Laufend Interessantes und Ratschläge rund um den Hund
und andere Tiere
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15.06.09

Hunde kennen keine Schuldgefühle

Montag, 15. Juni 2009 um 11:21 Uhr von Johannes Pernsteiner

(pte/15.06.2009/12:20) - Es gibt keinen "schuldigen Hundeblick", der Hundebesitzer darüber informiert, ob ihr Vierbeiner tatsächlich etwas angestellt hat oder nicht. Das unterwürfige Verhalten des Hundes ist vielmehr dessen Reaktion auf die aggressive Körpersprache des Besitzers, berichtet die Verhaltensforscherin Alexandra Horowitz vom New Yorker Barnard College http://www.barnard.edu im Journal Behavioural Processes. Die Neigung, oberflächliches Verhalten eines Tieres mit menschlichen Haltungen zu beschreiben, wird als Anthropomorphismus bezeichnet. So glauben Menschen fälschlicherweise, bei Tieren höherstehende Emotionen wie Schuld oder Reue zu entdecken. "Dass Hunde ein schlechtes Gewissen hätten, entspringt allein den ethisch-moralischen Vorstellungen des Menschen", bestätigt auch die Tierverhaltenstherapeutin Heidi Bernauer- Münz gegenüber Pressetext.

Die US-Forscherin bat Versuchspersonen, ihren Hunden einzuschärfen, dass sie bei ihrer Abwesenheit einen mit Leckerbissen gefüllten Fressnapf nicht anrühren sollten. Nach kurzem Verlassen des Zimmers teilte man manchen Probanden mit, ihr Hund habe gefressen, anderen, er habe sich korrekt verhalten. Das stimmte jedoch in vielen Fällen nicht mit der Realität überein. Einen "schuldigen Blick" glaubten in Folge am ehesten diejenigen Hundebesitzer bei ihren Tieren zu erkennen, die sie wegen des verbotenen Fressens gerügt hatten. Hunde, die jedoch in Wahrheit der Versuchung erfolgreich widerstanden hatten, wurden von ihren falsch informierten Besitzern als noch schuldiger dreinblickend empfunden als die Tiere, die tatsächlich genascht hatten.

"Hunde sind andauernd damit beschäftigt, Nuancen des Verhaltens ihres Besitzers zu lesen. Ein Blick genügt ihnen um zu wissen, dass Ärger auf sie zukommt, besonders bei aggressiver Körpersprache des Menschen", so Bernauer- Münz. Das Repertoire des Hundes, darauf zu reagieren, reiche vom Ducken und Abwenden des Blickes, Pinkeln oder Pföteln, bis hin zum Wurf auf den Rücken. Solches Verhalten bezeichne jedoch kein schlechtes Gewissen, sondern sei vielmehr Signal der Unterwürfigkeit als Reaktion auf das aggressive Verhalten des Besitzers. Hunde könnten aber in bestimmten Fällen sehr wohl ermessen, dass sie etwas riskiert haben. "Wird ein rangniedriger Wolf auf dem Lieblingsplatz des Leittiers von diesem erwischt, so macht er sich klein und beschwichtigt sicherheitshalber, um keine Auseinandersetzung zu riskieren." Gleiche Prozesse der Unterwürfigkeit seien auch beim Menschen zu beobachten. "Wer von seinem Chef dabei überrascht wird, wie er auf dessen Sessel sitzt, wird auch verlegen nach Ausreden suchen wie: ,Ich wollte den Stuhl nur Mal ausprobieren'", so Bernauer- Münz.

Viele Hundebesitzer wüssten ohnehin, dass ihre Tiere in gewissen Situationen beschwichtigen wollen, schätzt die Tierverhaltenstherapeutin. Problematisch werde es, wenn man dies verkenne und dem vermeintlichen "schlechten Gewissen" des Hundes noch Nachhilfe erteilen wolle. "Einige Menschen glauben, in gewissen Situationen dem unterwürfigen Verhalten ihres Tieres noch eins drauf setzen zu müssen, etwa mit Schlägen. Der beschwichtigende Hund versteht die Welt nicht mehr, da er doch zur Vermeidung einer Auseinandersetzung richtig reagiert hat. Er fühlt sich in die Enge getrieben und greift zur Notwehr." So könne sich ein Hundehalter durch fehlendes Verständnis der Körpersprache seines Tieres einen Biss einholen, gibt Bernauer- Münz zu bedenken.

 

 

5. Mai 2009

Achtung Hundehalter: Staupevirus im Landkreis Lüneburg

Lüneburg (aho) - Bei einem Fuchs in Oldendorf/Luhe und einem weiteren Fuchs in Westergellersen ist das Staupevirus als Erkrankungsursache nachgewiesen worden. Das teilt jetzt das Veterinäramt des Landkreises mit. Hundehalter sollten bei ihrem Tierarzt den Impfstatus ihrer Tiere überprüfen lassen, mahnt Charlotte Kiepker, Amtstierärztin beim Landkreis Lüneburg. Im Bedarfsfall könne der Tierarzt dann die Impfung gleich durchführen. Nicht geimpfte Tiere sollten unverzüglich gegen Staupe geimpft werden.

