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Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim " Stöbern " 

Wir haben eine neue Seite eingerichtet: Leinen- und Maulkorbzwang in Niedersachen              klicken Sie hier

 09.07.2010

 

 

Die Nord- und Ostsee hat diverse Hundestrände anzubieten

 

Hier eine Übersicht:

klicken Sie den Link an

http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/strandurlaub/hundestrand-ostsee

http://www.nordsee24.de/nordsee-urlaub/strandurlaub/hundestrand

 

 


 

Sollten Sie noch weitere Hundestrände an der Ostsee/Nordsee
kennen oder Anregungen haben,
dann freuen wir uns über eine Nachricht,
damit wir diese weiter geben können.


Gönnen Sie Ihren Hunden auch diesen Spaß!

 

Der Seevetaler schreibt im Juni 2010

 

 

 

 

Hilfe für den Hund am Silvestertag – oder:   Ist die Menschheit verrückt geworden?!

 

Empfehlung von Clarissa v. Reinhardt

 

„Alle Jahre wieder...“ kommt leider nicht nur das Christkind, sondern pünktlich eine Woche später auch die große Knallerei. Weihnachten gilt als stilles und besinnliches Fest, an dem es gar nicht ruhig genug sein kann, selbst unser altes deutsches Liedgut preist die „Stille Nacht, heilige Nacht...“ , aber nur sieben Tage später scheint die Menschheit regelmäßig verrückt zu werden. Es kann gar nicht laut und grell genug werden – ganz gleich, einen wie hohen Preis wir dafür zahlen.

 

Ebenfalls fragt sich alle Jahre wieder der gesunde Menschenverstand, wie es sein kann, dass angesichts (ver) hungernder Menschen und Tiere, einer kriselnden Weltwirtschaft und scheinbar nicht lösbarer Umwelt-probleme, die uns irgendwann alle miteinander mit einem ganz großen Knall ins Jenseits befördern könnten, überhaupt ein Mensch so verrückt sein kann, Geld für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk auszugeben?! Ja wissen die Leut` denn wirklich nichts besseres damit anzufangen? Für die ganz Ideenlosen wüsste ich da ein paar Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die um jeden Cent dankbar wären. Auch das Frauenhaus, die Welthungerhilfe und Aktion Mensch hätten sicher einen besseren Verwendungszweck für die Milliarden, die da alljährlich in die Luft gepulvert werden.

 

Und nun möge mir bloß keiner mit der Tradition kommen! Ach, so vieles wird unter dem Deckmäntelchen der Tradition fortgeführt, so vieles, das man lieber bleiben lassen sollte: Der Stierkampf, die Treibjagd, Pferderennen oder auch die Unterdrückung der Frau, die nach wie vor in vielen Ländern dieser Erde zur guten (?) alten Tradition gehört. Na ja, manchmal ist die Tradition halt auch mehr alt als gut und gehört einfach abgeschafft. Es lohnt, darüber nachzudenken.

 

Als Tierhalterin habe ich mir die Knallerei schon als Jugendliche abgewöhnt. Zu sehr taten mir die Hunde (und Katzen!) leid, wenn sie sich zitternd unter der Eckbank verkrochen und tagelang nicht mehr aus dem Haus trauten. Ich dachte an die Wildtiere, die ebenfalls voller Angst und Schrecken flüchten und Schutz suchen vor einer nicht benennbaren und nicht verstehbaren Gefahr.

 

In meiner Hundeschule mehren sich jetzt wieder die Anrufe der Verzweifelten, die fragen, ob ich Tipps hätte, wie man mit dem geliebten Vierbeiner die Jahreswende halbwegs schadlos übersteht. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich mich da auskenne. Oh ja, da kenne ich mich sogar sehr gut aus, denn drei meiner sieben Hunde haben schreckliche Angst und zwei fürchten sich zumindest etwas. Mit den folgenden, jahrelang im Ernstfall erprobten Tipps kommen wir ganz gut über die Runden:

 

Die einfachste Lösung zuerst: Hauen Sie mit Ihrem Hund einfach für ein paar Tage ab. Buchen Sie eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Das müssen Sie allerdings rechtzeitig tun, denn einsame Berghütten gibt` s bei weitem nicht so viele wie genervte Hundehalter, die diese zur Jahreswende händeringend suchen. Reisen Sie schon ein paar Tage vor Silvester ab und bleiben Sie auch etwas länger, denn wie wir alle wissen, beginnt die Knallerei schon Tage vor dem ganz großen Spektakel und zieht sich auch noch bis zum zweiten oder dritten Januar hin.

 

Wenn diese Lösung nicht möglich ist, wäre mein wichtigster Tipp, dass Sie Ihrem Hund so viel Ruhe wie möglich vermitteln und durch Idolfunktion vorleben, dass Ihnen der ganze Rummel gar nichts ausmacht. Für mich ist dies zugegeben der schwierigste Part, denn tatsächlich könnte ich jedem, der da draußen rumknallt, ebenfalls eine knallen – kleine Kinder, die noch nicht wissen, was sie tun, ausgenommen.

 

Durch die Stimmungsübertragung beeinflussen wir unsere Hunde ganz enorm, je gelassener Sie also sind, desto eher kann Ihr Hund sich zumindest etwas beruhigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Hund keine Angst mehr hat, nur weil Sie keine haben, denn ganz so einfach läuft es nicht. Es ist etwa wie bei einem bevorstehendem Besuch beim Zahnarzt, der Ihnen große Angst macht: Ein Partner, der Ihnen Mut zuspricht und Gelassenheit ausstrahlt, hilft zumindest etwas – einer der glaubt, man brauche doch keine Angst haben, weil er/ sie ja schließlich auch keine Angst hat, hilft überhaupt nicht, sondern nervt einfach nur.

 

Tipp Nummer zwei steht in direktem Zusammenhang mit Tipp Nummer eins: Haben Sie Zeit für Ihren Hund, stehen Sie ihm durch Anwesenheit zur Verfügung und ermöglichen Sie ihm das Kontaktliegen, wenn er es wünscht. Hierbei müssen Sie aber sehr präzise arbeiten, damit es nicht zu einer so genannten unbewussten Bestätigung kommt. Keinesfalls heißt dies nämlich, dass Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen, herumtragen oder auf den Schoß setzen sollen, während Sie ihn streicheln und in endlosen Litaneien bedauern, denn dieses Verhalten würde die Angst Ihres Hundes nur verstärken. Allerdings sollten Sie andererseits auch keinesfalls – wie von manchen Trainern empfohlen – Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat. Dieser Tipp, der die oben genannte „unbewusste Bestätigung“ verhindern soll, ist weit über das Ziel hinaus geschossen, denn wenn Sie Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat, was vermitteln Sie ihm dann?! Dass Ihnen seine Angst vollständig egal ist und er sich an jemand anderen wenden muss, wenn er Unterstützung und Schutz braucht – und das ist für eine gute Bindung und ein angestrebtes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter das reinste Gift! Deshalb haben wir seit Jahren ein Ritual eingeführt, das bestens funktioniert:

 

Unser Wohnzimmer wird zu einer Liegelandschaft umgebaut. Zugegeben, bei nur einem Hund oder zweien ist das nicht nötig, es reicht ein bequemes Sofa, aber wir haben ja sieben... Einer von uns hält sich die meiste Zeit über auf der „Liegewiese“ auf, meistens lesen wir oder telefonieren mit Freunden. Die Hunde kommen ganz von selbst und suchen den Körperkontakt, wenn die Knallerei losgeht. Sie legen sich mit hin, dürfen sich ankuscheln und unsere Nähe spüren. Einem von ihnen hilft es besonders, wenn wir ihn mit einer Decke so zudecken, dass nur noch sein Kopf rausschaut – er fühlt sich so eingehöhlt sicherer. Wenn die, die besonders große Angst haben, anfangen zu hecheln oder uns anzupföteln, reagieren wir darauf nur geringfügig und sagen einfach nur kurz „Ist schon o. k.“ oder ähnliches und strahlen weiterhin heitere Gelassenheit aus. Um diese Stimmung zu erzeugen, helfen übrigens Bücher des Dalai Lama ausgesprochen gut! J

 

Zusätzlich läuft bei uns der Fernseher in einer Lautstärke, die gut erträglich ist, aber doch den Lärm von draußen zumindest teilweise abmildert. Diese Geräuschkulisse kann die Knallerei natürlich nicht übertönen, dann würden uns – und besonders unseren Hunden, deren Gehör viel feiner ist – ja die Ohren weh tun. Aber sie verhindert eine allzu starke Fokussierung auf die Knallgeräusche. Der besondere Tipp: Auf 3 SAT laufen jedes Jahr ab 11.00 Uhr vormittags bis weit nach Mitternacht Mitschnitte von tollen Live-Konzerten der vergangenen Jahre. Echte Sahnestücke der Musikgeschichte, von Phil Collins über U2, Michael Jackson, Pink oder Tina Turner, es ist für so ziemlich jeden Musikgeschmack etwas dabei.

 

Sehr hilfreich ist auch eine CD, die es als Beigabe zu dem Buch „Mit den Ohren eines Hundes“ (sehr zu empfehlen!) gibt. Die auf ihr zu hörende Musik wurde nach jahrelangen Forschungen auf dem Gebiet der Psycho-Akustik arrangiert und ist speziell auf das akustische Wahrnehmungsvermögen von Hunden abgestimmt. Sie wirkt beruhigend und wird bereits erfolgreich in Tierheimen, Hundepensionen und Tierkliniken eingesetzt.

 

Sobald es am Nachmittag auch nur ansatzweise dämmrig wird, machen wir überall im Haus das Licht an, um die von draußen kommenden Lichtreflexe zu mildern. Sollten Sie Gardinen oder Rollos haben, sollten Sie diese schließen. Manchmal hört man den Tipp, mit dem Hund am besten in den Keller zu gehen, im Idealfall in einen Keller ohne Fenster. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie das nicht ausschließlich zu Silvester tun – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund bereits das Heruntergehen in den Keller fürchtet, weil es für ihn in direktem gedanklichen Zusammenhang mit der Knallerei steht. Sollten Sie aber eine Art eingerichteten Hobbyraum haben, den Sie regelmäßig nutzen, kann es tatsächlich hilfreich sein, Silvester dort unten zu verbringen, bis gegen 2.00 oder 3.00 Uhr nachts zumindest die schlimmste Knallerei vorbei ist.

 

Die Gassi- Runden reduzieren wir auf kurze Gänge in der Nähe des Hauses, damit die ängstlichen Hunde das Gefühl haben, jederzeit auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause zu können. Ist „die Fluchtburg“ in kürzester Zeit erreichbar, fühlt sich so mancher Hund zumindest etwas besser. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie das Rausgehen auch auf diesen beschränken. Wir gehen am 31. Dezember immer eine ganz lange Runde sehr früh am Morgen, so gegen 6.00 Uhr – da ist es noch weitgehend ruhig. Danach bleiben wir mit den ängstlichen Hunden auf unserem Grundstück.

 

Wenn Sie einen Hund haben, der in Panikattacken verfällt, wenn er es – selbst in größerer Entfernung – knallen hört, dann führen Sie ihn an den Tagen rund um Silvester mit doppelter Leinensicherung und bleiben Sie in der Nähe Ihres Hauses oder Ihres offen stehenden (!) Autos, denn für diese Hunde ist das Erreichen „der Fluchtburg“ eine Frage des Überlebens.

