
vorgestellt wurden, bei 3,8 Jahren", sagt der Tierarzt. "Im Jahr 1995 waren
es bereits 7,5 Jahre." Im Jahr 1967 sei nicht einmal ein Fünftel aller
Katzen und Hunde in der Klinik älter als zehn gewesen, dreißig Jahre später
bereits gut die Hälfte.
Wie der Mensch haben auch seine Haustiere die verlängerte Lebensspanne der
medizinischen Versorgung zu verdanken. Und wie beim Menschen bringt auch bei
den Tieren das lange Leben Probleme mit sich - denn auch wenn das Altern
selbst noch keine Krankheit ist, tauchen kleine und größere Beschwerden mit
den Jahren doch immer häufiger auf.
Schlechter sehen und hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem
Körbchen klettern - das sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte
Tiere sich plagen. Die Liste der schweren altersbedingten Krankheiten bei
Katz' und Hund ist lang und liest sich in weiten Teilen wie eine Liste für
alte Menschen: Diabetes, Arthrose, Fettleibigkeit, Krebs. Katzen leiden
außerdem oft unter Verdickungen der Herzwände, unter Nieren- oder
Blasenproblemen oder unter chronischen Erkrankungen der Atemwege, des
Verdauungsapparates oder der Mundhöhle. Bei Hunden gibt es häufig Lähmungen,
chronische Nierenprobleme, Erkrankungen der Geschlechtsorgane. Herzinfarkte
dagegen, verkalkte Gefäße oder Alzheimer plagen unsere vierbeinigen Freunde
nicht.
Zum Glück für die Haustiere und ihre Besitzer hat die Veterinärmedizin in
den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Chemotherapien,
Computertomographen, künstliche Hüftgelenke - all das hat längst Einzug in
die Tierarztpraxen gehalten. "Wir laufen im Gleichschritt der Humanmedizin
hinterher", sagt Ingo Nolte, Direktor der Kleintierklinik an der
Tierärztlichen Hochschule Hannover. Vieles, betont er, hätten Tiermediziner
aber auch selbst entwickeln müssen, weil die Methoden der Humanmedizin nicht
auf ihre tierischen Patienten übertragbar seien.
Bandscheiben- OP – keine Seltenheit
Die Möglichkeiten, ein Tier zu narkotisieren, sind inzwischen so weit
verfeinert, dass Tierärzte es zum Beispiel wagen, am offenen Brustkorb zu
operieren. Dadurch können sie viele Krebsgeschwüre entfernen, vor denen sie
vor wenigen Jahrzehnten noch kapituliert hätten. Auch Operationen an den
Bandscheiben sind keine Seltenheit. Und die Diagnosemöglichkeiten haben sich
entscheidend verbessert - nicht nur dank Computertomografie. Ingo Nolte
nennt ein einfaches Beispiel: "Nicht jeder dicke Hund frisst zu viel. Manche
haben auch einfach eine Schilddrüsen-Unterfunktion, die wir früher aber kaum
diagnostizieren konnten."
Inzwischen spielen auch Chemotherapien eine wichtige Rolle in der
Tiermedizin. "Schließlich sind Tumore bei Hunden und Katzen die häufigste
Todesursache", meint Nolte. Im Gegensatz zur Humanmedizin habe aber die
Veterinärmedizin nicht das erklärte Ziel, die Lebensdauer ihrer
Krebspatienten zu verlängern. Vielmehr wolle man die Lebensqualität der
Tiere verbessern. Den Tierärzten reicht es, den Tumor zu stoppen - deshalb
sind Chemotherapien für Hunde und Katzen niedriger dosiert als für Menschen:
"Das, was wir an Nebenwirkungen kennen - Erbrechen, Haarausfall und so
weiter - tritt bei Tieren nicht auf", sagt Nolte.
Bessere Versorgung – hoher Preis
Gute medizinische Versorgung hat einen hohen Preis: Die Behandlung ihrer
vierbeinigen Lieblinge kostet Haustierbesitzer heute deutlich mehr als
früher. "Aber die Bereitschaft steigt auch, das zu bezahlen", sagt Ingo
Nolte. Ältere Tiere leben schließlich sehr lange in ihrer jeweiligen
Familie, und ihre Besitzer hängen sehr an ihnen. Und so wird eine Spirale in
Gang gesetzt, die der Mensch aus eigener Erfahrung kennt: Die Tiere werden
dank guter Versorgung immer älter, woraufhin sie neue Krankheiten
entwickeln, die aber immer besser behandelt werden können, sodass die Tiere
noch älter werden und wieder neue Krankheiten entwickeln.