„Die Staupe ist nur für nicht geimpfte Hunde lebensbedrohlich, für den Menschen jedoch ungefährlich, da keine Übertragung von Tier auf Mensch erfolgt“, erklärt die Tierärztin weiter. Das Veterinäramt des Landkreises Lüneburg werde die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

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3.5.09

TASSO-Newsletter

 

Hunde allein im Auto:
Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur droht der Tod

 

Man hört sie zum Anfang eines jeden Sommers immer wieder aufs Neue - die Horrormeldungen von im Auto eingeschlossenen und dann bei Hitze qualvoll umgekommenen Hunden wie erst jüngst wieder ein Fall im Europapark zeigte. Ein Mann hat seine 3 Hunde den ganzen Tag im verschlossenen Auto zurückgelassen, die man später tot und zusammengekrümmt fand. „Wann wird auch der letzte Tierhalter endlich verstehen, dass ein Hund die Wärme nicht wie wir Menschen durch Schwitzen ausgleichen kann!“, so Dennis Schiffer von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Ab zirka 20 Grad Celsius Außentemperatur reichen schon wenige Minuten in einem verschlossenen Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen, da sich das Auto auf bis zu 50 Grad Celsius aufheizt. Hunde und Katzen schwitzen nicht. Sie regulieren den Wärmeaustausch durch Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an, die Tiere kochen im wahrsten Sinne des Wortes innerlich. Zellen und Organe gehen kaputt. Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen. Erste Anzeichen dieser Überhitzung: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das  körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann.

Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen?

·          Verständigen Sie sofort die Polizei

·          Helfen Sie umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.

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Ein Tierarzt berichtet zur Gefahr durch Gülle
( Gefahrenbericht siehe unten )

 

Die Gefahr für Hunde an Botulismus durch die Aufnahme von güllegedüngtem Gras zu erkranken ist sehr gering! Es treten nur sehr selten derartige Vergiftungen bei Hunden auf, diese sind dann fast immer auf den Kontakt zu toten Wasservögeln, oder auf kontaminiertes Futter zurückzuführen. Ich habe in meiner über 20-jährigen tierärztlichen Tätigkeit, in Kliniken und in eigener Praxis, noch keinen Hund mit nachgewiesenem Botulismus gesehen.

Das Gift, welches diese Bakterien (Chlostridium botulinum) bilden, entsteht nur unter Luftabschluss (anaerob) bei Wärme, daher sind stehende, überdüngte Gewässer in heißen Sommern die Hauptgefahrenquelle für Wassergeflügel und Hunde, die mit toten Wasservögeln in Berührung kommen.

Das sich in Gülle Botulinusgifte bilden ist sicherlich nicht völlig auszuschließen, aber die Gefahr ist um ein Vielfaches geringer als bei verdorbener Silage, an der Wiederkäuer wie Rinder und Schafe sterben können; und natürlich auch Hunde, sofern sie etwas von dieser Silage fressen.

Ich sehe daher die Gefährdung unserer Hunde, die von gedüngten Feldern ausgeht als sehr gering an. Außerdem ist ja aufgrund der derzeitigen Anleinpflicht, ein Rumtollen auf den Feldern für unsere Hunde im Moment ja stark eingeschränkt...

 

Zu dem Beitrag über die homöophatischen Lobhudeleien möchte ich mich lieber enthalten, nur so viel: es wäre schon etwas Wunderbares, wenn man gegen eines der stärksten Gifte, die wir auf Erden kennen, nur ab und zu ein paar richtige Kügelchen nehmen müsste. Außerdem ist der Satz: "Sie hätten nicht eingeschläfert werden müssen, wenn sie homöopatisch behandelt worden wären!"

nicht dazu geeignet den Graben zwischen Schulmedizin und Homöopathie, welche sich meiner Meinung nach oft sehr gut ergänzen könnten, schmaler zu machen.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, diesen "Bericht" nicht auf der Homepage zu belassen. Es sei denn, Sie kennen die Dame und sind von ihrer Seriosität überzeugt. Mir ist es mehr als nur eine Spur zu dick aufgetragen und zu sehr schwarz-weiß gemalt.

Tierarzt Stefan Augsburg, Meckelfeld

02.05.09

Gefahr durch Gülle?


Dies hab ich aus einem Forum mit der Bitte um Weiterleitung:
 
Wir mussten Freitag letzter Woche unseren Shadow in die Tierklinik bringen weil er nicht mehr richtig laufen konnte. Zunächst sah alles so aus als ob er sich entweder einen Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall zugezogen hätte als er beim Treppenlaufen gestolpert ist.
 