 

Von der häufig empfohlenen Gabe von Medikamenten möchte ich dringend abraten! Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jedes Psychopharmaka eine so genannte Umschlagwirkung zeigen kann. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Hund nicht beruhigt, sondern ganz im Gegenteil, jetzt erst richtig hoch gefahren wird. Der Kreislauf wird aktiviert, der Puls rast wie verrückt, der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe und der so gestresste Organismus nimmt die Außenreize durch die Adrenalin Ausschüttung noch stärker wahr. Vor ein paar Jahren wurde ich am Silvesterabend von einer völlig verzweifelten Hundehalterin angerufen, bei deren Eurasierer- Rüden genau das passiert war. Der Hund drehte völlig durch, speichelte, raste fieberhaft nach Unterschlupf suchend durch das Haus und war kaum noch ansprechbar. Die Tierärztin, die das Mittel verschrieben hatte, empfahl am Telefon, den Hund in die Praxis zu bringen, was vollkommen ausgeschlossen war für die Halterin, weil er sich nicht einmal mehr anfassen ließ, ohne deutlich drohend zu fletschen – was er übrigens sonst nie tat! Als ich nach halbstündiger Fahrt dort ankam, war der Hund bereits so durchgedreht, dass ich einen Kreislaufkollaps befürchtete. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auf den Hund zu stürzen, ihn – halb im Würgegriff – ins Auto zu zerren und in die Klinik meines Vertrauens zu bringen. Dort wurde er in Narkose gelegt, um ihn erst einmal ruhig zu stellen. Dann wurde er an den Tropf gehängt, um die Wirkstoffe in seinem Körper möglichst schnell auszuschwemmen. Es dauerte mehr als 14 Tage, ehe dieser Hund sich halbwegs erholt hatte und sein Frauchen und mich wieder vertrauensvoll an sich heran ließ. Er war damals fünf Jahre alt und ich kannte ihn seit seiner Welpenzeit. Er hatte uneingeschränktes Vertrauen zu mir und seiner Halterin bis zu diesem Abend gehabt...

 

In einem anderen Jahr rief mich am 05. Januar eine Dame an, deren Hund sich seit Silvester völlig verändert hatte. Er zitterte, sobald er nur angesprochen wurde und reagierte extrem auf jegliche Außenreize, die mit Geräuschen oder Licht zu tun hatten. Er flüchtete zum Beispiel in Panik unter den Küchentisch, als vor dem Haus die Straßenlaterne anging. Beim Beratungsgespräch stellte sich dann heraus, dass auch dieser Hund auf Anraten eines befragten Tierarztes Medikamente verschrieben bekommen hatte. Er wählte ein Mittel aus, dass hauptsächlich auf der Basis eines Muskelrelaxans wirkte, das Bewusstsein aber kaum beeinflusste. Im Klartext bedeutete dies, dass dieser arme Hund, der schon immer große Angst vor Silvester hatte, alles um sich herum mitbekam, aber unfähig war, sich zu bewegen. Gefangen im eigenen Körper konnte er weder hecheln, noch herumlaufen oder sich verkriechen, so wie er es sonst immer getan hatte. Die Folgen waren fatal – dieser Hund erlitt ein Trauma, von dem er sich nie mehr richtig erholte.  Er hatte für den Rest seines Lebens Probleme und die Halterin verfluchtete den Tag, an dem er das „Beruhigungsmittel“ bekommen hatte.

 

Ich könnte noch einige solcher Beispiele nennen, die ich im Laufe der Jahre miterlebt habe. Es waren weit mehr als nur diese beiden und aus diesem Grund würde ich die Gabe von Medikamenten nicht empfehlen. Ich kenne keinen einzigen Hund, der sich nicht über kurz oder lang wieder erholt hätte nach der Knallerei – aber einige, die durch Medikamentengabe traumatisiert wurden. Selbst-verständlich gibt es auch Hunde, die die Medikamentengabe gut vertragen – nur weiß man vorher nicht, ob es so sein wird und mir ist das Risiko für die mir anvertrauten Tiere definitiv zu groß, falls es nicht so sein sollte.

 

Hingegen macht eine Kollegin von mir recht gute Erfahrungen mit der Gabe von Bach-Blüten. Suchen Sie sich einen seriösen Therapeuten, der eine individuelle Mischung für Ihren Hund zusammenstellt. Die im Handel erhältlichen, fertigen Mischung möchte ich Ihnen nicht empfehlen, da sie der eigentlichen Lehre Bach` s und seinem Verständnis über die Wirkung der Blütenmittel nicht entsprechen. Eine Umschlagwirkung ist hier nicht bekannt, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann, ähnlich wie wir sie aus der Homöopathie kennen. Sollte diese gerade an Silvester auftreten, wäre das natürlich fatal. Deshalb ist eine vorherige Gabe zum Ausprobieren empfohlen.

 

Einigen Hunden hilft auch der D. A. P.- Stecker recht gut, der im Fachhandel erhältlich ist. D.A.P. ist die Abkürzung für Dog Appeasing Pheromone. Diese Pheromone sind Duftstoffe, die eine Mutterhündin während der Laktationsphase zwischen der Milchleiste absondert und die beruhigend auf die Welpen wirken. Man fand heraus, dass diese Wirkung auch noch bei erwachsenen Hunden eintritt und schließlich gelang es, diese Pheromone zu synthetisieren. Steckt man nun diesen Stecker in die Steckdose, wird der Geruch der Pheromone ausgeströmt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie dem Hund die Gelegenheit geben, den Raum zu verlassen, wenn er das wünscht, denn nicht alle Hunde mögen diesen Geruch und nicht auf alle wirkt er beruhigend! Beobachten Sie Ihren Hund, ob er sich freiwillig in die Nähe des Steckers begibt und tatsächlich ruhiger wird oder ob ihm dieser Geruch völlig egal zu sein scheint oder er sogar den Raum verlässt. Auch hier ist es sinnvoll, nicht erst am Silvesterabend auszuprobieren, welche Reaktionen Ihr Hund zeigt, fangen Sie ruhig schon ein bis zwei Wochen vorher damit an. Auf gar keinen Fall sollten Sie die ebenfalls erhältlichen D. A. P.- Halsbänder verwenden, denn einmal angelegt kann der Hund sich eben nicht mehr frei entscheiden, ob er den Geruch sucht oder meidet, sondern ist ihm ausgeliefert. Interessant ist, dass der Hersteller anfangs, als es nur die Stecker gab, selbst ausdrücklich darauf hinwies, wie wichtig es ist, dem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen zu geben. Trotzdem hat er dann die Halsbänder und auch noch ein Spray auf den Markt gebracht. Man macht sich so seine Gedanken, was hinter diesem Sinneswandel steckt...

 

Für viele Menschen ist übrigens unklar, warum Hunde gerade vor Silvester so große Angst haben. Manchmal sogar solche, die zum Beispiel keine Probleme mit Schüssen oder Gewitter haben. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch die Knallerei gleich mehrere Sinne deutlich überstrapaziert werden: Der Gehörsinn durch den Lärm, der Gesichtssinn (die Augen) durch die ungewohnten und in großer Anzahl auftretenden Lichtreflexe und der Geruchssinn durch den Gestank, den die Böller verursachen und der ebenfalls ungewohnt ist für den Hund.

 

Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund (oder Ihren Hunden) eine möglichst ereignislose Silvesternacht und hoffe, dass die hier zusammengefassten Tipps helfen, mit möglichst viel Ruhe und Frieden ins neue Jahr zu kommen!

 

Clarissa v. Reinhardt

www.animal-learn.de

 

 

P. S.: Als Autorin erlaube ich ausdrücklich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o. g. Quelle weiträumig zu verbreiten. Wenn Sie ihn erhalten haben, freue ich mich, wenn Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter schicken, ihn in Foren oder auch gern auf Ihre eigene Homepage stellen. Sie dürfen ihn auch ausdrucken, kopieren und verteilen. Desto mehr Menschen er erreicht, desto mehr Tieren kann hoffentlich geholfen werden. J

 

 

 

15.12.09

Neue Hundesteuersatzung für die Gemeinde Seevetal

 

Der Rat beschließt, § 5 Nr. 3 der Hundesteuersatzung vom 19.12.2002
ab dem 1.1.2010 wie folgt neu zu fassen: „Die Steuer ist auf Antrag für die Dauer eines Jahres
auf die Hälfte zu ermäßigen für Hunde,

die der Halter aus einem Tierheim übernommen hat,
mit dem die Gemeinde Seevetal einen Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren geschlossen hat. 
Die Übernahme aus dem Tierheim ist durch Tierübereignungsvertrag nachzuweisen.
Eine Übertragung der Befreiung auf spätere Hundehalter ist ausgeschlossen."

Der offizielle Beschluss: unter "TOP Ö 12" auf der Seevetaler Seite

http://www.seevetal.de/internet/page.php?site=14&id=910000402&rubrik=10000017

( bitte anklicken )

 

28.11.09

Beim Spaziergang im Wald auf den Hund achten

Gerade zur Winterzeit sind die Vierbeiner ein Stressfaktor für die Tiere im Wald

 

Lütersheim. Ausgedehnte Spaziergänge sind für Hund und Mensch meist das Schönste - über Wiesen, durch Felder, im Wald. Orte, an denen die Halter ihr Tier frei laufen lassen können. Dass das gefährlich sein kann für Wildtiere, ist nicht jedem bewusst. "Fallwild durch Hunde sind ein häufig verdrängtes Problem", sagt Gerd Bölke.

Seit 34 Jahren ist Bölke Jagdaufseher in Lütersheim, seit fünf Jahren auch im Jagdbezirk Volkmarsen I. Das Problem der frei laufenden Hunde im Wald beschäftigt ihn schon lange – auch wenn er auf keinen Fall Hundehalter unter Generalverdacht stellen will. Er ist ja selbst Hundefan und zieht mit seinem elf Jahre alten Weimaraner-Langhaar durch die Landen.

Energieverlust durch Hetze

Aber sensibilisieren möchte er. Gerade jetzt, wenn der Winter und damit die Notzeit für die Tiere im Wald anbricht, bedeutet schon eine kurze Hetze für das Wild einen hohen Energieverlust. Und der kann durch mangelndes Nahrungsangebot in kalten Monaten kaum ausgeglichen werden.

Nicht jeder Hund ist so topp erzogen, dass er aufs Wort hört. Und auch bei sehr gut hörenden Hunden kann der Beutetrieb mit ihnen durchgehen, weiß Gerd Bölke. Springt ein Reh aus dem Gebüsch, ist der Hund schnell hinterher. Größtenteils seien sich die Hundebesitzer ihrer Verantwortung bewusst und würden dementsprechend handeln. Doch oft genug bekäme er als Jagdaufseher zu hören, dass ein Hund unangeleint herumgelaufen sei und aggressives Verhalten gezeigt habe, ohne dass sein Halter eingriff. Auch mag es nicht jeder Spaziergänger, von einem fremden Hund angesprungen zu werden. Sätze wie "Das macht er eigentlich sonst nie" sind Bölke bestens bekannt.

 

 

SPIEGEL ONLINE

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http://spiegel.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/1014;/panorama/gesellschaft/c-10/r-4445/p-druckversion/a-648596/be-PB64-cGFub3JhbWEvcGFub3JhbWExL2FydGlrZWw_3/szwprofil-1014?r=http%3A//www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0%2C1518%2C648596%2C00.html&d=56569.81888356699http://spiegel.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/1014;/panorama/gesellschaft/c-10/r-4445/p-druckversion/a-648596/be-PB64-cGFub3JhbWEvcGFub3JhbWExL2FydGlrZWw_3/szwprofil-1014?d=51338312http://www.spiegel.de/cgi-bin/vdz/CP/spiegel/panorama/gesellschaft/c-10/r-4445/p-druckversion/a-648596/be-PB64-cGFub3JhbWEvcGFub3JhbWExL2FydGlrZWw_3/szwprofil-1014http://count.spiegel.de/nm_trck.gif?sp.site=999912. September 2009, 18:03 Uhr

Hungeranregendes Haustierfutter

Fett dank Zusatzstoffen

Er sei nicht dick, pflegt Comic-Kater Garfield zu sagen, sondern nur untergroß. Doch daran, dass er so ein Pfundskerl ist, trägt er womöglich gar keine Schuld: Manches Tierfutter, warnt der Deutsche Tierschutzbund, enthalte Appetitanreger - und fordert eine Kennzeichnungspflicht.