Doch wann gilt ein Tier überhaupt als "alt"? Die Angaben schwanken bei
Hunden um eine Altersgrenze von sechs bis neun Jahren, bei Katzen von acht
bis zehn. Wilfried Kraft will die Definition für "alt" lieber etwas weiter
fassen: "Ein Tier ist alt, wenn es multimorbide wird", sagt er - also, wenn
es immer mehr Beschwerden anhäuft. Nach den Erfahrungen des Tiermediziners
ist das bei Hunden mit sechs bis neun Jahren der Fall, bei Katzen erst ab
ungefähr elf Jahren.
Je größer der Hund, desto kurzlebiger
Tatsächlich werden Katzen in der Regel älter als Hunde und können unter
Umständen mehr als 20 Jahre erreichen. Hunde knacken diese Altersgrenze eher
selten. Bei ihnen ist die Lebensdauer stark von ihrer Größe abhängig: Je
größer der Hund, desto früher stirbt er. Warum das so ist, ist bis heute
nicht ganz klar. "Die Größe beeinflusst die Widerstandsfähigkeit des
Hundes", sagt Kraft. "Das hat mit den Wachstumshormonen zu tun", sagt Nolte.
Genauer erklären kann das Phänomen keiner.
Weil die verschiedenen Hunderassen aber eine sehr weite Spanne von
Körpergrößen und -formen umfassen, gibt es bei ihnen auch deutliche
Unterschiede in der Lebensspanne. Während der eine Hund womöglich mit zehn
Jahren in der Blüte seiner Jahre steht, kann der andere in diesem Alter
bereits sehr alt sein. Die ganz großen Rassen, wie Doggen und Bernhardiner,
werden nur sehr selten viel mehr als zehn Jahre alt.
Manche Katzenrasse ist robuster
Bei Katzen sind die Unterschiede in der Lebensspanne nicht so gravierend:
Ihre Besitzer können auf gute 15 Jahre Zweisamkeit mit dem Hausgenossen
hoffen. Ingo Nolte und Wilfried Kraft sind sich allerdings einig, dass
manche Rassen robuster sind als andere. Perserkatzen gehören nicht dazu, sie
sterben im Schnitt ein wenig früher. Dafür sind Siamkatzen und andere
Orientalen für ihre Zähigkeit bekannt: Sie werden von allen Rassen am
ältesten.
Wenn es einmal so weit ist und das Haustier Alterserscheinungen zeigt,
empfehlen Tierärzte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen - zwei Mal im Jahr -
und außerdem ein gutes Seniorenfutter. Wilfried Kraft weist auch darauf hin,
dass man auch mit älteren Hunden ruhig viel spazieren gehen sollte, um sie
fit zu halten. Davon abgesehen, sind alte Tiere wie alte Menschen: Sie
werden gelegentlich etwas schrullig, schusselig oder gar starrsinnig. "Dann
kommt es zum Beispiel vor, dass ein Hund unmotiviert vor der Tür vor sich
hin bellt oder beim Gassi gehen das Pinkeln vergisst und das dann drinnen
nachholt", sagt Kraft.
Sheilas Besitzerin hat all das mit ihrer Hündin erlebt. "Alte Hunde sind
ausgesprochen zäh", sagt sie im Rückblick. "Sie stinken und brechen und sind
inkontinent. Aber man liebt sie trotzdem!"
24.11.2008
http://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article2772105/Tiermedizin-laesst-Hunde-fast-unsterblich-werden.html
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Verbreitung von Giardien nimmt zu
Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Erwachsene
Tiere mit intaktem Immunsystem beherbergen Giardien oft ohne
erkennbare Krankheitssymptome und können auf diese Weise ihre
Umgebung unbemerkt infizieren. Besonders auf den begrenzten
Freilaufflächen für Hunde konzentrieren sich die gefährlichen
Parasiten.
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