Einen Tag später waren die Beschwerden so schlimm das er selbst mit Hilfe nicht mehr stehen oder gar laufen konnte. Seit Samstag ist er deshalb stationär in der Tierklinik. Da die Beschwerden nicht richtig zu den Untersuchungsergebnissen passten wurde dann anstatt ein Bandscheibenvorfall eine Nervenwurzelentzündung vermutet und behandelt.
 
Am Montag traten bei Ruby plötzlich genau die gleichen Symptome auf und auch sie konnte innerhalb eines 1/2 Tages nicht mehr selbstständig stehen oder laufen.
 
Ruby liegt nun ebenfalls in der Tierklinik und die weiteren Untersuchungen lassen eigentlich keine andere Diagnose als Botulismus zu.
 
Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung mit einem der giftigsten Stoffe die es gibt. Dieses Gift kann sich in Tierkadavern (toten Vögeln oder Mäusen) bilden, kommt sehr oft in Silagen vor und kann auch in Gülle enthalten sein. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Nervengift, das die Verbindung zwischen Nerven und der Muskulatur unterbricht.
 
Das ist vermutlich bei uns die Quelle der Vergiftung. In den letzten 2 Wochen wurden bei uns immer wieder Felder und Wiesen mit Gülle besprüht. Wir haben zwar immer versucht die Hunde davor fern zu halten aber du weißt ja selber das das nicht klappt. Wir haben uns bis jetzt aber auch nicht wirklich Sorgen um die Gesundheit gemacht.
 
Ich will jetzt keine Panik verbreiten doch bitte warne alle Hundebesitzer die du kennst vor den Gefahren die eine solche Wiese haben kann. Such einfach mal im Internet nach Botulismus da wirst du einiges finden.
 
Gegen das Gift gibt es kein Gegengift oder ein Medikament mit der es  unschädlich gemacht werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig als zu warten bis der Körper das Gift selbstständig wieder abgebaut hat. Dies kann je nach Giftmenge die aufgenommen wurde Tage, Wochen oder sogar Monate dauern.
 
Sollte sich das Gift Nervenbahnen erreichen die zum Herz, zur Lunge oder sonstigen lebenswichtigen Organen führen gibt es keine Hoffnung mehr. Doch selbst wenn dieser Fall nicht eintrifft, kann es sein das neurologische Schäden entstehen die nicht mehr behoben werden können.
 
Bei unseren beiden ist der aktuelle Stand das Shadow kaum noch ansprechbar ist, er hat vergangene Nacht über 40 Fieber gehabt und kann sich selbstständig nicht einmal mehr anders hinlegen.
 
Ruby geht es im Moment noch etwas besser wobei keiner weiß ob sie den Verlauf nur mit 2 Tagen unterschied durchmacht oder ob sie Glück hatte und sich nicht ganz so stark vergiftet hat. Doch auch sie ist quasi ab dem Hals gelähmt. Sie kann zwar die Gliedmassen bewegen doch sie hat kein bisschen Kraft mehr in den Beinen. Das schlimmste an dieser Sache ist das sie im Kopf noch voll da ist und dich mit großen Augen um Hilfe anfleht.
 
Die Heilungsaussichten sind zumindest für Shadow im Moment eher schlecht und wir müssen wohl Ende der Woche eine Entscheidung treffen, sofern sich sein Zustand nicht bis dahin gebessert hat. Sollte sich Rubys Zustand heute oder morgen ebenfalls noch verschlechtern, so werde ich sie  vermutlich ebenfalls noch diese Woche erlösen um ihr das Schlimmste zu
ersparen.
 
Ich weiß von einem Schäfer, der hat an einem Tag (!!) mehrere Dutzend Schafe verloren daran.
 
Ursache waren tote Mäuse in der Silage, er hatte wohl beim Mähen mehrere Mäuse mit "erwischt" gehabt die dann mit eingewickelt wurden in den Rundballen und durch Verwesung wurde "Clostridium Botulinum" gebildet, mit letalem Ausgang...


 
Anmerkung von mir:                   Inzwischen mussten beide Hunde eingeschläfert werden.

 

 

28.02.2009

Ab Anfang März droht wieder Zecken-Gefahr: Auch Hunde schützen
(dpa) 27.02.2009
Bonn. Wer sich viel im Freien aufhält, sollte sich ab Anfang März wieder vor Zecken schützen. Steigen die Temperaturen auf mehr als zehn Grad, werden die Spinnentiere aktiv und haben Appetit auf Blut.
Darauf weist der Deutsche Jagdschutzverband in Bonn hin. Besonders gefährdet seien Naturliebhaber, Jäger und Landwirte. Sie sollten stets langärmelige Oberteile, lange Hosen und feste Schuhe tragen. Dies sei der beste Schutz gegen die vier Millimeter großen Tiere, die die Infektionskrankheit Borreliose und die Hirnhautentzündung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beim Blutsaugen übertragen können.