"Entweder ich hab' Hunger", lautet ein alter Gag, "oder mir ist schlecht: Satt kenn ich nicht." Eine Eigenschaft, die nicht nur die Liebhaber von Ketchup- beschmierten Buletten in Pappbrötchen oder des Balkan-Grilltellers Spezial nur zu gut kennen, sondern auch unsere liebsten Freunde: unsere Haustiere. Dass von denen aber so manches eine ganz und gar artfremde Fressgier entwickelt, liegt womöglich daran, dass viele Tierfutter es locker mit so mancher Menschennahrung aufnehmen können, was die Zusatzstoffe angeht.

So will die Tierfutterindustrie neue Zusatzstoffe gefunden haben, mit denen sich der Appetit von Hunden und Katzen künstlich steigern lässt, berichtet der SPIEGEL. Die Enzyme der dänischen Firma Novozymes etwa verdoppeln offenbar den Hunger von Testhunden und Testkatzen auf das ihnen angebotene Fressen. Zum Einsatz kommen Enzyme mit sperrigen Namen wie Protamex oder Novo Pro D.

Sie und ihre Verwandten werkeln durchaus nicht nur im Tierfutter, wo sie als Appetitanreger dienen. Protamex beispielsweise ist eine sogenannte Protease, die die für die Verdauung notwendige Hydrolyse von Eiweißen befördert. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Das Enzym zerlegt Proteine - und zwar so, dass die "funktionellen, die Nährstoff- und Geschmackseigenschaften des Proteins" verbessert werden. So drückt das Hersteller Novozymes aus und verweist darauf, wo Protamex zum Einsatz kommt: in der "Nahrungsmittelindustrie".

In einem Boot: Hunde und Herrchen

In der ist der Einsatz von Geschmacksverstärkern und unzähligen anderen Zusatzstoffen kein Geheimnis, die Hersteller unterliegen Kennzeichnungspflichten, denen sie bei Nahrung für Menschen auch nachkommen - entweder in Form von Klarnamen oder mit ihren E-Nummern. Oft ist der Einsatz oder das Vorhandensein von Enzymen im Produktionsprozess nicht nur natürlich, sondern sogar nötig: Käse etwa kommt ohne Proteine aufspaltende Enzyme gar nicht aus, weil nicht zustande. Wenn solche Enzyme am Herstellungsprozess beteiligt sind, im fertigen Produkt aber nicht mehr aktiv, nennt man sie Verarbeitungshilfsstoffe. Sie müssen nicht ausgewiesen werden. Sind sie dagegen auch im fertigen Produkt noch aktiv, gelten sie als ausweisungspflichtige Zusatzstoffe - denn dann bearbeiten sie beispielsweise als Geschmacksverstärker nicht das Produkt, sondern uns, die Konsumenten.

Rüde Rupert und Kater Karlo aber können mit dem so intensivierten Geschmackserlebnis möglicherweise weniger gut umgehen als wir vernunftbegabten Menschen, die wir uns von chemischen Zusätzen niemals dazu verleiten lassen würden, mehr zu essen als gerade nötig. Bei unseren tierischen Mitbewohnern greift dagegen der vom pawlowschen Hund bekannte Mechanismus der Konditionierung: Gefressen wird dann nur noch, was intensiver schmeckt als die andere Dose. Nur ab und zu wirkt irritierend, wenn auch unsere Kinder beispielsweise Erdbeeren nicht mögen, weil die nicht genug nach Erdbeere schmecken. Sie kennen dann meist das in Eis, Joghurts etc. hauptsächlich verwendete intensive Erdbeeraroma, das aus Baumrinde gewonnen wird. Schmeckt viel erdbeeriger.

E-Nummern für Futterdosen

Das ist der Fortschritt, und der macht auch vor den Entwicklern schmackhafter Tiernahrung nicht halt: Seit Jahren wetteifern Futterfirmen darum, ihre Konserven attraktiver für die Tiere zu machen als die der Konkurrenz. Mögliche Nebenwirkung: In Deutschland gilt schon jedes zweite Haustier als übergewichtig - was übrigens ziemlich genau der Quote der Übergewichtigen unter den Erwachsenen in Deutschland entspricht.

Roman Kolar vom Deutschen Tierschutzbund sagt deshalb dem SPIEGEL: "Es muss bei Tiernahrung um Ausgewogenheit gehen und nicht Überfütterung." Kolar fordert daher eine Kennzeichnungspflicht für die appetitanregenden Enzyme.

Eine Maßnahme, die zumindest schon einmal das Portemonnaie entlasten würde, wenn Rüde Rupert und Kater Karlo zum FdH - salopp für "Friss die Hälfte" - übergehen würden. Zu den wichtigen Motiven, sich einen Hund zuzulegen, gehört übrigens, dass die Halter hoffen, auf diese Weise körperlich aktiv und in Form zu bleiben.

Klappt natürlich nur, wenn man den Hund nicht rollen muss.


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Deichsicherung ist wichtig, aber so?

Information
für Presse, Funk und Fernsehen

vom Landkreis Harburg

Landkreis Harburg/ Georg Krümpelmann

03. August 2009

Hunde auf dem Deich anleinen

In der Zeit vom 1. April bis 15. Juli waren alle Hundehalter gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Hunde außerhalb von Ortschaften an der Leine zu führen. In dieser Zeit sollen bodenbrütende Vögel und generell Jungtiere durch die Leinenpflicht besonders geschützt werden.

Der Landkreis Harburg appelliert an die Hundebesitzer, ihre Hunde auch für die Zeit vom 16. Juli bis 31. März während des Spaziergehens am Elbdeich an der Leine zu führen und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Deichsicherheit zu leisten.

Hintergrund: Selbst eine kleine Maus kann bereits den Jagdtrieb eines Hundes wecken. Ist der Hund nicht angeleint und folgt seinem Jagdinstinkt, führt dies sehr häufig dazu, dass Hunde die vorhandenen Mauselöcher durch Buddeln vergrößern. Löcher im Deich beeinträchtigen allerdings die Standsicherheit des Deiches und damit die Sicherheit bei Hochwasser und Sturmfluten.

 

 

 

 

12.07.09

"Ich muss Ihren Hund jetzt mitnehmen!"   Falsche Tierschutzverein-Mitarbeiter unterwegs

 

Die Norderstedterin Gaby K. ist überzeugt, dass ein Mann mit gefälschtem Ausweis ihren Mischlingshund stehlen wollte. Der Tierschutzverein Westerwohld kennt diese Masche.

Norderstedt. Gaby K. (Name von der Redaktion geändert) aus Norderstedt sind Angst und Verunsicherung immer noch deutlich anzumerken. "Ich habe hinterher bitterlich geweint, war völlig fertig", erzählt die Frau, die aus Krankheitsgründen arbeitslos ist, von jenem Tag, als ein Unbekannter versucht hatte, ihren kleinen Hund zu entführen.

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Hamburger Abendblatt

Der Unbekannte hatte vormittags bei Familie K. in dem Mehrfamilienhaus an der Ulzburger Straße geklingelt. Gaby K. war beim Bettenmachen. Sie geht fest davon aus, "dass er mich vorher mit dem Hund beobachtet hat." Nichts ahnend öffnete sie die Wohnungstür. Vor ihr stand ein junger Mann in einer dunkelblauen Jacke mit einem Kärtchen am Revers, das ihn als angeblichen Mitarbeiter des Tierschutzvereins auswies. "Er sagte, er käme vom Tierschutzverein. Ich solle den Hund anleinen, er müsse ihn mitnehmen", erzählt die Norderstedterin. Es habe Beschwerden wegen des zwei Jahre alten Mischlingshundes gegeben. Gaby K. war völlig verdattert, machte die Wohnungstür einfach wieder zu, der Unbekannte verschwand. "Ich habe mich erkundigt, es gab von niemandem Beschwerden. Unser Hund ist auch ganz lieb", sagt Gaby K. über den quirligen Vierbeiner. Anzeige bei der Polizei erstattete sie nicht.

Natürlich war der Mann nicht vom Tierschutzverein. Diese Art der Kontaktaufnahme komme für echte Mitarbeiter des Vereins nicht in Frage, sagt Katrin Witthöft, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Westerwohld. "Wir dürfen auch gar keine Tiere einziehen, dafür sind Ordnungsamt und Polizei zuständig."

Das Erlebnis von Gaby K. liegt schon ein paar Wochen zurück - und ist laut Gaby K. kein Einzelfall. Die Frau erzählt, sie sei kurz darauf beim Spaziergang in der näheren Umgebung mit einer anderen Hundebesitzerin ins Gespräch gekommen: "Und da erzählt sie mir, sie sei in der gleichen Art und Weise von einem Unbekannten angesprochen worden. Da dachte ich: Das gibt es doch gar nicht!" Für Katrin Witthöft ist die Masche mit dem Tierschutzverein nicht neu: "Wir hatten schon einmal einen Anruf aus der Waldstraße. Dort sei ein Transporter mit einem Tierschutz-Logo unterwegs, und es werde behauptet, man fange Katzen ein, um sie zu kastrieren." Während einer Infoveranstaltung des Tierschutzvereins wurde von Schäferhund-Mix Timber berichtet, der im November 2008 in Wakendorf II verschwunden war. "Einen Rüden anzulocken ist einfach, dafür braucht man nur eine läufige Hündin", so Katrin Witthöft.

Doch zu konkreten Ermittlungen der Polizei oder gar Verhaftungen von Tierfängern führten all diese Hinweise nicht. Die Segeberger Polizei hat derzeit keine Anzeigen wegen Hundediebstahls vorliegen, sagt Pressesprecherin Silke Tobies. "Nicht jede Katze, die verschwindet, ist das Opfer einer Straftat, so tragisch das für den einzelnen Tierhalter ist", sagt Tobies. Die Polizei fordert, dass im Verdachtsfall unmittelbar Anzeige erstattet wird. Silke Tobies: "Es ist für uns unheimlich schwierig, wenn wir keinen konkreten Ansatz haben."

Wie konkret die die Gefahrenlage auch sein mag - wer sicher gehen will, hält sich an die Ratschläge einer Broschüre, die der Tierschutzverein Westerwohld herausgibt. Wenn Hund oder Katze verschwunden sind, sollte erst nach eigener "intensiver Suche" die Polizei verständigt werden. Bei Hunden zeitnah, bei Katzen nach rund drei Wochen. Die Besitzer sollten Suchplakate mit Fotos aufhängen und im Internet veröffentlichen, und Tierschutzvereine, Tierärzte und Tierfutterhandlungen in der Region verständigen. Hunde sollten nicht unbeaufsichtigt vor Geschäften angebunden werden. Wer ein Tier aufnimmt, ist durch das Fundgesetz verpflichtet, dies dem Tierschutzverein oder der Polizei zu melden.

Die Hotline des Tierschutzvereins Westerwohld für vermisste und gefundene Tiere: Tel. 01639 27 82 78.

http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article1090486/Falsche-Tierschutzverein-Mitarbeiter-unterwegs.html

10.07.2009

 

 

Tiere im Urlaub

Wildernder Hund reißt mehrere Rehe

Tiere sterben qualvoll - Jagdpächter bittet Bürger um Hilfe

 

Von Claudia Michaelis

 

Metzendorf.Wenn Hunde an die Leine müssen, neue Schongebiete ausgewiesen werden, sind Hundebesitzer mit dem Wort Tierquälerei oft schnell bei der Hand. Was freilaufende Hunde anderen Tieren an Qualen antun können, hat mancher Hundebesitzer hingegen oft weniger im Blick. Der Metzendorfer Jagdpächter Walter Werner kann davon dieser Tage ein trauriges Lied singen: Im Gebiet Metzendorf/Woxdorf/Beckedorf streunt mitten in der Brut- und Setzzeit ein Hund durch Wald und Flur, der Rehwild hetzt und die Tiere bei lebendigem Leibe zerreißt, aber nicht tötet, sodass sich die schwerverletzten Tiere langsam zu Tode quälen.