Zusätzlich sollte nach jedem langen Aufenthalt in der Natur der Körper nach Zecken abgesucht werden. Sitzen bereits Parasiten in der Haut fest, lassen sich diese am besten mit einer Zeckenkarte oder -zange entfernen. Vom Einsatz von Klebstoff, Ölen oder Alkohol rät der Verband ab. Entzündet sich der Zeckenbiss, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Auch Hunde können vor Zeckenbissen geschützt werden. Spezielle Präparate wehren nicht nur die Insekten ab, sondern töten den Angaben zufolge auch Erreger ab. Auf das Fell aufgetragen sind die Präparate, die auch die Zeckenart Holzbock abschrecken, vier bis sechs Wochen wirksam.
http://www.an-online.de/news/gesundheit-detail-an/823292?_link=

 

19.01.2009

Wir danken der Hunde- Lobby e.V. Hamburg für diesen Bericht

18.01.09

Tiere im Urlaub

So gehen Sie mit Hund und Katze auf Flugreisen

Von Sebastian Wieschowski 9. Januar 2009, 12:22 Uhr

Hunde und Katzen gehören zur Familie wie die Kinder – doch was tun, wenn es in den Urlaub geht? Auf Flugreisen zu verzichten, ist eine Möglichkeit. Doch Tiere sind an Bord von deutschen Fluggesellschaften meist willkommen – doch für Hund und Herrchen gelten zahlreiche Reisebestimmungen.

Was dem einen die Kinderkarre ist dem anderen die Tier-Transportbox: Immer mehr Menschen nehmen ihre treuen Vierbeiner mit in den Urlaub und manchmal zwitschert es sogar aus den Transportkästen, die täglich in die Frachträume der Flugzeuge geladen werden. 75.446 Tiere sind im vergangenen Jahr mit der Air Berlin-Gruppe geflogen, TUIfly hat im selben Jahr rund 22.000 Tiere befördert. Wohl nicht umsonst steht auf der Homepage von TUIfly: „Hunde und Katzen sind an Bord unserer Maschinen gern gesehen.“ Doch damit dem auch tatsächlich so ist, müssen die Besitzer von Bello und Mimi einige Regeln für die Beförderung von Tieren beachten.

Für den Transport des tierischen Freundes während des Urlaubsfluges gibt es bei den meisten Airlines zwei Möglichkeiten: Die Mitnahme in der Kabine oder im Frachtraum. Bei Air Berlin – und vielen anderen Gesellschaften - können Hunde und Katzen ihren Halter in die Flugzeugkabine begleiten, wenn sie in einer geeigneten Transportbox untergebracht sind, deren Maße 55 mal 40 mal 20 Zentimeter nicht überschreiten. In dem Behälter muss das Tier ausreichend Luft bekommen, denn raus darf Herrchens Liebling während des gesamten Fluges nicht. Selbst der Kopf darf nicht aus der Box herausschauen. Und während der Besitzer bequem in seinem Sessel die Zeitung liest, muss Bello zu seinen Füßen bleiben. Bei Air Berlin beispielsweise heißt es in den Beförderungsbedingungen: „Der Behälter darf zu keiner Zeit, auch nicht bei Kauf eines Extrasitzes, auf den Sitzplatz gestellt werden.“

 

Schwergewichte nicht ins Körbchen

http://aka-cdn-ns.adtech.de/apps/428/Ad1743788St3Sz1Sq1416553V0Id7/leer2.gifWer sein Tier mit in die Kabine nehmen will, muss vor allem eine Regel beachten: Box und Tier dürfen nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen. Darauf weist TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs hin. Wird dieser Wert überschritten, werden Tiere bei den meisten Fluggesellschaften zwangsweise im klimatisierten Frachtraum befördert. Für den Transport im Gepäckraum müssen Passagiere eine eigene sichere und stabile Transportbox mitbringen, in der das Tier ausreichend Platz findet, um sich zu drehen und in der es warm gehalten wird. Pro Transportbox ist zudem nur ein Tier zugelassen. „In den Boxen für Tiere im Frachtraum muss ein Wasser- oder Futterbehälter vorhanden sein, der von außen befüllt werden kann", erläutert Air-Berlin-Sprecherin Nadine Bernhardt.

Billigflug-Mitbewerber Germanwings bietet ebenfalls einen Transportservice für Tiere an - schwere Exemplare müssen jedoch zu Hause bleiben: „Hunde und Katzen, die inklusive des Transportbehälters mehr als 8 kg wiegen, können von uns leider nicht befördert werden", heißt es auf der Germanwings-Homepage. Damit die tierische Reisebegleitung überhaupt eine Chance hat, ins Flugzeug zu gelangen, müssen die Vierbeiner bei allen Fluggesellschaften vorher angemeldet werden. Bei Air Berlin ist dies bis 48 Stunden vor Abflug möglich, die Lufthansa fordert eine Voranmeldung von mindestens 24 Stunden. Kurzfristig ist die Sonderreservierung für das Tier bei Condor möglich: Die Airline nimmt Anmeldungen bis acht Stunden vor Abflug entgegen.

 

Tierische Reisebegleiter kosten extra

Neben der Suche nach einem geeigneten Behältnis kommen zudem Extrakosten auf die Tierhalter zu: TUIfly berechnet pro Strecke und Tier eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro auf internationalen Flügen und 29,75 Euro innerhalb Deutschlands, wenn der tierische Passagier in der Kabine mitreist. Im Frachtraum werden 30 Euro (international) und 35,70 Euro (national) fällig. Bei Air Berlin kostet ein Tier in der Kabine pro Flugstrecke 20 Euro und in der Box im Frachtraum 30 Euro auf Kurz- und Mittelstrecken. Ab einer Flugstrecke von 3000 Meilen muss Herrchen 60 Euro zahlen. Aus dem Rahmen fällt das Preismodell der Lufthansa: Innerhalb der Freigepäckgrenze sind Tiere im Handgepäck auf innerdeutschen Flügen kostenfrei. Auf internationalen Flügen gilt die Gewichtsklausel: Der tierische Fluggast kostet sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum zehn Euro pro Kilogramm Gewicht - und dazu zählt auch der Transportbehälter. Die Kranichlinie bietet darüber hinaus einen tierfreundlichen Extra-Service: An den Check-in-Schaltern der Gesellschaft gibt es eine so genannte „Pet Box“ gratis.

 

Hunde und Katzen sollten vorbereitet werden

Reisende mit Tieren sollten zudem einige Ratschläge befolgen: „Gewöhnen Sie Ihr Tier unbedingt rechtzeitig vor der Reise an die Box“, empfiehlt die Hamburger Tierphysiotherapeutin Johanna Klepert. „Sie können ihm dort sein Essen geben, seine Lieblingsdecke hineinlegen oder es dort schlafen lassen.“ Juristische Details können die Reisefreude zudem trüben, wenn Touristen sie nicht beachten: Ein Tierpass ist Pflicht. Wer mit Hund oder Katze ins Ausland reisen möchte, benötigt für die Vierbeiner das blaue EU-Dokument. Wegen der strengen gesetzlichen Vorschriften ist es nicht möglich, Tiere nach Großbritannien, Irland oder Schweden zu transportieren", warnt TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs. „Für Nagetiere gelten besondere Vorschriften und Reptilien aller Art sind vom Transport ganz ausgeschlossen", ergänzt Air-Berlin-Sprecherin Bernhardt. „Kranke oder verletzte Tiere sowie Hunde und Katzen, die voraussichtlich während der Beförderung gebären oder die vor weniger als 48 Stunden geworfen haben, sind von der Beförderung ausgeschlossen“, erläutert Condor-Sprecherin Nina Kreke.
http://www.welt.de/finanzen/nutzwert/article2974227/So-gehen-Sie-mit-Hund-und-Katze-auf-Flugreisen.html
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Aufs Eis entwischtem Hund nicht folgen

Bonn/Berlin (dpa/tmn) - Wenn ihr Hund auf eine unsichere Eisfläche gelaufen ist, sollten Halter vor allem Ruhe bewahren. Am schlechtesten sei, dem Tier in Panik hinterherzulaufen, sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Stattdessen sollte der Halter den Hund leise rufen und langsam von der Eisfläche weggehen. Dabei sollte aber der Vierbeiner stets im Auge behalten werden. Wenn das Tier einbricht, sollte der Halter vor einer Rettungsaktion die eigene Gefährdung abwägen. Wenn das Eis stabil genug erscheint, könne sich der Halter flach aufs Eis legen und den Hund so zu bergen versuchen, sagt Umlauf. Die Pressesprecherin des Deutschen Feuerwehrverbands in Berlin Silvia Darmstädter rät dagegen, bei einem solchen Unfall immer die Feuerwehr zu alarmieren.

Um zu verhindern, dass Hunde überhaupt auf unsichere Eisflächen entwischen, sollten sie in der Nähe zugefrorener Gewässer nahe bei sich geführt werden, sagt Katrin Umlauf vom Tierschutzbund. Weniger gehorsame Tiere seien dort stets anzuleinen.

© sueddeutsche.de - erschienen am 09.01.2009 um 10:20 Uhr
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/370485
 

 

Hunde sind "relativ kälteresistent", sagt Dr. Peter Kintzel (Kreis-Veterinäramt). Sofern der Halter die Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung einhalte, seien Hunde durch die Temperaturen nicht gefährdet. Bei Hunden, die dauerhaft draußen gehalten werden, gehört dazu unter anderem lange Leine oder großer Zwinger - für genügend Auslauf. "Zudem braucht der Hund eine Hütte mit wärmeisolierter Liegefläche und Öffnung, die gerade so groß ist, dass der Hund durchpasst", sagt Kintzel. Bei extremen Temperaturen sei ein Vorhang vor der Öffnung sinnvoll, damit der Hund die Hütte durch seine Körperwärme aufwärmen kann.