In der vergangenen Woche fanden Anwohner in Woxdorf in ihrem Garten einen kleinen Rehbock, der sich in die Nähe der menschlichen Siedlung geschleppt hatte und dort sterbend lag. Werner erlöste das Tier - und schildert, wie der Hund den jungen Bock zugerichtet hatte: "Die Hoden waren herausgerissen, das Schulterblatt zerfetzt. Dann hat er den Todesbiss am Hals angesetzt, den er aber offenbar noch nicht ganz beherrscht."

Am Montag folgte der nächste traurige Fund: Noch morgens um 4 Uhr hatte sich der Landwirt im Ruhestand in den Von-Ehren-Plantagen am Anblick einer Ricke mit ihrem Kitz erfreut. "Ich dachte noch: Hier seid ihr sicher", erinnert sich der 70-Jährige. Stunden später holt ein Von-Ehren-Mitarbeiter den Jäger - und Werner muss auch die hechelnd in der Plantage liegende Ricke erlösen, die der Hund übel zugerichtet hat. "Es ist ungeheuerlich, was einige Leute unter Tierliebe verstehen. Diese Leute müssten mal hören, wie ein Reh schreit, wenn es so zerrissen wird. Das ist grausig."

Auch das Kitz ist nun ohne die Mutter zum Sterben verurteilt, und Werner rechnet damit, dass der Hund noch mehr Tiere reißt, die nicht gefunden werden und qualvoll im Wald verenden. "Es ist zum Verzweifeln, so kann es nicht weitergehen", sagt Werner, der seit mehr als 40 Jahren Jagdpächter in diesem Revier ist und sich selbst mehr als Heger denn als Jäger versteht. Dass der Hund direkt aus dem Dorf kommt, glaubt Werner nicht. Die örtlichen Hundbesitzer seien vernünftig, weiß Werner, der 13 Jahre lang Ortsbürgermeister in Emmelndorf/Metzendorf war.

Nach den Verletzungen der Rehe vermutet er, dass es ein großer, hochbeiniger Hund ist, der schnell laufen kann und Erfahrung im Wildern hat: "Das ist ein Experte, der es nur noch nicht ganz beherrscht." Bei der Polizei hat Werner bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet, und bittet nun die Bürger unter seiner Telefonnummer 0 41 05/32 67 um Hinweise, um den Hund und seinen verantwortungslosen Halter ausfindig zu machen. Was Letzterer möglicherweise nicht weiß: Als Jagdpächter ist Werner gesetzlich verpflichtet, das Wild zu schützen. Das heißt im Klartext: Er hat die Berechtigung, den Hund zu erschießen.

 

So gehen Sie mit Hund und Katze auf Flugreisen

Von Sebastian Wieschowski 9. Januar 2009, 12:22 Uhr

Hunde und Katzen gehören zur Familie wie die Kinder – doch was tun, wenn es in den Urlaub geht? Auf Flugreisen zu verzichten, ist eine Möglichkeit. Doch Tiere sind an Bord von deutschen Fluggesellschaften meist willkommen – doch für Hund und Herrchen gelten zahlreiche Reisebestimmungen.

Was dem einen die Kinderkarre ist dem anderen die Tier-Transportbox: Immer mehr Menschen nehmen ihre treuen Vierbeiner mit in den Urlaub und manchmal zwitschert es sogar aus den Transportkästen, die täglich in die Frachträume der Flugzeuge geladen werden. 75.446 Tiere sind im vergangenen Jahr mit der Air Berlin-Gruppe geflogen, TUIfly hat im selben Jahr rund 22.000 Tiere befördert. Wohl nicht umsonst steht auf der Homepage von TUIfly: „Hunde und Katzen sind an Bord unserer Maschinen gern gesehen.“ Doch damit dem auch tatsächlich so ist, müssen die Besitzer von Bello und Mimi einige Regeln für die Beförderung von Tieren beachten.

Für den Transport des tierischen Freundes während des Urlaubsfluges gibt es bei den meisten Airlines zwei Möglichkeiten: Die Mitnahme in der Kabine oder im Frachtraum. Bei Air Berlin – und vielen anderen Gesellschaften - können Hunde und Katzen ihren Halter in die Flugzeugkabine begleiten, wenn sie in einer geeigneten Transportbox untergebracht sind, deren Maße 55 mal 40 mal 20 Zentimeter nicht überschreiten. In dem Behälter muss das Tier ausreichend Luft bekommen, denn raus darf Herrchens Liebling während des gesamten Fluges nicht. Selbst der Kopf darf nicht aus der Box herausschauen. Und während der Besitzer bequem in seinem Sessel die Zeitung liest, muss Bello zu seinen Füßen bleiben. Bei Air Berlin beispielsweise heißt es in den Beförderungsbedingungen: „Der Behälter darf zu keiner Zeit, auch nicht bei Kauf eines Extrasitzes, auf den Sitzplatz gestellt werden.“

 

Schwergewichte nicht ins Körbchen

http://aka-cdn-ns.adtech.de/apps/428/Ad1743788St3Sz1Sq1416553V0Id7/leer2.gifWer sein Tier mit in die Kabine nehmen will, muss vor allem eine Regel beachten: Box und Tier dürfen nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen. Darauf weist TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs hin. Wird dieser Wert überschritten, werden Tiere bei den meisten Fluggesellschaften zwangsweise im klimatisierten Frachtraum befördert. Für den Transport im Gepäckraum müssen Passagiere eine eigene sichere und stabile Transportbox mitbringen, in der das Tier ausreichend Platz findet, um sich zu drehen und in der es warm gehalten wird. Pro Transportbox ist zudem nur ein Tier zugelassen. „In den Boxen für Tiere im Frachtraum muss ein Wasser- oder Futterbehälter vorhanden sein, der von außen befüllt werden kann", erläutert Air-Berlin-Sprecherin Nadine Bernhardt.

Billigflug-Mitbewerber Germanwings bietet ebenfalls einen Transportservice für Tiere an - schwere Exemplare müssen jedoch zu Hause bleiben: „Hunde und Katzen, die inklusive des Transportbehälters mehr als 8 kg wiegen, können von uns leider nicht befördert werden", heißt es auf der Germanwings-Homepage. Damit die tierische Reisebegleitung überhaupt eine Chance hat, ins Flugzeug zu gelangen, müssen die Vierbeiner bei allen Fluggesellschaften vorher angemeldet werden. Bei Air Berlin ist dies bis 48 Stunden vor Abflug möglich, die Lufthansa fordert eine Voranmeldung von mindestens 24 Stunden. Kurzfristig ist die Sonderreservierung für das Tier bei Condor möglich: Die Airline nimmt Anmeldungen bis acht Stunden vor Abflug entgegen.

 

Tierische Reisebegleiter kosten extra

Neben der Suche nach einem geeigneten Behältnis kommen zudem Extrakosten auf die Tierhalter zu: TUIfly berechnet pro Strecke und Tier eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro auf internationalen Flügen und 29,75 Euro innerhalb Deutschlands, wenn der tierische Passagier in der Kabine mitreist. Im Frachtraum werden 30 Euro (international) und 35,70 Euro (national) fällig. Bei Air Berlin kostet ein Tier in der Kabine pro Flugstrecke 20 Euro und in der Box im Frachtraum 30 Euro auf Kurz- und Mittelstrecken. Ab einer Flugstrecke von 3000 Meilen muss Herrchen 60 Euro zahlen. Aus dem Rahmen fällt das Preismodell der Lufthansa: Innerhalb der Freigepäckgrenze sind Tiere im Handgepäck auf innerdeutschen Flügen kostenfrei. Auf internationalen Flügen gilt die Gewichtsklausel: Der tierische Fluggast kostet sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum zehn Euro pro Kilogramm Gewicht - und dazu zählt auch der Transportbehälter. Die Kranichlinie bietet darüber hinaus einen tierfreundlichen Extra-Service: An den Check-in-Schaltern der Gesellschaft gibt es eine so genannte „Pet Box“ gratis.

 

Hunde und Katzen sollten vorbereitet werden

Reisende mit Tieren sollten zudem einige Ratschläge befolgen: „Gewöhnen Sie Ihr Tier unbedingt rechtzeitig vor der Reise an die Box“, empfiehlt die Hamburger Tierphysiotherapeutin Johanna Klepert. „Sie können ihm dort sein Essen geben, seine Lieblingsdecke hineinlegen oder es dort schlafen lassen.“ Juristische Details können die Reisefreude zudem trüben, wenn Touristen sie nicht beachten: Ein Tierpass ist Pflicht. Wer mit Hund oder Katze ins Ausland reisen möchte, benötigt für die Vierbeiner das blaue EU-Dokument. Wegen der strengen gesetzlichen Vorschriften ist es nicht möglich, Tiere nach Großbritannien, Irland oder Schweden zu transportieren", warnt TUIfly-Sprecher Jan Hillrichs. „Für Nagetiere gelten besondere Vorschriften und Reptilien aller Art sind vom Transport ganz ausgeschlossen", ergänzt Air-Berlin-Sprecherin Bernhardt. „Kranke oder verletzte Tiere sowie Hunde und Katzen, die voraussichtlich während der Beförderung gebären oder die vor weniger als 48 Stunden geworfen haben, sind von der Beförderung ausgeschlossen“, erläutert Condor-Sprecherin Nina Kreke.
http://www.welt.de/finanzen/nutzwert/article2974227/So-gehen-Sie-mit-Hund-und-Katze-auf-Flugreisen.html
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Aufs Eis entwischtem Hund nicht folgen

Bonn/Berlin (dpa/tmn) - Wenn ihr Hund auf eine unsichere Eisfläche gelaufen ist, sollten Halter vor allem Ruhe bewahren. Am schlechtesten sei, dem Tier in Panik hinterherzulaufen, sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Stattdessen sollte der Halter den Hund leise rufen und langsam von der Eisfläche weggehen. Dabei sollte aber der Vierbeiner stets im Auge behalten werden. Wenn das Tier einbricht, sollte der Halter vor einer Rettungsaktion die eigene Gefährdung abwägen. Wenn das Eis stabil genug erscheint, könne sich der Halter flach aufs Eis legen und den Hund so zu bergen versuchen, sagt Umlauf. Die Pressesprecherin des Deutschen Feuerwehrverbands in Berlin Silvia Darmstädter rät dagegen, bei einem solchen Unfall immer die Feuerwehr zu alarmieren.

Um zu verhindern, dass Hunde überhaupt auf unsichere Eisflächen entwischen, sollten sie in der Nähe zugefrorener Gewässer nahe bei sich geführt werden, sagt Katrin Umlauf vom Tierschutzbund. Weniger gehorsame Tiere seien dort stets anzuleinen.

© sueddeutsche.de - erschienen am 09.01.2009 um 10:20 Uhr
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/370485
 

 

Hunde sind "relativ kälteresistent", sagt Dr. Peter Kintzel (Kreis-Veterinäramt). Sofern der Halter die Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung einhalte, seien Hunde durch die Temperaturen nicht gefährdet. Bei Hunden, die dauerhaft draußen gehalten werden, gehört dazu unter anderem lange Leine oder großer Zwinger - für genügend Auslauf. "Zudem braucht der Hund eine Hütte mit wärmeisolierter Liegefläche und Öffnung, die gerade so groß ist, dass der Hund durchpasst", sagt Kintzel. Bei extremen Temperaturen sei ein Vorhang vor der Öffnung sinnvoll, damit der Hund die Hütte durch seine Körperwärme aufwärmen kann.