 

Schneegastritis ist eine Erkrankung bei Hunden, die speziell im Winter auftritt - wie auch Rachenentzündungen. Letztere kommt daher, dass der hechelnde Hund feinen Schneestaub inhaliert. Hinter ersterer versteckt sich eine Magenschleimhautentzündung, die Schnee fressende Hunde befallen kann.

 

Unterwolle ist das, was Hund und Katze jetzt zupass kommt. Gemeint ist eine Art Unterfell, das aus deutlich feinerem, dafür dichterem Haar besteht - Wärmeisolation pur. Wie sich Katzenhalter überhaupt auf die Empfindsamkeit ihrer Tiere verlassen können: "Katzen sind da sehr vernünftig", sagt Tierarzt Dr. Ulrich Göggerle (Meckenbeuren). Nur wenn sie im kalt-feuchten Raum eingesperrt seien, drohe winterliche Gefahr, "ansonsten regulieren sie das selber".

Windhunde haben es derzeit schwer: Wie alle kurzhaarigen Rassen leiden sie besonders unter der Kälte, zudem helfen ihnen keine Fettpolster. Besonders gefährdet sind Extremitäten. Wenn es denn Erfrierungen gibt (an Krusten zu erkennen), sollten diese Stellen langsam erwärmt werden, rät Ulrich Göggerle, da sonst das Gewebe Schaden nehmen kann. Wie seine Kollegin Dr. Karin Stechmann (ebenfalls Meckenbeuren) bestätigt, sind Erfrierungen äußerst selten: Selbst in Skandinavien kommen die Hunde gut drum herum.

Dem einen hilft "Frostschutz", dem anderen heftiges Zittern

 

Ordnungsamt: Leinenzwang für Hunde beachten

Barmstedt -

Hunde sind in der Öffentlichkeit in bestimmten Fällen anzuleinen. Darauf macht das Ordnungsamt in Barmstedt die Hundehalter aufmerksam. So müssten diese ihre Viereiner beim Spaziergang im Wald und freiem Feld anleinen, um die dort lebenden Tiere zu schützen. Diese Regelung diene auch der Sicherheit des Hundes, da sonst ein Jäger ihn als wilderndes Tier ansehen und auf ihn schießen könnte. Darüber hinaus gelte die Pflicht zum Anleinen der Hunde bei Versammlungen und Volksfesten, in Gaststätten, Einkaufszentren und Fußgängerzonen, in öffentlich zugänglichen Grün- und Parkanlagen, in Treppenhäusern und Fluren von Mehrfamilienhäusern, auf Friedhöfen, Märkten und Sportplätzen sowie in Bahnen und Bussen und Naturschutzgebieten. Hundehalter seien aber auch verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu beseitigen, so Stadtsprecher Hinnerk Goos. In Barmstedt gebe es dafür eigens Hundekot-Behälter am neuen Weg, Auf der Ohe, am Ostufer, an der Schlickumbrücke, an der Schleuse, im Park und an der Moltkestraße. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, riskiere ein Bußgeld.

bf

erschienen am 13. Januar 2009
http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/13/1008207.html
 


Tiermedizin lässt Hunde fast unsterblich werden

Veterinärmedizin

Von Tinka Wolf 24. November 2008

Haustiere erreichen jetzt ein fast biblisches Alter. Schlechter sehen und hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem Körbchen klettern – das sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte Tiere sich plagen. Die Veterinärmedizin kann inzwischen aber viel mehr tun als nur Pfötchen verbinden.

Sheila wollte einfach nicht sterben. Die Mischlingshündin bewies in ihren letzten Jahren einen unermüdlichen Lebenswillen. Mit etwa zwölf Jahren wäre sie fast an einer vereiterten Gebärmutter gestorben, doch eine Operation konnte sie retten. Mit vierzehn hatte sie eine Art Schlaganfall. Später wurde sie ziemlich taub und beinahe blind, außerdem inkontinent und ganz weiß um die Nase. Zum Schluss musste man sie zum Pinkeln vor die Tür tragen, weil sie die Treppen nicht mehr schaffte. Schließlich entschloss ihr Herrchen sich, das Tier zu erlösen - da war Sheila fast siebzehn Jahre alt.

Für einen Hund ihrer Größe ist das ein biblisches Alter: Etwa 120 Menschenjahre, grob umgerechnet. Doch Sheila liegt im Trend: Es sei statistisch gut belegt, dass Haustiere immer älter werden, sagt Wilfried Kraft, emeritierter Professor und ehemaliger Leiter der medizinischen Kleintierklinik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat diesen Trend dokumentiert: "1983 lag das Durchschnittsalter der Katzen, die bei uns vorgestellt wurden, bei 3,8 Jahren", sagt der Tierarzt. "Im Jahr 1995 waren es bereits 7,5 Jahre." Im Jahr 1967 sei nicht einmal ein Fünftel aller Katzen und Hunde in der Klinik älter als zehn gewesen, dreißig Jahre später bereits gut die Hälfte.

Wie der Mensch haben auch seine Haustiere die verlängerte Lebensspanne der medizinischen Versorgung zu verdanken. Und wie beim Menschen bringt auch bei den Tieren das lange Leben Probleme mit sich - denn auch wenn das Altern selbst noch keine Krankheit ist, tauchen kleine und größere Beschwerden mit den Jahren doch immer häufiger auf.

Schlechter sehen und hören können, viel schlafen und schwerfällig aus dem Körbchen klettern - das sind nur die kleinen Zipperlein, mit denen alte Tiere sich plagen. Die Liste der schweren altersbedingten Krankheiten bei Katz' und Hund ist lang und liest sich in weiten Teilen wie eine Liste für alte Menschen: Diabetes, Arthrose, Fettleibigkeit, Krebs. Katzen leiden außerdem oft unter Verdickungen der Herzwände, unter Nieren- oder Blasenproblemen oder unter chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Verdauungsapparates oder der Mundhöhle. Bei Hunden gibt es häufig Lähmungen, chronische Nierenprobleme, Erkrankungen der Geschlechtsorgane. Herzinfarkte dagegen, verkalkte Gefäße oder Alzheimer plagen unsere vierbeinigen Freunde nicht.

Zum Glück für die Haustiere und ihre Besitzer hat die Veterinärmedizin in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Chemotherapien, Computertomographen, künstliche Hüftgelenke - all das hat längst Einzug in die Tierarztpraxen gehalten. "Wir laufen im Gleichschritt der Humanmedizin hinterher", sagt Ingo Nolte, Direktor der Kleintierklinik an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Vieles, betont er, hätten Tiermediziner aber auch selbst entwickeln müssen, weil die Methoden der Humanmedizin nicht auf ihre tierischen Patienten übertragbar seien.

Bandscheiben- OP – keine Seltenheit

Die Möglichkeiten, ein Tier zu narkotisieren, sind inzwischen so weit verfeinert, dass Tierärzte es zum Beispiel wagen, am offenen Brustkorb zu operieren. Dadurch können sie viele Krebsgeschwüre entfernen, vor denen sie vor wenigen Jahrzehnten noch kapituliert hätten. Auch Operationen an den Bandscheiben sind keine Seltenheit. Und die Diagnosemöglichkeiten haben sich entscheidend verbessert - nicht nur dank Computertomografie. Ingo Nolte nennt ein einfaches Beispiel: "Nicht jeder dicke Hund frisst zu viel. Manche haben auch einfach eine Schilddrüsen-Unterfunktion, die wir früher aber kaum diagnostizieren konnten."

Inzwischen spielen auch Chemotherapien eine wichtige Rolle in der Tiermedizin. "Schließlich sind Tumore bei Hunden und Katzen die häufigste Todesursache", meint Nolte. Im Gegensatz zur Humanmedizin habe aber die Veterinärmedizin nicht das erklärte Ziel, die Lebensdauer ihrer Krebspatienten zu verlängern. Vielmehr wolle man die Lebensqualität der Tiere verbessern. Den Tierärzten reicht es, den Tumor zu stoppen - deshalb sind Chemotherapien für Hunde und Katzen niedriger dosiert als für Menschen: "Das, was wir an Nebenwirkungen kennen - Erbrechen, Haarausfall und so weiter - tritt bei Tieren nicht auf", sagt Nolte.

Bessere Versorgung – hoher Preis

Gute medizinische Versorgung hat einen hohen Preis: Die Behandlung ihrer vierbeinigen Lieblinge kostet Haustierbesitzer heute deutlich mehr als früher. "Aber die Bereitschaft steigt auch, das zu bezahlen", sagt Ingo Nolte. Ältere Tiere leben schließlich sehr lange in ihrer jeweiligen Familie, und ihre Besitzer hängen sehr an ihnen. Und so wird eine Spirale in Gang gesetzt, die der Mensch aus eigener Erfahrung kennt: Die Tiere werden dank guter Versorgung immer älter, woraufhin sie neue Krankheiten entwickeln, die aber immer besser behandelt werden können, sodass die Tiere noch älter werden und wieder neue Krankheiten entwickeln.

Doch wann gilt ein Tier überhaupt als "alt"? Die Angaben schwanken bei Hunden um eine Altersgrenze von sechs bis neun Jahren, bei Katzen von acht bis zehn. Wilfried Kraft will die Definition für "alt" lieber etwas weiter fassen: "Ein Tier ist alt, wenn es multimorbide wird", sagt er - also, wenn es immer mehr Beschwerden anhäuft. Nach den Erfahrungen des Tiermediziners ist das bei Hunden mit sechs bis neun Jahren der Fall, bei Katzen erst ab ungefähr elf Jahren.