 

Schneegastritis ist eine Erkrankung bei Hunden, die speziell im Winter auftritt - wie auch Rachenentzündungen. Letztere kommt daher, dass der hechelnde Hund feinen Schneestaub inhaliert. Hinter ersterer versteckt sich eine Magenschleimhautentzündung, die Schnee fressende Hunde befallen kann.

 

Unterwolle ist das, was Hund und Katze jetzt zupass kommt. Gemeint ist eine Art Unterfell, das aus deutlich feinerem, dafür dichterem Haar besteht - Wärmeisolation pur. Wie sich Katzenhalter überhaupt auf die Empfindsamkeit ihrer Tiere verlassen können: "Katzen sind da sehr vernünftig", sagt Tierarzt Dr. Ulrich Göggerle (Meckenbeuren). Nur wenn sie im kalt-feuchten Raum eingesperrt seien, drohe winterliche Gefahr, "ansonsten regulieren sie das selber".

Windhunde haben es derzeit schwer: Wie alle kurzhaarigen Rassen leiden sie besonders unter der Kälte, zudem helfen ihnen keine Fettpolster. Besonders gefährdet sind Extremitäten. Wenn es denn Erfrierungen gibt (an Krusten zu erkennen), sollten diese Stellen langsam erwärmt werden, rät Ulrich Göggerle, da sonst das Gewebe Schaden nehmen kann. Wie seine Kollegin Dr. Karin Stechmann (ebenfalls Meckenbeuren) bestätigt, sind Erfrierungen äußerst selten: Selbst in Skandinavien kommen die Hunde gut drum herum.

Dem einen hilft "Frostschutz", dem anderen heftiges Zittern

 

 

 

 

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Die Hundelobby Seevetal kündigt einen Protestbrief an und bittet
Hundehalter, Hundevereine, Hundeorganisationen und Hundetierschutz
um Unterstützung!

zu unserem Protestbuch ( hier bitte klicken )

Liebe Hundefreunde,

 

die Hundelobby Seevetal wurde im Juni 2008 als Regionalteam des Hunde Lobby e.V., gegründet. Anlass war der geplante, ganzjährige Leinenzwang für Hunde – ob groß oder klein – in Teilbereichen von Seevetal.

 

WEHRET  DEN ANFÄNGEN, so sahen wir unsere Mission und haben es, nach intensiven Gesprächen mit der Politik, den

entsprechenden Gremien und einer großen Demo vor dem Rathaus geschafft, dass der ganzjährige Leinenzwang  am 24. März 2009
korrigiert wurde und Hunde und Halter wieder das freie Seevetal  – ohne Hundeleine – genießen können!

 

Berichte in Rundfunk, Fernsehen und der Presse ließen uns jetzt aufhorchen! Das für Hundehaltung als liberal geltende Niedersachsen plant eine Verschärfung der Hundeverordnung (siehe auch http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_politik_nachrichten_artikel.php?id=2006656).

 

Jeder Beißvorfall, bei dem Menschen zu Schaden kommen, ist einer zu viel! Darin sind wir uns sicher einig. Aber ein genereller Leinen- und Maulkorbzwang für alle niedersächsischen Hunde über 20 kg darf und kann nicht die Lösung sein. Das wird die Hunde-Lobby der Landesregierung und den im Landtag vertretenen Parteien klar und deutlich sagen. Gleichzeitig werden wir den politisch Verantwortlichen Lösungsansätze unterbreiten, die im Sinne der Gefahrenprävention und im Sinne einer artgerechten Hundehaltung gleichermaßen zielführend sind.

 

Zunächst sind ein offener Brief an die Landesregierung und die im Landtag vertretenen Fraktionen sowie eine Presse-Aussendung geplant, die von möglichst vielen Initiativen, Vereinen und Fachleuten als Unterstützer mit unterzeichnet werden soll, um eine breite Solidarität unter den Hundehaltern zu  signalisieren.

 

Bitte teilen Sie uns bis zum 2. Juni 2009 mit, ob wir mit Ihrer Unterstützung rechnen können und senden Sie uns – bitte möglichst umgehend – Ihre Forderungen an die Landesregierung.

 

Mit hundefreundlichen Grüßen

 

Hunde-Lobby e.V.

Hundelobby Seevetal

 

Marlis Grundt

Am Schulberg 4

21220 Seevetal

 

Fax  04185 708501

Email:  hundelobby-seevetal@online.de

www.hundelobby-seevetal.de

 

Die Hundelobby Seevetal

ist ein Regionalteam des

Hunde-Lobby e.V.


Wir haben über 250 Institutionen, Hundevereine, Hundeschulen, Tierschutzorganisationen

und Fachleute angeschrieben.

 

Wir freuen uns über jede Unterstützung und dürfen Sie bitten, uns über das Gästebuch
oder auch per Email Ihre Meinung mitzuteilen.
Wir werden dann versuchen, die Wünsche der Hundehalter

in dem Protestbrief zu berücksichtigen.

 

 

 

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit
Ihre Hundelobby Seevetal

 

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Der Koalitionspartner der CDU in Niedersachsen, die FDP, sagt
NEIN zum Leinenzwang und Maulkorb!

 

20.5.09

"Das grenzt schon an Tierquälerei"

Uelzener Tierschutzverein kritisiert geplanten Maulkorbzwang für Hunde ab 20 Kilogramm

Von Michael Koch

Uelzen. Müssen sich demnächst zahlreiche Uelzener Hundebesitzer mit Maulkörben für ihre Vierbeiner eindecken? Geht es nach der Landesregierung, dann lautet die Antwort ja.

Von dem geplanten Maulkorbzwang für Hunde, die schwerer sind als 20 Kilogramm, hält Wolfgang Roboom, der Vorsitzende des Uelzener Tierschutzvereins, nichts. "Da werden alle größeren Hunde über einen Kamm geschert", kritisiert der Tierschützer. Außerdem grenze das Tragen eines Maulkorbs, je nach Modell und Dauer, schon an Tierquälerei.

Mit dem geplanten Maulkorbzwang reagierte die niedersächsische Landesregierung auf zahlreiche Beißattacken von Hunden wie jüngst in Hildesheim: Ein Rottweiler hatte dort zwei Kleinkinder angefallen (AZ berichtete).

Sicher täte es manchen Haltern gut, würden ihre Hunde Maulkörbe tragen, meint Roboom. "Es kann nicht sein, dass große Tiere einfach so auf Passanten zulaufen - auch nicht, wenn sie nur spielen wollen." Meist liege ein solches Fehlverhalten der Tiere aber an der schlechten Erziehung. Deshalb sei der Vorstoß der Landesregierung in seinen Augen auch reiner Populismus, meint Roboom.

Trägt ein Hund stundenlang einen Maulkorb, "ist das für das Tier sehr quälend", schlägt der Hundebesitzer außerdem Alarm. Maulkörbe würden die Freiheiten der Vierbeiner noch stärker einschränken. "Hunde transpirieren durchs Hecheln", erklärt Roboom. "Sehe ich hechelnde Hunde mit engen Kunststoff- oder ledernden Maulkörben, spreche ich die Halter an." Denn im schlimmsten Fall könnten Hunde bei zu hohen Außentemperaturen an solchen Maulkörben verenden.

Auch der Leiter des Uelzener Ordnungsamtes, Volker Leddin, steht dem geplanten Maulkorbverbot skeptisch gegenüber: "Ich glaube nicht, dass das Gesetz in dieser Form in Kraft tritt." Die Gefährlichkeit eines Hundes gehe für Leddin nicht zwingend vom Gewicht oder von der Größe aus.

Kommt der Maulkorbzwang aber trotzdem, könnten weder Polizei noch Angestellte des Ordnungsamtes mit Zollstock und Waage durch Uelzens Parkanlagen oder durch die Innenstadt patroullieren, um Hundehalter zu kontrollieren, unterstreicht Leddin. "Dann würden wir uns auf den Sachverstand der Experten verlassen", fügt er hinzu. Gemeint sind die Tierheim-Mitarbeiter. Denn einem Hund anzusehen, wie viel er wiegt, will gelernt sein, weiß auch Hundebesitzer Roboom.

http://www.az-online.de/uelzenliste/00_20090519010013_quotDas_grenzt_schon_an_Tierquaelereiquot.html

 

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Große Hunde sind nicht gefährlicher

Hannover. Nach mehreren Hundeattacken in Niedersachsen sucht die Landesregierung derzeit nach Maßnahmen, um die Bürger vor beißwütigen Vierbeinern zu schützen. Unser Hannover-Korrespondent Kurt-Peter Christophersen sprach darüber mit dem Tiermediziner Hansjoachim Hackbarth
.


Die kleine Suda liebt ihren "Pasha" - kein Wunder, denn der Shar-Pei gilt als liebevoller Familienhund mit viel Geduld für Kinder. Bei falscher Erziehung können sich aber auch scheinbar gutmütige Hunde als Gefahr entpuppen, warnt der Tiermediziner Hansjoachim Hackbarth. Foto: dpa


Frage: Die Attacke der Rottweiler auf zwei Kleinkinder und ihre Mutter in Hildesheim hat die Diskussion über die Hundehaltung wieder in Gang gebracht. Zu Recht?

Hackbarth: Zurzeit gilt wegen der Brut- und Setzzeit überall die Leinenpflicht. Die Halterin hat ihre Hunde dennoch frei laufen lassen und damit gegen die Leinenpflicht verstoßen. Deshalb sind keine neuen Vorschriften nötig. Wenn ein Autofahrer bei Rot über die Kreuzung fährt, wird ja auch nicht gleich die Straßenverkehrsordnung geändert.

Frage
: Ist denn der Gedanke richtig, die Haltung großer und schwerer Hunde stärker zu reglementieren?

Hackbart
h: Nein. Gefahren hängen nicht von der Größe des Hundes ab. Es kommt häufiger vor, dass kleine Kinder von kleinen Hunden gebissen und schwer verletzt werden. Da es sich meistens um die eigenen Familienhunde handelt, werden diese Fälle von den Eltern nicht an die große Glocke gehängt.

Fra
ge: Warum beißen die Hunde in der eigenen Familie zu?

Hackba
rth: Wenn ihnen nicht klar gemacht wird, dass die Kinder im Rudel über ihnen stehen, wollen die Hunde die vermeintlich rangniederen Rudel-Mitglieder in die Schranken weisen. Häufig sind auch Frauen Opfer von Beißattacken, weil Herrchen als absoluter Rudelführer betrachtet wird. Da kann es geschehen, dass der Hund zubeißt, wenn Frauchen den Fressnapf wegnehmen will.

F
rage: Gibt es Rassen, die besonders aggressiv veranlagt sind?

Hackb
arth: Nein. Im Extremfall beißt jeder Hund. Deshalb sind vorbeugende Wesenstests für bestimmte Rassen Unsinn.

Frage: Lehnen sie Wesenstests generell ab?

Ha
ckbarth: Sie sind für auffällig gewordene Hunde sinnvoll.

Frage: Wie soll man sich gegenüber einem aggressiven Hund v
erhalten?

Hackbarth: Er wird bellen, um seinen Gegner zunächst zu vertreiben. Deshalb sollte man sich ruhig entfernen und dem Hund nie direkt in die Augen gucken. Wenn der Hund auf Beutejagd ist, bellt er nicht. Die Rottweiler in Hildesheim waren übrigens nicht aggressiv, sie legten Jagdverhalten am falschen Objekt an den Tag.

Frage: Brauchen wir also keine ne
uen Regeln?

Hackbarth: Ich schlage vor, dass alle Hundebesitzer ihre Sachkunde nachweisen müssen. Bevor sie sich einen Hund zulegen, müssen sie sich von einem Tierarzt beraten lassen, damit die gröbsten Fehler im Umgang mit Hunden vermieden werden. Das wird sicher auch dazu führen, dass in der Urlaubszeit oder nach Weihnachten weniger Hunde von ihren überforderten Besitzern ausgesetzt werden.

http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Norddeutschland/Grosse-Hunde-sind-nicht-gefaehrlicher-_arid,159004_puid,1_pageid,15.html&ct=ga&cd=mixdx12K7B0&usg=AFQjCNEhVQd4lrmNwjfx-4ovO9qDVQW-dQ

 

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Nach Rottweiler-Angriff: Neues Gesetz unwahrscheinlich

 ( Quelle NDR Online 18.5.09 )
große Bildversion anzeigen Rasselisten für Hunde seien ein "stumpfes Instrument", meint die FDP.

Nach der Rottweiler-Attacke in Hildesheim am Wochenende wird es voraussichtlich kein neues Gesetz gegen gefährliche Hunderassen geben. Einem Bericht von NDR1 Niedersachsen zufolge hat Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) bei seinem Versuch, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen, die Rechnung offenbar ohne den Koalitionspartner gemacht.

Nach Ansicht der FDP-Landtagsfraktion sind Rasselisten für Hunde "keine ziel führenden, sondern populistische Regelungen", wie ihr landwirtschaftspolitischer Sprecher Jan-Christoph Oetjen im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen sagte. Diese Listen seien ein "stumpfes Instrument". Es gebe keine Hunderasse, die grundsätzlich gefährlicher sei als andere. Dies sei auch die Meinung von Tiermedizinern, so Oetjen.

"Das Problem sind die Hundehalter"

Das Problem sei meistens nicht der Hund, sondern der Halter, meinte der FDP-Politiker. Auch im aktuellen Fall in Hildesheim habe die Halterin gegen das Gesetz verstoßen, weil sie ihre Rottweiler nicht angeleint hatte, sagte Oetjen. Die beiden Hunde hatten am Wochenende zwei spielende Mädchen und ihre Mutter schwer verletzt.

Kinder weiterhin im Krankenhaus

Die 39-jährige Hundebesitzerin gab die Rottweiler nach dem Vorfall an ein Tierheim ab. Der Landkreis will in den nächsten Tagen entscheiden, ob die Hunde eingeschläfert werden. Die beiden schwer verletzten Kinder werden noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. Die 29 Jahre alte Mutter konnte die Klinik wieder verlassen. Gegen die Hundehalterin wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Auf diesen Artikel/ Stellungnahme der FDP machte uns Herr Oetjen persönlich aufmerksam

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16.5.09        Quelle:    Hamburger Abendblatt  16.5.09

Am vergangenen Wochenende haben zwei Rottweiler in Hildesheim zwei kleine Mädchen krankenhausreif gebissen; die 39-jährige Hundehalterin hat 18 Vorstrafen wegen Gewalt- und Drogendelikten. Unter dem Eindruck dieser sowie dreier weiterer Beißattacken von Hunden in Salzgitter, Hildesheim und am Strand der Nordseeinsel Wangerooge binnen einer Woche hat die niedersächsische Landesregierung am Freitag ein ganzes Bündel von Gesetzesverschärfungen angekündigt.

Künftig sollen nach dem Willen von Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) Gewalttäter und Drogenabhängige keine großen Hunde mehr halten dürfen. Und für alle Hunde mit mehr als 20 Kilogramm gilt, dass sie einem Maulkorb oder Leinenzwang unterliegen. Zudem wird die in den meisten anderen Bundesländern längst obligatorische Chip-Pflicht eingeführt, um alle Hunde identifizieren und ihrem Besitzer zuordnen zu können. Auch eine Haftpflichtversicherung wird künftig vorgeschrieben.

Den Oppositionsparteien aber gehen die Vorschläge nicht weit genug, sie fordern einen Hundeführerschein für die Besitzer und einen Wesenstest für gefährliche Hunderassen. In diesem Punkt aber wird sich Niedersachsen auch künftig deutlich unterscheiden von den anderen norddeutschen Bundesländern: Einen verpflichtenden Wesenstest für als gefährlich eingestufte Hunderassen wird es nach Angaben des Sprechers des Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, nicht geben. Ausnahme von dieser Regel: Wer einen großen Hund hat und diesen ohne Leine und Maulkorb in der Natur frei laufen lassen möchte, muss zum Tierarzt, der dann doch den Wesenstest macht. Es gehe darum, eine tierschutzgerechte Haltung der Hunde zu ermöglichen: "Die haben einen natürlichen Bewegungsdrang und sollen sich durch Laufen austoben können." Beim Wesenstest wird dann laut Hahne jeweils auch der Hundebesitzer eindringlich auf die "Grundvoraussetzungen für die Sicherheit im Umgang mit Hunden hingewiesen". Und auch alle Hunde, die auffällig werden, sollen umgehend einem Wesenstest unterzogen werden - wie bisher auch.

Bei der schweren Beißattacke von Hildesheim waren ein zwei und ein fünf Jahre altes Mädchen von zwei Rottweilern schwer verletzt worden, eines der Kinder hat zudem Gesichtsverletzungen.

Vor diesem Hintergrund reichen der Oppositionspartei SPD die jetzt angekündigten Verschärfungen nicht aus, sie besteht auf einer Rasseliste für Kampfhunde: "Niedersachsen bleibt hier mit Thüringen das traurige Schlusslicht." Ronald Schminke, tierschutzpolitischer Sprecher, geht sogar noch weiter. Wenn Minister Ehlen nicht handele, "trägt er die politische Verantwortung für die immer wieder vorkommenden Unfälle mit Kampfhunden".

Die Grünen-Fraktion im Landtag nannte die geplanten Verschärfungen unzureichend. Ihr innenpolitischer Sprecher Ralf Briese warnt zudem, ein Verbot der Hundehaltung für ehemalige Straftäter sei "rechtlich nicht haltbar und entspricht nicht dem Gebot der Resozialisierung". Mindestens für Hunde mit mehr als zehn Kilogramm fordern die Grünen einen "kleinen Hundeführerschein, weil die Schuld für Beißvorfälle meistens am oberen Ende der Leine liegt".

 

 

16.5.09                 Quelle  Harburger Anzeigen und Nachrichten

 

15.Mai 2009

Neues aus Niedersachsen:

Nach Beißattacke: Hunde-Verbot für Gewalttäter geplant

( Quelle: NDR3/ Fernsehen )

Rottweiler und Co: Noch ist unklar, welche Hunderassen die Landesregierung als gefährlich einstuft. (Archivfoto)

Wenige Tage nach dem Angriff von zwei Rottweilern auf spielende Kinder in Hildesheim will die niedersächsische Landesregierung ein schärferes Gesetz für Hundehalter durchsetzen. Verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige sollen künftig keine großen oder gefährlichen Hunde mehr besitzen dürfen, wie ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums am Freitag in Hannover mitteilte. Zudem sei eine Maulkorb- oder Leinenpflicht für Hunde vorgesehen, die schwerer als 20 Kilogramm sind. "Davon befreit wird nur, wer sich gemeinsam mit dem Hund einem Eignungstest beim Tierarzt unterzieht", fügte der Sprecher hinzu.

Bis August 2009 soll die Neuregelung im Landtag verabschiedet werden. Ein generelles Freilaufverbot soll nach Angaben des Ministeriums nicht kommen. Kritik kommt von der Landtagsfraktion der Grünen. Ein definitives Verbot der Hundehaltung für ehemalige Straftäter sei fachlich umstritten und rechtlich nicht haltbar, sagte der innenpolitische Sprecher Ralf Briese.

Hundehalterin war vorbestraft

Bei dem Zwischenfall in Hildesheim hatten zwei Hunde am Wochenende zwei kleine Mädchen und ihre Mutter verletzt. Später stellte sich heraus, dass die 39 Jahre alte Besitzerin der Rottweiler 18-fach vorbestraft ist - unter anderem wegen Körperverletzung und Drogendelikten.

Am Freitag berichtete die Polizei von einem weiteren Hundeangriff in Hildesheim. Eine 40 Jahre alte Frau erlitt tiefe Bisswunden im Oberschenkel und musste operiert werden. Der Hundebesitzer hatte den Kofferraum seines Autos geöffnet, um seine beiden Hunde herauszulassen. Eines der Tiere stürzte sich auf die Frau, die in ihren Wagen einsteigen wollte. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag, wurde aber erst jetzt bekannt.

 
Weitere Informationen
 

Nach Rottweiler-Attacke: Ehlen will Gesetze verschärfen

Nachdem in Hildesheim spielende Kinder schwer verletzt wurden, will der Landwirtschaftsminister die Regelungen für Hundehalter verschärfen. (Meldung vom 11.05.2009)

Rottweiler verletzen spielende Kinder schwer

In einem Park in Hildesheim haben zwei unangeleinte Rottweiler spielende Kinder angegriffen und schwer verletzt. (Meldung vom 10.05.2009)

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Kampfhunddebatte    ( Quelle Hannoversche Allgemeine Zeitung )

Land verschärft Gesetz nach Beißattacke

Die Beißattacke zweier Rottweiler vom Wochenende hat eine neue Diskussion um sogenannte Kampfhunde angestoßen. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) teilte am Montag mit, sein Ressort arbeite an einem neuen Hundegesetz.

 
 

 

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Wesenstest auch für Bullterrier?

© Henning Schaffner/Archiv
Zwei nicht angeleinte Tiere hatten am Sonnabend auf einem Fußweg in Hildesheim zwei fünf und zwei Jahre alte Mädchen und deren Mutter schwer verletzt.

„Der grauenhafte Vorfall zeigt allzu deutlich, dass wir auch Einschränkungen für Hundehalter in Kauf nehmen müssen“, sagte der Minister. Gedacht sei an verpflichtende Wesensprüfungen – nicht für bestimmte Rassen, sondern für Hunde mit einer Mindestgröße und ab einem bestimmten Gewicht. Außerdem solle einigen Personengruppen, etwa verurteilten schweren Gewalttätern, Alkoholikern oder Drogensüchtigen, die Haltung großer Hunde verboten werden.

Seit 2003 wird ein Wesenstest bei Hunden nur dann verlangt, wenn sie dem Veterinäramt als auffällig aggressiv gemeldet wurden. Im Jahr zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin eine schärfere Verordnung der damaligen SPD-Regierung gekippt. Diese hatte Verhaltensprüfungen für vier als gefährlich eingestufte Hunderassen vorgeschrieben: Pitbull-Terrier, Staffordshire- Bullterrier, American Staffordshire- Terrier und Bullterrier. Die Richter meinten, dass die Einschränkungen für die Besitzer eines Gesetzes bedurft hätten, zumal die besondere Gefährlichkeit bestimmter Rassen nicht wissenschaftlich gesichert sei. Der neue Landwirtschaftsminister Ehlen strich daraufhin die Rassevorgaben ganz.

Die SPD im Landtag warf ihm dies am Montag vor. „In fast allen Bundesländern gelten Rasselisten“, sagte der bei der SPD für den Tierschutz zuständige Abgeordnete Ronald Schminke. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister trage die politische Verantwortung für die „immer wieder vorkommenden Unfälle mit Kampfhunden“.

Ehlens Sprecher Gert Hahne betonte indes, das neue Gesetz solle möglichst schnell im Konsens mit den anderen Fraktionen auf den Weg gebracht werden. Da das Rassekriterium zu „bizarren Diskussionen“ geführt habe und ein erneutes Scheitern vor Gericht unbedingt zu vermeiden sei, kämen Größe und Gewicht der Hunde als neuer Maßstab für den Wesenstest in Betracht. „Größere Hunde machen größere Verletzungen.“ Diese Überlegungen gebe es im Ministerium, seit im vergangenen halben Jahr gehäuft brutale Hundeübergriffe auf Menschen zu verzeichnen seien. Möglichst vor der Sommerpause wolle man eine politische Einigung im Landtag erzielen und dann mit Wissenschaftlern und Medizinern die Bedingungen erarbeiten.