Je größer der Hund, desto kurzlebiger

Tatsächlich werden Katzen in der Regel älter als Hunde und können unter Umständen mehr als 20 Jahre erreichen. Hunde knacken diese Altersgrenze eher selten. Bei ihnen ist die Lebensdauer stark von ihrer Größe abhängig: Je größer der Hund, desto früher stirbt er. Warum das so ist, ist bis heute nicht ganz klar. "Die Größe beeinflusst die Widerstandsfähigkeit des Hundes", sagt Kraft. "Das hat mit den Wachstumshormonen zu tun", sagt Nolte. Genauer erklären kann das Phänomen keiner.

Weil die verschiedenen Hunderassen aber eine sehr weite Spanne von Körpergrößen und -formen umfassen, gibt es bei ihnen auch deutliche Unterschiede in der Lebensspanne. Während der eine Hund womöglich mit zehn Jahren in der Blüte seiner Jahre steht, kann der andere in diesem Alter bereits sehr alt sein. Die ganz großen Rassen, wie Doggen und Bernhardiner, werden nur sehr selten viel mehr als zehn Jahre alt.

Manche Katzenrasse ist robuster

Bei Katzen sind die Unterschiede in der Lebensspanne nicht so gravierend: Ihre Besitzer können auf gute 15 Jahre Zweisamkeit mit dem Hausgenossen hoffen. Ingo Nolte und Wilfried Kraft sind sich allerdings einig, dass manche Rassen robuster sind als andere. Perserkatzen gehören nicht dazu, sie sterben im Schnitt ein wenig früher. Dafür sind Siamkatzen und andere Orientalen für ihre Zähigkeit bekannt: Sie werden von allen Rassen am ältesten.

Wenn es einmal so weit ist und das Haustier Alterserscheinungen zeigt, empfehlen Tierärzte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen - zwei Mal im Jahr - und außerdem ein gutes Seniorenfutter. Wilfried Kraft weist auch darauf hin, dass man auch mit älteren Hunden ruhig viel spazieren gehen sollte, um sie fit zu halten. Davon abgesehen, sind alte Tiere wie alte Menschen: Sie werden gelegentlich etwas schrullig, schusselig oder gar starrsinnig. "Dann kommt es zum Beispiel vor, dass ein Hund unmotiviert vor der Tür vor sich hin bellt oder beim Gassi gehen das Pinkeln vergisst und das dann drinnen nachholt", sagt Kraft.

Sheilas Besitzerin hat all das mit ihrer Hündin erlebt. "Alte Hunde sind ausgesprochen zäh", sagt sie im Rückblick. "Sie stinken und brechen und sind inkontinent. Aber man liebt sie trotzdem!"


24.11.2008
http://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article2772105/Tiermedizin-laesst-Hunde-fast-unsterblich-werden.html

 

 

Verbreitung von Giardien nimmt zu
Tierärzte registrieren mit Besorgnis das vermehrte Auftreten von Giardien
Quelle: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz  mit weiteren Berichten

Hamburg, 07.07.2008 – Tierärzte registrieren mit Besorgnis das vermehrte Auftreten von Giardien. Die hauptsächlich im Mittelmeerraum diagnostizierten Darmparasiten treten immer häufiger auch in unseren Regionen auf, oft eingeführt durch mitgebrachte Tiere. Fachleute schätzen, dass mittlerweile jeder vierte Hund in Deutschland infiziert ist.

Giardien sind einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm von Hunden und Katzen einnisten, wo sie sich rasant vermehren. Die Darmparasiten sind Erreger der Giardiose, einer ernstzunehmenden Erkrankung, die vor allem Welpen und Jungtiere gefährdet und zu gravierenden Entwicklungsstörungen führen kann. „Giardien schädigen die Dünndarmschleimhaut und verursachen scheinbar unbehandelbare Durchfälle“, erklärt Martina Schnell, Heimtier-Referentin von VIER PFOTEN. Durch den Kot gelangen sie ins Freie und können hier monatelang überleben – bis sie vom nächsten Tier aufgenommen und auf diese Weise weiter verbreitet werden.

 

Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Erwachsene Tiere mit intaktem Immunsystem beherbergen Giardien oft ohne erkennbare Krankheitssymptome und können auf diese Weise ihre Umgebung unbemerkt infizieren. Besonders auf den begrenzten Freilaufflächen für Hunde konzentrieren sich die gefährlichen Parasiten.

Bei hartnäckigen Durchfällen sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Er kann den Parasitenbefall mit einer Reihe von Kot-Untersuchungen feststellen und die Infektion mit speziellen Medikamenten behandeln. Auf Grund der Ansteckungsgefahr sollten alle weiteren Bewohner des Haushalts auf Giardienbefall untersucht werden.

Wer sein Tier schützen will, dem rät VIER PFOTEN zu konsequenten Hygienemaßnahmen. Martina Schnell empfiehlt: „Sie sollten regelmäßig Hunde- und Katzenspielzeug sowie alle Futter- und Wasserschüsseln heiß auswaschen und vor allem gut und gründlich austrocknen. Auch Zwinger und Ausläufe sind möglichst trocken zu legen.“ Bei Hunden ist besonders darauf zu achten, dass das Tier unterwegs keinen Kot aufnimmt.

 

 

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