Der Vorsitzende des Deutschen Rassehunde-Verbandes in Wolfenbüttel, Gerhard Christians, stimmte den Plänen im Grundsatz zu. Für entscheidend halte er die Eignung der Hundehalters, sagte er am Montag. „Sinnvoll wären verpflichtende theoretische und praktische Halterprüfungen.“ Die Kraft der Hunde spiele aber ebenfalls eine wichtige Rolle. „Auch kleine Hunde beißen“, sagte er. „Aber so wie große verletzen sie nicht.“

[Gabriele Schulte]


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Nach Beißattacken

Regierung plant Hundeverbot für Gewalttäter
( Quelle: Neue Presse vom 15.5.09 )

 

Nach zahlreichen Beißattacken von Hunden plant die niedersächsische Landesregierung
eine Gesetzesverschärfung. Verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige
sollen künftig keine großen oder gefährlichen Hunde mehr halten dürfen.

 

Potenziell gefährliche Hunde wie ein Rottweiler sollen für Gewalttäter tabu sein.
 
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Hannover. Der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Zudem ist eine Maulkorb- oder Leinenpflicht für Hunde geplant, die schwerer als 20 Kilo sind. „Davon befreit wird nur, wer sich gemeinsam mit dem Hund einem Eignungstest beim Tierarzt unterzieht“, betonte Hahne. Bis August soll die Neuregelung verabschiedet werden.

In Hildesheim hatten am vergangenen Samstag Rottweiler zwei Kleinkinder und deren Mutter angefallen und schwer verletzt. Die Besitzerin der Hunde hatte 18 Vorstrafen unter anderem wegen Drogendelikten und Körperverletzung. Wenige Tage später hatte in Hildesheim ein Jagdhund eine vierfache Mutter in den Oberschenkel gebissen. In Salzgitter verbiss sich ein freilaufender Hund vor zwei Tagen in den Unterarm einer 70 Jahre alten Joggerin.

Eine generelles Freilaufverbot plant die Regierung nicht. „Die Hunde sollen ihren Bewegungsdrang auf Wiesen und in Wäldern ausleben können“, betonte Hahne. Dies sollte aber nur mit einer zuvor vom Tierarzt geprüften Eignung geschehen oder halt mit einem Maulkorb. „Jeder Hundebesitzer soll ausreichend Zeit erhalten, sich selbst und den Hund so zu erziehen, dass er die Prüfung besteht.“

Außerdem soll künftig jedem Hund ein Datenchip unter die Haut eingepflanzt werden. Darauf soll die Adresse des Besitzers und das Ergebnis der Eignungsprüfung gespeichert werden. Hält sich der Besitzer nicht an die Chip-Pflicht, plant das Ministerium Geldbußen in dreistelliger Höhe. lni
 

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24.3.09

Liebe Hundefreunde,     die Leinenpflicht ist gekippt!

    Der Gemeinderat von Seevetal hat auf seiner Sitzung am 24. März 2009 auf

Initiative der Hundelobby Seevetal die Anordnung zur Leinenpflicht, vom Juni 2008, widerrufen.

Die neue Anleinverordnung ist nur noch für den Tötenser Sunder verfügt worden.

Außerhalb des bewaldeten Bereiches dürfen unsere Hunde wieder frei, ohne Leine, laufen! 

 

 

Das Hamburger Abendblatt schreibt:

Leinenzwang - Erfolg für Seevetaler Hundelobby

Beckedorf -

Der Gemeinderat von Seevetal hat beschlossen, den Leinenzwang aufzulockern. Wie berichtet, hatten sich mehr als 1200 Hundehalter gegen den ganzjährigen Leinenzwang ausgesprochen. Der Gemeinderat hatte diese Forderung zunächst abgelehnt, weil die Hunde angeblich die Erholsuchenden stören und Wild reißen würden - in einem Gebiet, wo vor allem Gewerbe, Baumschulen, Straßen und Dörfer sind.

Nun haben sich die Hundelobby Seevetal, die damals angekündigt hatte weiter zu verhandeln, und die Ratsmitglieder der beteiligten Parteien zusammengesetzt und sind zu einem Entschluss gekommen, der den Hundhaltern deutlich besser gefallen sollte: Der ganzjährige Leinenzwang nördlich der Metzendorfer Straße ist aufgehoben.

In der Brutzeit, vom 1. April bis 15. Juli, müssen die Hunde weiterhin in der freien Landschaft an der Leine gehalten werden. Wobei Straßen, Wege, Gebäude, Hofflächen, Gärten, Baumschulen, Obstplantagen und Parkanlagen, die dicht bei der Bebauung liegen, von der Leinenpflicht ausgeschlossen sind.

hspmej    erschienen am 24. April 2009

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13.03.09

Die Anleinpflicht wird im März 2009 neu beschlossen!
Die Argumente der Hundelobby Seevetal haben überzeugt
und die Politik wird eine weise Endscheidung treffen!

Vorlage - VO/0636/WP06-11-1

Betreff: Verordnung Leinenzwang im "Tötenser Sunder" für Hunde
Status: öffentlich Vorlage-Art: Vorlage
Sachbearbeiter: 1. Wäsche, W.
2. Hillebrecht
3. ter Horst
Bezüglich:

VO/0636/WP06-11
Federführend: Ordnungsabteilung Bearbeiter: Hillebrecht, Brigitte
Beratungsfolge:
  Verwaltungsausschuss Vorberatung
  Rat der Gemeinde Seevetal Entscheidung
  24.03.2009 

Sitzung des Rates der Gemeinde Seevetal      
 
 
Anlagen:
Luftbild Schutzgebiete mit "Leinenzwang" in Seevetal und Rosengarten  
Verordnung über den Leinenzwang innerhalb eines Schongebietes in der Gemeinde Seevetal, Landkreis Harburg  

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss empfiehlt / Der Rat der Gemeinde Seevetal beschließt die anliegende Neufassung der „Verordnung über den Leinenzwang innerhalb eines Schongebietes in der Gemeinde Seevetal“.

Sachverhalt:

 

Die Verordnung über den Leinenzwang innerhalb eines Schongebietes in der Gemeinde Seevetal vom 26.06.2008 soll eine Änderung des definierten Gebietes erfahren.

 

Im Zuge des Ratsbeschlusses vom 26.06.2008 wurden Zweifel geäußert an der Sinnhaftigkeit eines Leinenzwangs im Bereich nördlich des Landschaftsschutzgebietes „Tötenser Sunder“ zwischen der K 68 und der Hamburger Landesgrenze, insbesondere im Hinblicke auf die dort vorhandenen Baumschulflächen, in denen ein Leinenzwang kraft Gesetzes nicht gilt. Insoweit erwies sich ein Leinenzwang zwar als rechtlich zulässig, aber wenig praktikabel und schwer zu kontrollieren. Hinzu kam, dass auch in der Nachbargemeinde Rosengarten der Geltungsbereich der dortigen Schongebietsverordnung auf den Bereich des eigentlichen Landschaftsschutzgebietes zurückgefahren wurde. Nach einem Gespräch im Rathaus am 06.11.2008 wurde in der Verwaltungsausschusssitzung vom 15.12.2008 abgestimmt, die Verordnung über den Leinenzwang in Bezug auf die Grenzen zu ändern. Nach dem Willen der im Rat vertretenen Fraktionen würde das Schongebiet auf die Fläche des eigentlichen Landschaftsschutzgebietes (mit Ausnahme des Gebietes „B-Plan Emmelndorf 11“, in dem kraft Gesetzes ein Leinenzwang nicht gilt) reduziert werden.

 

 

 

In § 1 Schongebiet sollen die Grenzen geändert werden:

 

          Im Norden:          Natenbergweg, „Weg zum Sunder“ zwischen Natenbergweg und

                        Metzendorfer Straße, Metzendorfer Straße.

 

          Im Osten:          Bahntrasse Hansestadt Hamburg – Bremen.

 

 

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde die gesamte Verordnung neu gefasst und liegt – ebenso wie ein Lageplan - als Anlage bei.

 

 

Anlagen:

 Luftbild Schutzgebiete mit „Leinenzwang“ in Seevetal und Rosengarten   
                                                                                                                  

bitte hier klicken

 

Verordnung über den Leinenzwang innerhalb eines Schongebietes
in der Gemeinde Seevetal, Landkreis Harburg

                                   .

bitte hier klicken

18.02.09

Der 2. Schritt zur neuen Leinenverordnung!

Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Gemeinderats von Seevetal

Auszug - Bericht der Verwaltung - Leinenzwang im Tötensener Sunder

Sitzung des Ortsrates Fleestedt / Glüsingen / Beckedorf / Metzendorf
TOP: Ö 3.1
Gremium: Ortsrat Fleestedt / Glüsingen / Beckedorf / Metzendorf Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 17.02.2009 Status: öffentlich
Zeit: 19:32 - 21:30 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Winsener Landstraße 52, Gemeindeteil Fleestedt
Ort: Dorfgemeinschaftshaus "Fleester Hoff"

Herr Sieg berichtet, dass die Verordnung über den Leinenzwang innerhalb eines Schongebietes in der Gemeinde Seevetal vom 26.06.2008 einigen Unmut von Hundebesitzern hervorgerufen hat. Am 06.11.2008 fand diesbezüglich ein Gespräch mit der Hundelobby im Rathaus statt.

In der Verwaltungsausschusssitzung am 15.12.2008 wurde daraufhin angesprochen, dass die Verordnung über den Leinenzwang in Bezug auf die Grenzen geändert werden soll. Nach dem Willen der im Rat vertretenen Fraktionen sollte das Schongebiet auf die Fläche des eigentlichen Landschaftsschutzgebietes reduziert werden. Der Ortsrat wird nun im Wege der Anhörung gebeten, die Reduzierung des Schongebietes zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.

 

Betroffen hiervon sind die in § 1 der Verordnung genannte Nord- und Ostgrenze des Schongebietes. Faktisch wird durch die neue Grenzfestsetzung der gesamte Bereich nördlich der Metzendorfer Straße aus dem Schongebiet herausgenommen.

 

Die Reduzierung des Schongebietes wird daraufhin vom Ortsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

 

 

12.12.2008

Der 1. Schritt zur neuen Leinenverordnung!

 

Die Fraktionen der SPD, CDU/ FDP sowie der B.I.S.
haben der Hundelobby Seevetal mitgeteilt,

dass die Gruppen im Gemeinderat offensichtlich auf ihren Sitzungen beschlossen haben,
die Änderung der Anleinverordnung nur im Tötender Sunder zu unterstützen.
 

Die Herausnahme des nördlichen, nicht im Landschaftsschutzgebiet gelegenen Teils,
findet die einstimmige Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in den Gruppen.

 

Die Politik hat eine weise Entscheidung getroffen, die alle Hundehalter in Seevetal begrüßen!

 

6.11.2008

Eine weise Entscheidung der Politik am 6. November 2008

Hundelobby Seevetal informiert:

Der Runder Tisch mit Vertretern der Fraktionen SPD, CDU, FDP
und der B.I.S. sowie der Hundelobby Seevetal hat am 6. November 2008 stattgefunden.

 

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Gespräche in einem angenehmen Rahmen,
konstruktiv geführt wurden und als gutes Ergebnis,
aus Sicht der Hundelobby Seevetal, gewertet werden kann.

Die Hundelobby Seevetal hat ihre bekannten Argumente
gegen den ganzjährigen Leinenzwang in Teilgebieten von Seevetal vorgebracht
 und haben die Zusage von Bürgermeister, Herrn Schwarz
sowie den anwesenden Fraktionsvorsitzenden erhalten,
dass das in Juni 2008 beschlossene Gesetz noch einmal
hinsichtlich den Änderungswünschen der Hundelobby Seevetal
 in den Fraktionen erneut beraten wird.
 
Der erforderliche Weg durch alle Gremien wird nun von uns beobachtet werden,
in der Hoffnung, dass es ein "Einsehen" gibt und unsere Hunde außerhalb des
Tötenser Sunder einen täglichen Auslauf, ohne Leine, haben können.

 

Die Gemeinde Rosengarten hat bereits eine sehr umsichtige Empfehlung an den Gemeinderat
weitergeleitet.  Hier wird der ganzjährige Leinenzwang  nur für den anderen Teil des
Tötenser Sunder beschlossen.

Lt. Aussage des Bürgermeisters von Rosengarten
wird es auch so beschlossen!

 

Wir wünschen den Politikern eine weise Entscheidungsfindung!

 

Oktober 2008

Der Umweltausschuss in Rosengarten
hat eine sehr umsichtige Entscheidung getroffen
und gibt diese als Empfehlung weiter:


Ganzjähriger Leinenzwang nur im
Waldgebiet Tötenser Sunder

Lt. Aussage des Bürgermeisters von Rosengarten
wird es auch so beschlossen!

 

 

011008

Rosengarten plant den ganzjährigen Leinenzwang nur im Tötenser Sunder

( Fortsetzung von der Startseite )

Was macht jetzt die Politik in Seevetal?

Wir, die Hundelobby Seevetal, haben am 6. November 08 mit Herrn
Bürgermeister Schwarz und Vertretern der Fraktionen
einen " Runden Tisch ", um über den Leinenzwang, außerhalb des Sunders
zu diskutieren.

 

 

Wir, die Hundelobby Seevetal, stehen für die folgenden Thesen
und werden diese auch gegenüber der Politik vertreten.
Am 6. November 2008 haben wir die Möglichkeit bekommen,
mit dem Herrn Bürgermeister sowie den Fraktionen
des Gemeinderates zu diskutieren.

Wir, die Hundelobby Seevetal,
können einen Leinenzwang in dem
bewaldeten Gebiet " TÖTENSER SUNDER " verstehen.

Wir, die Hundelobby Seevetal, können nicht verstehen,
warum ein ganzjähriger Leinenzwang

  • auf Strasse
  • auf Wegen
  • im teils unbebauten Gewerbegebiet
  • und ( land ) wirtschaftlich genutzten Flächen gelten soll!
    ( weiß umrandete Flächen, Beckedorf, Metzendorf usw. )

Wir, die Hundelobby Seevetal,

wünschen uns ein freundliches Zusammenleben
von Mensch, Hund und Wild

und werden dieses mit Aktivitäten
vor Ort in Seevetal unterstützen.

Wir, die Hundelobby Seevetal,

 setzen uns dafür ein, dass die Flächen außerhalb des
Landschaftsschutzgebietes ohne
ganzjährigen Leinenzwang für alle Hunde bleibt!

Unterstützen Sie unsere Aktivitäten,
in dem Sie

  • aktives Mitglied werden,
  • uns eine kleine Spende zukommen lassen,
  • unseren Autoaufkleber kaufen

und somit nach Außen tragen,
dass Sie der Hundelobby Seevetal

die Stimme Ihres Hundes gegeben haben!

 

Autoaufkleber sind über unsere Email- Adresse zu bestellen:
hundelobby-seevetal@online.de

 

   

 

Dorffest Hittfeld vom 19. bis 21. September 2008

Die Hundelobby Seevetal hat einen Info- Stand in der Kirchstrasse
( neben der Volksbank und gegenüber der Spielbank )

und ist am Sonnabend von 9.00 bis ca. 18.00 Uhr
sowie am Sonntag von 11.00 bis ca. 17.00 Uhr für Sie da.

Es erwarten Sie viele Informationen und vieles mehr...................

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Die Politik setzt sich mit uns an einen Runden Tisch

Anfang November 2008 werden wir, die Hundelobby Seevetal,
im Namen der Hunde um die Rücknahme des Gemeinderatsbeschlusses zum ganzjährigen Leinenzwang,

außerhalb des Tötenser Sunder,

mit der Politik diskutieren !

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29. Juni 2008

Ratssitzung am Donnerstag - Leinenverordnung im Landschaftsschutzgebiet Sunder und
Bebauungsplan für Verbrauchermarkt im Ortszentrum Hittfeld

Die Ratssitzung am 26.6.2008 fand in einem emotional sehr aufgepeitschten Umfeld statt.

Logo FDP SeevetalDas lag keinesfalls an dem teils zeitgleich stattfindenden EM-Halbfinale, in dem sich Spanien offenbar eindrucksvoll als Endspielgegner qualifiziert hat - da die Ratssitzung bis 21.45 Uhr andauerte, konnten viele Kolleginnen und Kollegen dieses Spiel leider nicht verfolgen ;o) -. Knapp 50 Hundeaktivisten demonstrierten vor der Burg Seevetal gegen einen Leinenzwang in Seevetal. Erschreckend war hier die Uninformiertheit, da viele, angestachelt von der sehr oberflächlichen und teils falschen Berichterstattung in kommunalen Zeitungen, davon ausgingen, der Rat wolle einen generellen Leinenzwang in Seevetal nach Hamburger Vorbild.

Für die CDU/FDP-Gruppe machte unser Sprecher Norbert Böhlke klar, dass es einen generellen Leinenzwang in Seevetal mit uns nicht geben wird. Es gehe lediglich darum, dass im Landschaftsschutzgebiet Sunder - wie in den anderen Landschaftsschutzgebieten seit teil 40 Jahren - einen Ruheraum für die Tierwelt zu schaffen. Damit stehen weiterhin über 90 Prozent des Gemeindegebietes bzw. mehr als 9.000 ha in Seevetal für den Freilauf von Hunden zur Verfügung. Ein Jagdpächter berichtete, dass allein im letzten Jahr in seinem Revier im Sunder drei Rehe und ein Kitz gerissen wurden, wobei mit weiteren, nicht entdeckten Vorfällen zu rechnen sei. Ich habe für die FDP deutlich gemacht, dass wir uns mit neuen Verordnungen sehr schwer tun. Gleichwohl ist für uns die Freiheit, Hunde in Feld und Wald frei laufen zu lassen, untrennbar mit der Verantwortung der Hundeführer verbunden, ihre Hunde unter Kontrolle zu halten und damit Wild und Umwelt zu schonen. Würden alle Hundehalter dieser Verantwortung nachkommen, da bräuchten wir uns mit diesem Thema nicht zu befassen -- leider zeigt die Praxis das Gegenteil. Daher halten auch wir letztlich den ganzjährigen Leinenzwang in den besonders schutzwürdigen Landschaftsschutzgebieten für vertretbar. Besonders gefreut hat mich das Engagement vieler Seevetaler, die ihren gepflegten Fußballabend riskiert haben, um sich in die Diskussion einzubringen. Ich hoffe, dass diese Energie über das Ende der Ratssitzung anhält und wir zumindest einige der Anwesenden in unseren Sportvereinen, der Jugend- oder Seniorenarbeit, in der Feuerwehren oder Sozialverbänden treffen werden! Das zweite große Thema des Abends war der Bebauungsplan für den Verbrauchermarkt im Zentrum von Hittfeld. Nachdem die Verkehrsanbindung zur Kirchstraße sichergestellt ist, kann nun mit dem Bau eines Vollsortimenters neben dem Rathaus begonnen werden. Damit wird für Hittfeld die Nahversorgung im Ortszentrum auf Jahre hinaus sichergestellt und gleichzeitig der Einzelhandel an der Kirchstraße gestärkt. Insgesamt also ein guter Abend -- nicht nur für die spanischen Fußballer, sondern auch für Seevetal!


Unsere Stellungsnahme:
Die Stellungnahme der FDP finden wir als Hundelobby Seevetal sehr gut, begrüßen diese Offenheit und lesen hieraus allerdings auch ein deutliches Beispiel zum Thema "von Sender zu Empfänger und Versteher".

Entgegen der von der FDP genannte Einschränkung des Gebietes in ihrem Kommentar zur Sitzung vom 26.6. gehört zum Schongebiet wesentlich mehr als nur der Tötensener Sunder, wobei eine genaue Flächenaufteilung in z.B. ha seitens der Gemeinde allerdings nicht gezeigt wurde. Das Schongebiet besteht zu einem großen Teil aus wirtschaftlich genutzten Flächen (Baumschulen, Sandabgrabung, Gaz de France und ein Gewerbegebiet). Dies wurde wohl seitens der FDP übersehen bzw. lag diese Information der FDP tatsächlich nicht vor.

An dem Abend gab es aus dem Publikum eine Statistik zu dem Wild im betroffenen Gebiet. Weitere Statistiken - welche von den Besucher erwünscht waren - konnten seitens der Gemeinde allerdings nicht vorgelegt werden. Angebotene Statistiken (ca. 1.400 Unterschriften der Bürger) wurden nicht berücksichtig. Hinsichtlich der Berichterstattung darf hier nachgefragt werden, wer zu diesem Punkt "oberflächlich" und "falsch" informiert haben soll. Alle Reporter haben nach unserem Wissen vor Ort das Gebiet kennengelernt oder sogar als Satellitenbild veröffentlicht.

Gerne sind wir zu Gesprächen mit der FDP bereit (allerdings gerne vor und nicht während der kommenden WM) und freuen uns auf einen interessanten Austausch.

 

12. Juli 2008

Der Gemeinderat Rosengarten vertagte die Entscheidung : 
ganzjähriger Leinenzwang in Rosengarten ( Tötenser Sunder )

....alle warteten auf die Abstimmung des Gemeinderats.......
eigentlich sollte das Ergebnis schon feststehen,
denn Seevetal hatte es vorgemacht!

....dann die Sensation......

Herr Bürgermeister Dietmar Stadie vertagte die Entscheidung:

" es gibt noch reichlich offene Fragen zu klären" und beauftragte die Gemeindeverwaltung,das Leinenzwang- Gebiet auf die reine Waldfläche im Tötenser Sunder zu reduzieren!

Herr Bürgermeister, dieses ist eine Entscheidung im Sinne der Hunde und wird von jedem Hundehalter akzeptiert werden können.

 

Der Gemeinderat von Seevetal kann von Rosengarten viel, sehr viel lernen!!!!

 

Das Wochenblatt sprach mit dem Kreis- Jägermeister
Horst Günter Jagau, nachdem die Entscheidung vertagt wurde:

Lesen Sie diesen Bericht und Sie werden feststellen,
dass es Jäger  und  Jäger gibt ( H.G. Jagau / Walter Werner )

Anmerkung von uns3 gerissene Rehe durch Hunde, lt. Herrn Werner, in einem Jahr, sicher 3 Rehe zu viel, aber ein Grund für die ganzjährige Leinenpflicht in Teilbereichen von Seevetal zu votieren und 2000 Hunde in Seevetal zu bestrafen und ein nicht artgerechtes Hundeleben zuzumuten?

Gemeinderat in Seevetal, wacht auf, Ihr seit nicht die Herrscher über Mensch und Tier und werdet spätestens im nächsten Wahljahr die Quittung bekommen!

Die Hundelobby Seevetal organisiert sich............und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und den Hundehaltern aus Rosengarten!

Dieser Artikel fiel uns auf.......................
kein Wort über Hunde und
durch Hunde gerissene Rehe.....

Sind es immer die Hunde, die stören?
 

..........nur in Seevetal, beschließt der Gemeinderat !

 

 

 

 

Juli 2008

Harburger Anzeigen und Nachrichten  ( HAN )    :  FRAGE DER WOCHE

Leinenzwang für Hunde ganzjährig?

            Das Abstimmungsergebnis:                   NEIN   80,2 %      JA    19,8 % 

Sie helfen den Hundehaltern, Hundefreunden und der Hundelobby Seevetal nicht,
wenn Sie ein Ergebnis so manipulieren wollen!
Wir wollen die faire "Kampfansage" gegen den ganzjährigen Leinenzwang
und freuen uns über jede Unterstützung!
 

 

Ein persönliches Wort an den Abstimmungswilligen, der 6608 x "Klick " gemacht hat.
 

 

 

 

 

 

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